Heute im Brennpunkt: Austria ist Meister
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10.09.2012
Kaum noch Wachstum
So schlimm steht´s um unsere Wirtschaft
(© Fotolia)
Mitte August war das WIFO in seiner Schnellschätzung noch von jeweils 0,2 Prozent Plus ausgegangen. Im ersten Quartal hatte das BIP im Quartalsabstand noch um 0,5 Prozent und im Jahresabstand um 2,1 Prozent zugelegt. „Die Krise im Euro-Raum schlägt auf die heimische Wirtschaftsentwicklung durch“, lautet die Hauptaussage der Experten zur BIP-Revision von Montag. Im EU-Vergleich steht Österreich nach Meinung der WIFO-Experten damit noch relativ gut da.
Schuldenkrise im Euro-Raum schlägt durch
Die Konjunktur in Österreich habe sich zwar deutlich abgekühlt, doch sei diese Entwicklung angesichts der Rezession im Euro-Raum als relativ gut zu bezeichnen, heißt es seitens der Experten. Allerdings sei der Ausblick gedämpft und neben der Schwäche der Weltwirtschaft durch die Krise im Euro-Raum belastet. Österreichs Wirtschaft gerate zunehmend unter den Einfluss der europäischen Staatsschuldenkrise - drei der fünf großen europäischen Volkswirtschaften (Großbritannien, Italien und Spanien) seien bereits in die Rezession geraten, Frankreichs BIP stagniere, lediglich aus Deutschland kämen noch Wachstumsimpulse.
Beihnahe alle Segmente betroffen
Die mäßige Konjunkturdynamik der heimischen Wirtschaft zeigt sich laut WIFO in fast allen Nachfragekategorien: Die Anlageinvestitionen seien im zweiten Quartal ähnlich vorsichtig ausgeweitet worden wie im ersten Quartal. Während die Bauinvestitionen gegenüber der Vorperiode stagnierten, nahmen die Investitionen in Ausrüstungsgegenstände leicht zu. Der Konsum der privaten Haushalte stagnierte im zweiten Quartal zum zweiten Mal in Folge. Der öffentliche Konsum stieg etwas schwächer als in der Periode zuvor.
Das Wachstum der Exporte insgesamt verringerte sich vom ersten aufs zweite Quartal im Jahresabstand von 2,0 auf 0,3 Prozent, nachdem das Plus im vierten Quartal 2011 noch 3,7 Prozent ausgemacht hatte. Die Warenexporte schrumpften im zweiten Quartal um 0,6 Prozent im Jahresabstand nach noch plus 1,0 Prozent im ersten und plus 2,0 Prozent im vierten Quartal.
Importe brechen drastisch ein
Bei den Einfuhren war die Abschwächung noch stärker: Hier verringerten sich die Importe im zweiten Quartal insgesamt auf 0,1 Prozent im Jahresabstand nach 1,2 Prozent Zuwachs im ersten und 4,0 Prozent Zuwachs im vierten Quartal. Bei den Warenimporten gab es nun mit minus 1,5 Prozent im Jahresvergleich bereits den zweiten Rückgang in Folge (1. Quartal: minus 0,2 Prozent, 4. Quartal: plus 3,2 Prozent).
Die Bruttoinvestitionen schrumpften jetzt um 0,6 Prozent im Jahresabstand nach einem schwachen Anstieg um 0,1 Prozent im ersten Vierteljahr. Die Bruttoanlageinvestitionen allein betrachtet lagen im zweiten Quartal noch um 2,0 Prozent über Vorjahr, allerdings hatte der Zuwachs zum Jahresauftakt noch real 2,6 Prozent ausgemacht.
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1 Kommentar von unseren Lesern
Sunny_Y (418)
10.09.2012 13:24
und es wird noch schlimmer kommen!
Mit dem ständigen Anstieg der Preise (Grundnahrungsmittel, Mieten, Treibstoffpreise, Gas, Strom, ....) wird man sich künftig nur mehr das notwendigste leisten können. Damit wird die Wirtschaft zwangsläufig einbrechen.
z.B.: habe ich einen für heuer geplanten Autokauf gestrichen (nicht verschoben), ebenso den Urlaub usw.
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