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11.09.2012

Airbus-Chef gesteht

Haarrisse in Tragflächen von Super-Airbus

BRITAIN ECONOMY FARNBOROUGH AIRSHOW

Ein Airbus A380 während des Fluges. (© EPA)

Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat wegen Haarrissen in Tragflächen des A380 sein Auslieferungsziel für den Super-Airbus infrage gestellt. In diesem Jahr sollten 30 der Großraumflieger an Kunden übergeben werden, sagte Airbus-Chef Fabrice Bregier am Montagabend im Vorfeld der Luftfahrtausstellung ILA in Berlin, die am Dienstag ihre Tore öffnet.

"Aber wir werden wohl einige Schwierigkeiten haben, dieses Ziel zu erreichen." Einige Kunden zögerten offenbar, bisher nur provisorisch reparierte Flugzeuge zu übernehmen. Eine endgültige Lösung soll erst 2014 zur Verfügung stehen.

Die Flügel des doppelstöckigen A380 kamen Anfang des Jahres in die Schlagzeilen, nachdem Techniker bei Routinechecks kleine Risse entdeckten. Die europäische Flugsicherheitsbehörde ordnete daraufhin an, dass alle im Flugverkehr befindlichen Maschinen aus Sicherheitsgründen auf Materialfehler untersucht werden mussten.

Trotzdem reges Interesse
Das Interesse an dem A380 sei trotz der Probleme aber ungebrochen, sagte Bregier. "Ich gehe davon aus, dass wir neue Kunden für den A380 bekommen werden." Er rechne auch damit, dass weitere Fluggesellschaften den A380 neu ihre Flotte aufnehmen würden, fügte er hinzu. Vor allem in China bestehe großes Potenzial. Sorgen bereite ihm allerdings der Streit Chinas mit der Europäischen Kommission über Emissionsrechte. Sollte er nicht beigelegt werden, müsse Airbus die geplante Produktionssteigerung für das Langstreckenmodell A330 sehr bald revidieren, sagte der Airbus-Chef.

China ist gegen eine Beteiligung seiner Fluggesellschaften am Handel mit CO2-Verschmutzungsrechten, die seit Jänner erworben werden müssen. Die Airlines, die dies nicht tun, müssen ab April 2013 mit Strafzahlungen oder sogar einem Entzug der Start- und Lande-Erlaubnis in der EU rechnen. Um Druck auszuüben, setzte die Volksrepublik Kreisen zufolge den Kauf von mehreren Dutzend A330 aus. Bregier zeigte sich zuversichtlich, dass ein langfristiger Handelsstreit vermieden werden kann.


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