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18.09.2012
Platz 15 der reichsten Länder
Vermögen der Österreicher geschrumpft
Die Euro-Krise hinterlässt Spuren. Das Vermögen der Österreicher wurde kleiner. (© Fotolia)
Der 2011er Wert für Österreich liegt mehr als 8 Prozent über dem Vor-Krisen-Höchstwert aus dem Jahr 2007, wie aus dem aktuellen "Global Wealth Report" des deutschen Versicherungskonzerns Allianz hervorgeht.
Beinahe eine Klasse für sich sind die Schweizer, die über ein Pro-Kopf-Geldvermögen (Zahlungsmittelbestand plus Forderungen, minus Schulden) von 138.062 Euro (+0,6 Prozent) verfügen. Erstmals hat das weltweite Brutto-Geldvermögen 2011 die Grenze von 100 Billionen Euro überschritten. Der Gesamtbestand kletterte um 1,6 Prozent auf 103,3 Billionen Euro. Pro-Kopf gerechnet betrug der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr 0,8 Prozent. Die kräftige Erholung der Geldvermögen, die es nach der Finanzkrise 2007/08 gab, sei 2011 zum Stillstand gekommen, heißt es in der Studie.
Analysiert wurden die Vermögens- und Schuldenlage der privaten Haushalte in über 50 Ländern. Das höchste Netto-Geldvermögen besitzen nach den Schweizern die Japaner mit unverändert 93.087 Euro pro Kopf, vor den US-Amerikanern mit 90.417 Euro (+2,0 Prozent). Erst auf Platz vier des Rankings folgen die Belgier als reichste EU-Bürger. Sie besitzen pro Kopf 68.491 Euro (+3,4 Prozent), also etwa halb so viel wie die Schweizer.
Unsicherheit und Euro-Krise hinterlassen Spuren
Was die Schuldendisziplin angeht, gehört Österreich zu den Besten in Westeuropa. Gemessen in Prozent der Wirtschaftsleistung stehen mit Blick auf die private Verschuldung nur die Haushalte Belgiens besser da. Gäbe es ein Maastricht-Ziel für private Haushalte, so wären die Österreicher im Europavergleich mit einer privaten Schuldenquote von 55,5 Prozent ein westeuropäischer Musterschüler, nur hauchdünn getoppt von den Belgiern (55,3 Prozent).
Auf den Plätzen drei und vier folgen die Italiener (59,6 Prozent) und die Deutschen (60,3 Prozent). "So manche Regierung könnte sich bei ihren Bürgern ein Beispiel nehmen", kommentierte der Vorstandsvorsitzende der Allianz Gruppe in Österreich, Wolfram Littich, laut Aussendung. Den höchsten privaten Schuldenstand haben die Dänen (148,9 Prozent).
Seit Ausbruch der Finanzkrise hätten insbesondere die Anlageklassen Bankeinlagen und Versicherungen von der erhöhten Liquiditäts- und Sicherheitspräferenz profitiert, so die Analyse der Allianz-Versicherung. "Es ist unübersehbar, dass Unsicherheit, niedrige Zinsen und die Euro-Krise ihre Spuren in der Vermögensentwicklung hinterlassen", sagte Littich.
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