Zahlung per Inserat Wirtschaft

ÖBB zahlten für Schüssels Geburtstag 17.000 Euro

EMPFANG ZUM 65. GEBURTSTAG VON WOLFGANG SCHÜSSEL

Für Schüssel soll es zum Geburtstag nicht nur Torte gegeben haben

EMPFANG ZUM 65. GEBURTSTAG VON WOLFGANG SCHÜSSEL

Für Schüssel soll es zum Geburtstag nicht nur Torte gegeben haben

Die ÖBB hat nicht nur im Zusammenhang mit Werner Faymann (S) geworben, auch für Alt-Kanzler Wolfgang Schüssel (V) haben die Bundesbahnen dereinst die Schatulle geöffnet. Laut einem News-Bericht hat der damalige ÖVP-Generalsekretär und heutige Außenministerium-Staatssekretär Reinhold Lopatka im Jahr 2005 bei den ÖBB mehr als 17.000 Euro für die Feier von Schüssels 60. Geburtstag herausgeholt.

Lopatka wandte sich laut Bericht des Magazins direkt an den damaligen ÖBB-Vorstand Martin Huber und bat diesen, eine Broschüre für die Geburtstagsfeier - genannt "Ein musikalischer Abend für Wolfgang Schüssel" - finanziell zu unterstützen: "Dein Beitrag, der in so einem exklusiven Rahmen präsentiert wird, ist sicherlich auch ein schönes Zeichen deiner Verbundenheit mit Wolfgang Schüssel."

Die ÖBB zahlten dann offenbar tatsächlich. Abgewickelt wurde die Unterstützung für die Feier über ein einseitiges Inserat in der aufgelegen Festbroschüre. Das ÖVP-Generalsekretariat legte eine Rechnung über 15.750 Euro an die ÖBB-eigene Agentur CI & M. Diese Agentur verrechnete der ÖBB Holding AG dann im September 2005 den Betrag zuzüglich einer Provision unter dem Rechnungszweck "Österreichische Volkspartei" weiter, woraufhin die ÖBB-Holding insgesamt 17.023,70 Euro bezahlte.

Das Sponsoring ist insofern politisch heikel, als sich gerade Lopatka in der Vergangenheit einen Namen als Kritiker von vermeintlichem Missständen bei den ÖBB gemacht hatte. Der Staatssekretär war vorerst nicht erreichbar.

Selbe Anzeige auch in SPÖ-Broschüre
Die Österreichischen Bundesbahnen waren im Jahr 2005 nicht nur gegenüber dem damaligen Kanzler Wolfgang Schüssel großzügig, was das Inserieren anging. Auch eine Festschrift der SPÖ über deren vergangene 60 Jahre wurde mit einer Einschaltung der Bundesbahnen geschmückt. Es handelte sich übrigens um exakt das selbe Sujet ("Bahn wirkt") wie in der Schüssel-Schrift, zeigt die Broschüre "Leistung. Aufstieg. Sicherheit. Die SPÖ in der Zeiten Republik."

Parteichef der SPÖ war damals Alfred Gusenbauer. Als Herausgeber der Schrift wird die SPÖ-Bundesgeschäftsstelle angegeben, die damals von Norbert Darabos und Doris Bures geleitet wurde. Wie auch in der Schüssel-Broschüre sind die ÖBB als Werber nicht alleine. Unter anderem inserierten wieder die BAWAG, Porr und Verbund.


APA/red.


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