Holz-Industrieller Wirtschaft

Wörthersee: Tilly-Villa wird abgerissen

Wörthersee: Tilly-Villa wird abgerissen

(© ORF)

Tilly-Villa
Die Wörthersee-Villa des Holzindustriellen Hans Tilly muss - zumindest teils - abgerissen werden. Tilly hatte im Naturschutzgebiet Walterskirchen einen alten Gutshof nicht wie bewilligt um-, sondern neu gebaut. Nun muss der alte Zustand hergestellt werden. Das Verfahren kann allerdings verzögert werden.

Im Jahr 2000 erwarb der Holzindustrielle Hans Tilly das Grundstück am Wörthersee für 6,2 Millionen Euro. Bald gab es heftige Kritik, weil er große Teile des Waldes im Naturschutzgebiet roden ließ.

Einspruch vom Land zurückgewiesen
Zuletzt erregte seine Bautätigkeit öffentliches Aufsehen. Der Gutshof wurde nicht wie bewilligt saniert, sondern großzügig umgebaut. Die Gemeinde Krumpendorf erließ letztlich einen Wiederherstellungsbescheid, der verfügt, dass das Gebäude auf das ursprünglich geplante und bewilligte Maß rückgebaut werden muss.

Ein Einspruch Tillys wurde nun vom Land zurückgewiesen. Die Frist für den Verwaltungsgerichtshof ist bereits verstrichen und eine Umwidmung in Bauland durch die Gemeinde, die den Umbau sanieren würde, wurde bis jetzt abgelehnt.

Frist endet Anfang November
Nun geht es um die Vollstreckung des Wiederherstellungsbescheides - den Auftrag dazu hat die Bezirkshauptmannschaft Klagenfurt-Land. Die Frist zur Wiederherstellung für Tilly endet mit Anfang November. Dann werde ein Verfahren eingeleitet, in dem letztlich der Abbruch, also die Wiederherstellung, in Auftrag gegeben wird. Zahlen müsste dafür Tilly. Das Verfahren kann aber verzögert werden. Denn bei der Vorschreibung der Kosten durch die Behörde hat der Betroffene noch Möglichkeit für einen Einspruch.

 


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