Neue NFC-Technologie Wirtschaft

Bankomat-Zahlung künftig bis 25 Euro kontaktlos

Bankomat-Kassa

Zahlen mit Bankomat-Karte soll künftig ohne direkten Kontakt funktionieren (Symbolfoto)

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Zahlen mit Bankomat-Karte soll künftig ohne direkten Kontakt funktionieren (Symbolfoto)

Ab April wird in Bankomatkarten die sogenannte "NFC-Technoloogie" integriert. Dann können bis zu 25 Euro ohne Code kontaktlos bezahlt werden.

Alle Bankomatkarten bekommen ab März 2013 eine neue Technologie integriert, mit der bargedloses Zahlen noch einfacher wird. Den Anfang machen die Erste Bank und Sparkassen mit der Ausstellung von Bankomatkarten, die über einen sogenannten RFID-Chip verfügen.

Die Entwicklung des Bankomatkartenmarktes zeigt, die Österreicher zahlen immer öfter bargeldlos. Nun wird es ab März mit neuen Karten möglich, Beträge bis 25 Euro "kontaktlos" mit der Bankomatkarte zu zahlen - es wird keine PIN-Eingabe mehr notwendig sein. Dies soll den Bezahlvorgang von derzeit etwa 30 Sekunden auf fünf Sekunden reduzieren.

"Es muss lediglich die Bankomatkarte nahe an das Lesemodul einer entsprechend ausgerüsteten Bankomatkassa gehalten werden. Der Bezahlvorgang wird damit verkürzt und vereinfacht", sagte der Geschäftsführer von Payment Services Austria (PSA), Rainer Schamberger in einer Aussendung. Höhere Kosten für den Kunden bei der Kartenausgabe durch die Banken schloss er nicht aus.

Die PIN-freie Bezahlweise basiert auf der sogenannten "near field communication"-Technologie ("NFC"). Die neue Bezahlform für kleine Beträge werde vor allem für jene attraktiv, die es bisher als umständlich empfanden, für kleine Beträge die Karte ins Lesegerät zu stecken, den PIN einzutippen und dann eher bar bezahlten, so PSA.

Versehentliches Bezahlen nicht möglich
Geht die Karte verloren oder wird sie gestohlen, wird es künftig also noch wichtiger die Karte umgehend sperren zu lassen. Schließlich können dann Beträge bis 25 Euro prinzipiell von jedermann ohne PIN bezahlt werden.

Das Thema Sicherheit stehe auch bei den NFC-fähigen Karten ganz oben: "Es ist sichergestellt, dass bei der Benutzung der Karte nur Datenelemente gelesen werden können, die für eine Transaktion unbedingt erforderlich sind. Keinesfalls befindet sich der PIN-Code auf der Karte, weder verschlüsselt noch unverschlüsselt. Das macht ein direktes Auslesen des PIN-Codes aus der Karte unmöglich", versprach David Ostah von der PSA. Schamberger erklärte: "Die Karte muss auf zwei Zentimeter zum Terminal gehalten werden, dass man aus Versehen für jemanden im Vorbeigehen bezahlt, ist ausgeschlossen."

8,6 Millionen Bankomatkarten
Die PSA ist Tochter heimischer Banken und für die Abwicklung des Bankomaten- und Bankomatkartengeschäfts zuständig. Laut ihren Angaben ist die Anzahl der Bankomaten in Österreich im vergangenen Jahr laut PSA um ein Prozent auf 7.765 Stück gestiegen. Die Zahl der ausgegebenen Bankomatkarten erhöhte sich im selben Zeitraum um 3,1 Prozent auf 8,6 Mio. Karten. Damit besitzt jeder Österreicher über 15 Jahre statistisch gesehen 1,2 Karten. Das Volumen der 508 Mio. Transaktionen 2012 (plus 6,8 Prozent zu 2011) kletterte im Vorjahr um 6,1 Prozent auf 36,2 Mrd. Euro. Transaktionen wurden 2012 rund 508 Mio. durchgeführt, was einem Plus von 6,8 Prozent gegenüber 2011 entsprach.


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