Kurz vorm Ziel

31. Januar 2018 05:00; Akt: 30.01.2018 17:40 Print

"Gebühren ruinieren mein Studium"

von S. Höllmüller - Dank seiner Eltern kann Dominic B. an der FH Eisenstadt seinen Traum verfolgen – Studiengebühren könnten das noch verhindern.

Der Student fürchtet die Pläne der Regierung. (Bild: privat, FH Eisenstadt)

Der Student fürchtet die Pläne der Regierung. (Bild: privat, FH Eisenstadt)

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Dominic B. ist nicht mit dem goldenen Löffel im Mund aufgewachsen: Sein Vater ist Hausmeister, seine Mutter Reinigungskraft. Aber der 22-Jährige weiß, was er erreichen möchte: "Ich will etwas aus meinem Leben machen."

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Seit zwei Jahren studiert der gebürtige Oberösterreicher deshalb an der Fachhochschule Burgenland in Eisenstadt. Sein größter Wunsch: Nach dem Studium möchte er als Sozialarbeiter an Schulen dafür sorgen, dass jedes Kind eine faire Chance auf ein gutes Leben bekommt: "Ich finde, das hat jeder Mensch verdient."

Sparsames Leben

Um seinen Traum verwirklichen zu können, muss Dominic sparsam sein: Alleine für sein kleines Zimmer im Studentenwohnheim muss er 370 Euro im Monat hinlegen.
"Neben der Ausbildung kann ich leider nicht arbeiten. Ich habe jeden Tag Kurse, an denen ich teilnehmen muss." Trotz bescheidenem Einkommen unterstützen Dominics Eltern ihn daher nach Kräften – doch nun könnten Studiengebühren den finanziellen Rahmen sprengen.

"Ich finde das nicht gerecht. Gerade Familien mit weniger Einkommen würden von der neuen Belastung besonders hart getroffen werden." Dominics Geschwister wollen auch studieren – Studiengebühren würden die Familie mindestens 1.200 Euro im Semester kosten. "Ich weiß nicht, ob wir uns das dann noch leisten können …"

Dax: "Strikt dagegen"

SP-Parteimanager Christian Dax schlägt sich auf Seite der Studenten: "Ich bin strikt dagegen, die Kleinen zu belasten. Jedes Kind in Österreich sollte die gleiche Chance auf beste Bildung haben."

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • nslw am 31.01.2018 06:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kwl

    Ich hasse dieses Geraunze. Habe selbst ein Vollzeitstudium in Mindeststudienzeit abgeschlossen und bin nebenbei sa und so arbeiten gegangen . Wo ein Wille da auch ein Weg.

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  • zimbo am 31.01.2018 06:04 Report Diesen Beitrag melden

    Studeingebühren ok

    Kann sein, daß Vandalen wieder arbeiten gehen müssen.Er kann ja um ein Stipendium ansuchen.Habe auch nebenbei gearbeitet, daher zieht man das Studium auch relativ rasch durch.

  • Daniela am 31.01.2018 05:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selbstverantwortung

    Ich als Frau arbeite seit 40 Jahren zu 100 Prozent mit, wir haben nur einen Sohn. Er macht jetzt noch eine Abendschule zusätzlich zum Job, das kostet uns 10000 Euro. Man sollte sich auch gut überlegen, wieviele Kinder man haben kann, um denen und sich selbst ein gutes Leben ermöglichen zu können.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • hans mayerhofer am 11.02.2018 15:58 Report Diesen Beitrag melden

    studiengebühren muss er nur zahlen

    wenn er nix weiterbringt. er soll arbeiten und nicht jammern.

  • LC 0815 am 01.02.2018 15:56 Report Diesen Beitrag melden

    Gleichberechtigung?

    Recht auf Bildung ist doch unter den Menschenrechten deklariert?! Das wäre dann ja wieder nur was für die obere Schicht.. ach das mit den Schichten wird ja immer besser...

  • Std am 01.02.2018 12:16 Report Diesen Beitrag melden

    Berufsbegleitendes Studium!!!!

    Option: Berufsbegleitendes Studium, hier ist ein Vollzeitjob locker möglich.!

  • Verwirrung hier am 01.02.2018 07:41 Report Diesen Beitrag melden

    Verwirrt

    Er studiert an der FH, dort gibt es doch ohnehin schon verpflichtende Studiengebühren?

  • Isabella Wagner am 31.01.2018 19:15 Report Diesen Beitrag melden

    Kontr.

    Hallo - d. Studiengebühr ist nur f. d. gedacht, d. sich ewig Zeit lassen, bis sie fertig werden. Und das ist in Ordnung. Studierende, die d. Studium ernst nehmen sind davon nicht betroffen. Genau u. vor allem alles hören.

    • Astrid am 31.01.2018 21:30 Report Diesen Beitrag melden

      Astrid

      jene, die es sich vorher leisten konnten "ewig zu studieren" werden sich auch durch die Studiengebühr nicht "antreiben" lassen weil sich das nur Kinder begüteter Eltern leisten können. Die anderen, die "ewig studieren" sind Kinder von ArbeiterInnen, die arbeiten müssen um sich das Nötigste zu leisten (Zimmer, Bücher, Lebensmittel) und die aufgrund des Jobs nicht in der Mindeststudiendauer fertig werden. Diese werden noch weiter belastet. Sprich: die die es treffen sollte ("Bummler") werden sich nicht aufhalten lassen, die, die unverschuldet länger gebraucht haben werden noch zusätzlich bestraf

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