Johann Tschürtz

12. Juli 2018 18:23; Akt: 12.07.2018 18:36 Print

Burgenland-Vize Tschürtz empört mit Facebook-Bild

Johann Tschürtz (FPÖ), Landeshauptmann-Stellvertreter im Burgenland, sorgt mit einem Bild auf Facebook für Aufregung.

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Viele nennen es geschmacklos, "Pfui Teufel! Treten Sie zurück!" und das sei ein "eines LH STv.unwürdiges Posting!!" steht unter der neuesten Veröffentlichung von Lahdeshauptmann-Stellvertreter Johann Tschürtz (FPÖ) auf Facebook.

Es handelt sich dabei um ein Bild, auf dem Frauen mit Schleier und Kindern am Strand zu sehen sind. Darüber eine Sprechblase: "Geht nicht so weit ins Wasser Kinder, sonst holen euch die Europäer!" steht darin.

Angesichts der unzähligen Flüchtlinge, die fast täglich im Mittelmeer auf ihrem Weg nach Europa ertrinken, kann das Posting von Tschütz wohl als unsensibel bezeichnet werden. Das Posting bezieht sich offenbar auf dieses Thema.

Kritik aus der Politik
Nicht nur die Menschen auf Facebook irritiert das Bild, auch aus der Politik kommt Kritik: Die Landessprecherin der Grünen, Regina Petrik, bezeichnete es als "pietätlos", der SPÖ-Landesgeschäftsführer im Burgenland, Christian Dax sieht es als "sehr geschmacklos" an. Es sei auf keinen Fall angebracht, dass ein burgenländisches Regierungsmitglied so etwas auf Facebook stelle.

Dax schiebt die Schuld weiter nach Wien. Er traue es weder Tschürtz noch seinem Team zu, die Facebook-Seite selbst zu betreuen und geht davon aus, dass sie von Wien, vom FPÖ-Parlamentsklub oder von der Bundes-FPÖ mitbetreut wird. "Ich würde das persönlich dem Landeshauptmann-Stellvertreter nicht zutrauen, dass er wirklich so ein geschmackloses und sehr dekadentes Posting machen würde", so Dax zum "ORF".

Dem ist aber nicht so: Tschürtz hat bestätigt, dass er das Posting selbst online gestellt habe. Darüberhinaus gab er keine weitere Stellungnahme ab und verwies auf die Aussagen des FPÖ-Klubobmannes Geza Molnar.

Persiflage auf Migrationspolitik
Molnar wiederum versteht die Aufregung überhaupt nicht. Das Bild sei eine Persiflage (laut Duden eine "geistreiche Verspottung") auf die europäische Migrationspolitik. Diese bestehe darin, Migranten wenige Kilometer vor der nordafrikanischen Küste abzuholen und sie hunderte Kilometer weit nach Europa zu bringen. "Ich finde dieses Bild in Kombination mit der Sprechblase harmlos, für mich es es ein Persiflage auf eine völlig verfehlte europäische Migrationspolitik", so Molnar wörtlich. Für ihn sei es in Ordnung, wenn ein Mitglied der Landesregierung so etwas poste.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sabine am 12.07.2018 18:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stimmt so, keine Satire

    Das habe ich gestern auch per WhatsApp bekommen und gleich an meine Freunde weitergeschickt. Jedem hat es gefallen, weil es die Wahrheit ist.

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  • Walter am 12.07.2018 18:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nur die Wahrheit

    Sorry, aber genau so wird es von den NGO'S betrieben und dabei Milliarden lukriert, aber die Wahrheit ist ja leider so schmerzhaft und könnte den Geldsegen zum versiegen bringen! Schlepperei unter Mithilfe höchster politischer Kreise mit mafiösen Strukturen!

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  • Walter Brenner am 12.07.2018 18:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Realität

    das ist die reine Wirklichkeit. Manche vertragen das nicht und leben lieber in der Traumwelt

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Um es auf am 14.07.2018 12:48 Report Diesen Beitrag melden

    den Punkt

    zu bringen: Darf er das? ( Frei nach ChrisTall )

  • Eaglehawk am 14.07.2018 07:59 Report Diesen Beitrag melden

    ... die Wahrheit will halt keiner sehen

    Es ist eine witzige Darstellung der Realität ... über so etwas kann man sich aufregen? Naja die SPÖ muss sich immer aufregen, das kann die Partei ja gut ...

  • Fanny am 13.07.2018 17:46 Report Diesen Beitrag melden

    Urlaub

    Vor 3 Jahren machten wir Urlaub am Strand von Griechenland. Wir paddelten mit dem Schlauchboot vor dem Strand herum. Jetzt sind wir in Ö, haben MS, Kinderbeihilfe und Gemeindewohnung! Nur, unser Gepäck ist leider noch immer in Griechenland.

  • RedPill am 13.07.2018 14:40 Report Diesen Beitrag melden

    Was passiert eigentlich...

    ...wenn man als Österreicher in einem Schlauchboot, z.B. von Malta aus, aufs Meer hinaus Richtung Libyen tuckert? Wird mann dann auch "gerettet" und bis nach Libyen gebracht, oder wird man viel eher für lebensmüde erklärt und zurück nach Malta gebracht?

    • Knut Randauch am 13.07.2018 20:37 Report Diesen Beitrag melden

      Nein, du wirst für

      geistesgestört erklärt und kriegst die weiße Weste mit den langen Ärmeln, die man hinten zumacht.

    • Amar Schweg am 15.07.2018 13:02 Report Diesen Beitrag melden

      @Knut Randauch

      Gleiches Recht für alle, also auch für unserer Goldstücke.

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  • Max Mustermann am 13.07.2018 14:13 Report Diesen Beitrag melden

    Wahrheit tut weh

    Großartig und völlig richtig, was auf diesem Bild steht. Wünschte, das wäre mir eingefallen. Tja - Wahrheit tut weh. Wäre dem nicht so, hätte es absolut keine Emotionen hervorgerufen.