Nach Festival im Burgenland

14. August 2018 11:00; Akt: 14.08.2018 11:10 Print

Wiener wollte Randalierer stoppen – verprügelt

Weil er nicht tatenlos zusehen wollte, stellte der Wiener randalierende Männer zur Rede – und wurde dafür geprügelt. Er landete schwer verletzt im Spital.

Zweisprachige Ortstafel von Trausdorf an der Wulka. (Bild: picturedesk.com)

Zweisprachige Ortstafel von Trausdorf an der Wulka. (Bild: picturedesk.com)

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In der Nacht von Samstag auf Sonntag eskalierte ein Streit zwischen einem Wiener (26) und einer Gruppe randalierender Männer im Anschluss an ein Musikfestival in Trausdorf an der Wulka, Bezirk Eisenstadt-Umgebung derart, dass dieser mit schweren Verletzungen im Krankenhaus landete.

Nachdem Moritz F. (26) und seine 25-jährige Lebensgefährtin, Andrea T., beide wohnhaft in Wien, die Veranstaltung verlassen hatten, fiel den beiden eine Gruppe von vier bis fünf jungen Männern auf, welche offensichtlich stark alkoholisiert waren. Diese bewegten sich lärmend vom Sportplatz Richtung Ortszentrum Trausdorf, gefolgt von den beiden Personen.

Als sich die Gruppe im Rausch an einer Kunstskulptur am Ufer der Wulka zu schaffen machten, wurden sie von Moritz F. zur Rede gestellt. Dabei kam es zu ersten Auseinandersetzung zwischen dem Paar und den Jugendlichen.

Gruppe randalierte trotz Mahnung weiter

"Bevor sich das Unglück ereignete konnten wir beobachten, dass die Gruppe das Trausdorfer Samenkorn vor der Magdalena Kapelle abgerissen hatte, welche sie in die Wulka schmissen", erzählt Andrea T. in den Sozialen Medien.

Dann eskalierte die Situation völlig. Die alkoholisierten Männer randalierten weiter und beschädigten eine Beleuchtungseinrichtung. Als der 26-Jährige erneut verbal eingriff, wurde er durch die Gruppe attackiert und niedergeschlagen, wobei er schwere Verletzungen erlitt, wie die Landespolizeidirektion Burgenland meldet. Nach Angaben seiner Lebensgefährtin seien diese sogar lebensgefährlich.

Wie die Polizei meldet, begab sich Moritz F. selbstständig in das Krankenhaus Eisenstadt, wo er ärztlich versorgt wurde. Sein Vater erstattete am Sonntagvormittag gegen 8 Uhr telefonische Anzeige.

Lebensgefährtin sucht Zeugen

"Einer dieser Burschen trug eine dunkle Kappe, hatte dunkle längere Haare und locken und hat Englisch gesprochen. Er ist ca. 1,65 m groß. Ein anderer trug ein weißes T-Shirt und war ca. 1, 75 bis 1,80 m groß, heller Typ und deutscher Akzent. Ein Dritter war auch in der selben Größe, schwarz gekleidet, dunkle Haare, etwas fester und trug eine Brille", so Andrea T. und mutmaßt: "Bei dem Rest der Gruppe dürfte es sich auch um deutsche Touristen handeln."

Von polizeilicher Sicht, ist dies nicht bestätigt. Die Schläger konnten allesamt entkommen. Die 25-Jährige hofft jetzt auf Hinweise die zur Ergreifung der mutmaßlichen Täter führen.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • voda am 14.08.2018 11:16 Report Diesen Beitrag melden

    Polizei

    Heute hat jeder ein Handy, ich würde die Polizei rufen und weiter beobachten

  • Bernadette am 14.08.2018 11:22 Report Diesen Beitrag melden

    Halbwüchsiger lernt das Leben kennen

    Leute, schon mal was vom Notruf 133 gehört? Wie dumm man sein, sich als Halbwüchsiger einer gewaltbereiten und alkoholisierten Gruppen entgegen zu stellen? Angeben vor der Freundin ist hier Fehl am Platz. Wenn in Actionfilmen ein Mann eine ganze Gruppe Angreifer kampfunfähig macht, hat das absolut nichts mit der Realität zu tun. Willkommen im wahren Leben und gute Besserung! Nächstes Mal Smartphone nehmen, Polizei rufen und das Ganze zu Beweiszwecken unbemerkt filmen.

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  • Susi am 14.08.2018 11:43 Report Diesen Beitrag melden

    Randalierer in Trausdorf

    Ich würde sagen dass bei Musikfestivals u. Konzerten kein Alkohol ausgeschenkt werden dürfte. Ich war vor 2 Jahren auch auf einem Konzert im Ernst Happel Stadion. Damals fiel mir auch auf dass einige Gruppen (Männer) alkoholisiert waren und unangenehm auffielen. Dass Menschen niedergeschlagen, spitalsreif verletzt werden, wenn sie mal eingreifen und eigentlich recht haben finde ich sehr traurig und schlimm!

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Kojak am 14.08.2018 18:42 Report Diesen Beitrag melden

    Na bei

    so einer präzisen Personenbeschreibung sind die Täter sicher bald gefunden.

  • Heimatland am 14.08.2018 17:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    modern times

    Gibt es bei solchen Veranstaltungen keine Polizei? Früher gab es in jedem Ort von der Größe von Trausdorf einen Gendarmerieposten, dann kam Schüssel mit seiner Devise "mehr privat, weniger Staat", die "Zusammenlegung der Wachkörper"... und die zunehmende Verrohung der Gesellschaft.

    • bohoehm am 15.08.2018 11:15 Report Diesen Beitrag melden

      Früher ,lol

      so ein blödsinn ,früher . ich bin in trausdorf aufgewachsen. da es nie eine polizei. geb, 71

    • Heimatland am 15.08.2018 14:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @bohoehm

      Ich kenne Trausdorf nicht so gut, habe aber auch geschrieben "in Orten in der Größe von Trausdorf", also nicht behauptet, dass dort einer war. In St. Margarethen jedenfalls schon, möglicherweise auch in Siegendorf.

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  • otto am 14.08.2018 14:05 Report Diesen Beitrag melden

    Alkohol

    verbot jetzt, ich hoffe hier auf einen vorstoß der fpö

  • Unbekannt am 14.08.2018 12:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einmischen ist Gefahr

    Hätte mich bei einer Gruppe wegen Randalierung gar nicht eingemischt, ist mir meine Gesundheit zu wichtig. Aber das man in der jetzigen Zeit von einer Gruppe von vier bis fünf Männern angegriffen wird, ist wohl auch keine Seltenheit mehr. Darum habe ich mich für eine Gruppe im ärgsten Fall schon vorbereitet. Habe nun mal nicht vor im Krankenhaus zu landen oder meine Zähne zu verlieren. Hier sieht man wieder, den Helden spielen und schwere Verletzungen erwischen. Am besten für solche Sachen nur Handy benützen und eine Nummer rufen. War ja auch keiner in Gefahr als die randalierten Gegenstände. Wäre eine Frau in Gefahr gewesen, dann hätte er keine Wahl gehabt.

    • Alex am 14.08.2018 13:36 Report Diesen Beitrag melden

      Zusammenhalt?

      Warum hat man bei einer Frau keine Wahl. Ich höre nichts von den Frauen oder Feministen zu einer höheren Vergewaltigungsrate von 40%. Oder bei Freisprüchen wie in Tulln. Hab das Gefühl, das finden nur wir Männer schrecklich. Warum soll ich meine Gesundheit für eine Frau gefährden und für einen Mann nicht? Bei Sachbeschädigung würd ich mich auch raushalten.

    • Unbekannt am 14.08.2018 20:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Alex

      Da gebe ich dir auch wieder recht, richtig gedacht.

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  • Walter am 14.08.2018 12:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Falsch reagiert

    Da hätte ich mein Handy gezückt und diese giftler beim ausleben ihres rausches gefilmt, wärend meine Freundin mit ihrem Handy die Polizei ruft. Leute, mit dem Handy kann man unter anderen auch telefonieren! Nicht nur selfis machen.