Spektakuläre Festnahme

13. März 2018 15:30; Akt: 13.03.2018 15:39 Print

Dealer legt Retourgang ein, fährt Beamten nieder

Es klingt wie ein spannender Actionstreifen, was die Kärntner Polizei von einer Festnahme zweier wegen Suchtgifthandels Verdächtiger mitteilt.

Erst fuhr er einen Polizisten nieder, dann flüchtete der Mann. (Archivbild) (Bild: LPD Wien)

Erst fuhr er einen Polizisten nieder, dann flüchtete der Mann. (Archivbild) (Bild: LPD Wien)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Wie das Landeskriminalamt Kärnten am Dienstag bekannt gibt, konnten ein 22-jähriger Asylwerber aus Sierra Leone und ein 25-jähriger Bosnier nach wochenlangen Ermittlungen wegen des Verdachts des Suchtgifthandels festgenommen werden. Das Unterfangen stellte sich aber äußerst schwierig dar, denn beide Verdächtigen widersetzten sich der Festnahme.

Die beiden Drogendealer wurden am Freitag (9.3.) auf frischer Tat ertappt. Der Mann aus Bosnien war am Abend gerade dabei, dem Mann aus Sierra Leone im Klagenfurter Stadtteil St. Ruprecht Kokain zu verkaufen, als die Beamten eingriffen.

Tritte und Schläge

Beide Tatverdächtigen setzten sich heftig zur Wehr. Der 22-Jährige schlug wild um sich, versuchte die Polizisten zu beißen und verpasste ihnen Fußtritte. "Der sich massiv wehrende und um sich schlagende Asylwerber konnte erst durch Unterstützung von weiteren Beamten und unter Anwendung von Körperkraft festgenommen werden", teilt die Polizei mit. Ein Beamter der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) wurde verletzt. "Auch der Verhaftete erlitt im Zuge der Amtshandlung leichte Verletzungen", heißt es seitens der Ermittler.

Beamten umgefahren, spektakuläre Verfolgungsjagd

Der 26-jährige Bosnier, der das Kokain an den 22-Jährigen verkaufte, versuchte sich ebenfalls seiner Festnahme zu entziehen. Er gab in seinem Wagen sitzend im Retourgas Vollgas und fuhr "den in der offenen Fahrertüre stehenden einschreitenden Beamten des LKA ohne Rücksicht auf dessen körperliche Unversehrtheit nieder. Der Beamte wurde zu Boden gerissen, unter der Fahrertüre eingeklemmt und einige Meter mitgeschleift." Der Polizist erlitt Verletzungen unbestimmten Grades.

Der 26-Jährige flüchtete mit seinem Wagen. Auch die Abgabe von zwei Schreckschüssen konnten den Bosnier nicht stoppen. "Erst durch ein Abdrängen des flüchtenden Fahrzeuglenkers in eine ausweglose Situation konnte die Flucht beendet werden", so die Polizei.

Anzeige wegen Suchtgifthandel und Widerstand

Dem verdächtigen Asylwerber kann vom LKA Kärnten der gewerbsmäßige Suchtmittelhandel in großem Ausmaß nachgewiesen werden. Er wurde wegen Verdachtes des Widerstandes gegen die Staatsgewalt auf Weisung der Staatsanwaltschaft Klagenfurt in die Justizanstalt Klagenfurt eingeliefert. Der 26-jährige Bosnier war im Zuge der Vernehmung hinsichtlich des Erwerbs von Kokain und dem Tatbestand des Widerstandes gegen die Staatsgewalt geständig.

Beide werden nach den Bestimmungen des Suchtmittelrechtes sowie wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt und verschiedener Verwaltungsübertretungen angezeigt. Durch das Landeskriminalamt Kärnten werden noch weitere Ermittlungen geführt.

Die beiden verletzten Beamten begaben sich zur ärztlichen Behandlung in das UKH Klagenfurt, einer musste stationär aufgenommen werden.

Die Bilder des Tages:
Die Bilder des Tages

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:

(red)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Johann M. am 13.03.2018 17:57 Report Diesen Beitrag melden

    Es reicht

    Ist ja irgendwie nicht lustig in Österreich.Lei Lei. Es reicht.

    einklappen einklappen
  • Günther Prien am 13.03.2018 18:33 Report Diesen Beitrag melden

    Ahja...

    da wird's dann gleich Anzeigen wegen Rassismus hageln...der arme Werber...

  • Konfusius am 14.03.2018 14:06 Report Diesen Beitrag melden

    Von einem Tag auf dem anderen alles anders!

    Es ist nicht nur so, dass wir den Schutz des Freund und Helfers geniessen. Er genießt auch unseren Schutz, indem wir Gesetze machen, die ihn fördern und fordern. Wir alle haben dazuzustehen, dass er, entsprechend seiner Risiken, gut gezahlt bekommt, und seine Familie trotz Worst-case Bestand haben kann.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Konfusius am 14.03.2018 14:06 Report Diesen Beitrag melden

    Von einem Tag auf dem anderen alles anders!

    Es ist nicht nur so, dass wir den Schutz des Freund und Helfers geniessen. Er genießt auch unseren Schutz, indem wir Gesetze machen, die ihn fördern und fordern. Wir alle haben dazuzustehen, dass er, entsprechend seiner Risiken, gut gezahlt bekommt, und seine Familie trotz Worst-case Bestand haben kann.

  • Günther Prien am 13.03.2018 18:33 Report Diesen Beitrag melden

    Ahja...

    da wird's dann gleich Anzeigen wegen Rassismus hageln...der arme Werber...

  • Johann M. am 13.03.2018 17:57 Report Diesen Beitrag melden

    Es reicht

    Ist ja irgendwie nicht lustig in Österreich.Lei Lei. Es reicht.

    • Nil am 13.03.2018 18:29 Report Diesen Beitrag melden

      Na super

      Wann fängt die Regierung an zu arbeiten, damit aus Österreich wieder eine sichere Heimat wird. Wozu wählen gehen wenn es statt besser immer schlechter wird.

    • Nette Gesetze am 13.03.2018 18:32 Report Diesen Beitrag melden

      "Verbrechen"

      Oh ja es reicht ! Wieder mal wurden unschuldige Leute ausgeraubt und entführt ... ist doch klar das die sich wehren !

    einklappen einklappen