Drama am Farchtnersee

17. Mai 2018 09:15; Akt: 17.05.2018 10:21 Print

Hecht ließ Boot kentern, Vater stirbt nach Angeltrip

Der 50-Jährige fuhr gemeinsam mit seiner Tochter zum Angeln auf den Farchensee hinaus. Als das Boot kenterte, schaffte er es nicht mehr an Land zu schwimmen.

Der Farchtensee bei Stockenboi. (Bild: Wikimedia/Commons/Ithunn, CC BY-SA 4.0)

Der Farchtensee bei Stockenboi. (Bild: Wikimedia/Commons/Ithunn, CC BY-SA 4.0)

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Schon früh am Mittwochmorgen, gegen 7 Uhr ruderte der Mann aus Paternion (Bezirk Villach-Land) mit seiner 17-jährigen Tochter auf den Farchtnersee bei Stockenboi hinaus. Schon eine knappe halbe Stunde später hing ein Fisch am Haken: ein rund ein Meter langer Hecht hatte angebissen – es sollte der letzte Fang des 50-jährigen Kärntners werden.

Wie die Landespolizeidirektion am heutigen Donnerstag, einen Tag nach dem Unglück, mitteilt, ist der 50-Jährige noch am frühen Mittwochnachmittag im Klinikum Klagenfurt an den Folgen des Unfalls verstorben.

Wie "heute.at" berichtete, geriet das Boot beim Kampf mit dem Raubfisch in eine solche Schräglage, dass das Heck unter Wasser gedrückt wurde. Durch eine Gewichtsverlagerung der Vaters kenterte das Gefährt und die Familie stürzte rund 60 Meter vom Ufer entfernt ins Wasser.

Während die Jugendliche noch selbst ans rettende Land schwimmen und Hilfe holen konnte, schaffte es der 50-Jährige nicht aus eigenen Kräften. Er ging noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte unter.

Familie fand Mann leblos im Wasser

Als Ersthelfer trafen nach kurzer Zeit ein 67-jähriger Mann von seinem nahegelegenen Wohnhaus und zwei Brüder im Alter von 21 und 23 Jahren von einem ebenfalls nahegelegenen Anwesen ein. Sie ruderten sofort von ihrer Bootshütte zum Vorfallsort. Dort fanden sie den 50-jährigen Mann leblos im Wasser treibend vor. Sie bargen den Verunglückten, führten Erste Hilfe Maßnahmen durch und brachten ihn ans Ufer.

Der Verunglückte wurde von der Besatzung des Rettungshubschraubers RK 1 übernommen und weiter reanimiert. Anschließend wurde er vom Rettungshubschrauber in das Klinikum Klagenfurt, wo er wenige Stunden später verstarb. Seine 17-jährige Tochter überlebte das tödliche Drama unverletzt.

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(red)