Zehn Festnahmen

05. Dezember 2017 10:26; Akt: 05.12.2017 17:50 Print

Drogenbande setzte fürs Dealen 70 Handys ein

Nach monatelangen Ermittlungen konnte die Polizei am 1. Dezember zehn mutmaßliche Drogendealer aus Nigeria und Ghana festnehmen.

Funde bei der Großrazzia in Klagenfurt. (Bild: Polizei)

Funde bei der Großrazzia in Klagenfurt. (Bild: Polizei)

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Bereits seit längerer Zeit ist die Polizei einer Tätergruppe auf den Fersen, die verdächtigt wird, in Klagenfurt einen florierenden Drogenhandel aufgebaut zu haben. Auffällig ist dabei das Alter der mutmaßlichen Dealer: die zehn festgenommenen Tatverdächtigen sind allesamt erst zwischen 16- und 20 Jahren alt. Den Verdächtigen wird jetzt vorgeworfen, zwischen Jänner und Dezember 2017 in Klagenfurt und im nahe gelegenen Krumpendorf Heroin und Kokain gewerbsmäßig und im Rahmen einer kriminellen Vereinigung vertrieben zu haben.

70 Handys, Drogen und 10.000 Euro bei Razzia sichergestellt

Am 1. Dezember war es dann schließlich so weit. Zeitgleich wurden Razzien in verdächtigen Wohnungen in Klagenfurt und Krumpendorf durchgeführt, um den Tatverdächtigen keine Möglichkeit zur Flucht oder Spurenbereinigung zu geben. Insgesamt wurden zehn Personen festgenommen, die unter dringendem Tatverdacht stehen. Vier weitere Personen wurden aufgrund von Übertretungen gegen das Fremdenrecht in Schubhaft genommen.

Bei der groß angelegten Razzia konnten insgesamt 10.000 Euro in Bar sichergestellt werden, die laut Polizeiinformationen wahrscheinlich aus den Drogengeschäften der Bande stammen. Weiters wurden größere Mengen Kokain und Heroin gefunden, zusammen mit Verpackungsmaterialien und ca. 70 Mobiltelefonen, die wohl beim Verkauf der Drogen eingesetzt worden waren. Aufgrund der laufenden Ermittlungen erhärtet sich bei der Polizei allerdings zunehmend der Verdacht, dass die Bande bereits seit 2016 im Raum Klagenfurt aktiv gewesen sein könnte.

Nach Festnahme: Verdächtiger wollte Dienstwaffe von Polizisten entwenden

Bei den späteren Einvernehmungen versuchte einer der Tatverdächtigen den zuständigen Beamten die Waffe entreißen. Es blieb allerdings lediglich beim Versuch, der Beamte konnte den Angriff des Nigerianers abwehren und blieb, ebenso wie sein Angreifer, unverletzt.

Aufgrund der Größe des Falles sind weitere Ermittlungen notwendig, die Polizei rechnet mit der Ausforschung weiterer Abnehmer und Verteiler. Relevante Hinweise werden bei den zuständigen Polizeidienststellen in Klagenfurt und Krumpendorf angenommen.

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(mat)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Oliver am 05.12.2017 12:40 Report Diesen Beitrag melden

    Und wahrscheinlich

    wird nebenher noch Sozialleistung kassiert, denn die armen Afrikaner haben ja keinen Job bei uns, zumindest keinen legalen. Werden die Herren jetzt wenigstens nach Nigeria abgeschoben? Oder geht das aus irgendwelchen Gründen nicht und sie werden in wenigen Tagen hier auf freiem Fuß angezeigt?

  • shoot gun am 05.12.2017 14:15 Report Diesen Beitrag melden

    drogen

    Warum Einsperren und dann Abschieben? Ich würde den Drogendealern alles aufessen lassen. Und gut ist es. Wenn man das 2 -3 mal macht, ist es mit dem Dealen bald vorbei.

  • Nebbichklopfer am 05.12.2017 13:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Geschenk für Nachbarn

    In Berlin werden sie als Heroen in einem Museum gefeiert. Vielleicht hat Berlin deshalb ja auch ein Interesse an noch mehr heldenhaften Neubewohnern? Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft, also sollten wir ruhig einmal großzügig sein zu unseren liebsten Nachbarn.

Die neusten Leser-Kommentare

  • shoot gun am 05.12.2017 14:15 Report Diesen Beitrag melden

    drogen

    Warum Einsperren und dann Abschieben? Ich würde den Drogendealern alles aufessen lassen. Und gut ist es. Wenn man das 2 -3 mal macht, ist es mit dem Dealen bald vorbei.

  • Nebbichklopfer am 05.12.2017 13:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Geschenk für Nachbarn

    In Berlin werden sie als Heroen in einem Museum gefeiert. Vielleicht hat Berlin deshalb ja auch ein Interesse an noch mehr heldenhaften Neubewohnern? Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft, also sollten wir ruhig einmal großzügig sein zu unseren liebsten Nachbarn.

  • Oliver am 05.12.2017 12:40 Report Diesen Beitrag melden

    Und wahrscheinlich

    wird nebenher noch Sozialleistung kassiert, denn die armen Afrikaner haben ja keinen Job bei uns, zumindest keinen legalen. Werden die Herren jetzt wenigstens nach Nigeria abgeschoben? Oder geht das aus irgendwelchen Gründen nicht und sie werden in wenigen Tagen hier auf freiem Fuß angezeigt?

  • Zillerthaler Burkinijäger am 05.12.2017 12:28 Report Diesen Beitrag melden

    Auffällig ist das Alter...

    Progerie, Wikipedia Auszug: "Die Betroffenen altern fünf- bis zehnmal schneller als Menschen ohne diese Krankheit. Die häufigsten Todesursachen sind Herzinfarkt und Schlaganfall, die bereits im Kindes- oder Jugendalter auftreten..." Tatsächlich muss man als Laie zugeben, dass viele von denen tatsächlich plötzliche Schlaganfälle erleiden, wie zuletzt in der U6. Wikipedia sollte als Todesursache noch "Messerstich" dazunehmen.