Vater traurig

17. November 2017 04:00; Akt: 16.11.2017 19:16 Print

„Ich habe meinen Buben an Scientology verloren“

"Es bricht mir das Herz, dass wir heuer nicht zusammen Weihnachten feiern werden." Der Wiener Stefan G. spricht in "Heute" über den Verlust seines Sohnes.

Papa Stefan G. mit seinem Anwalt Thomas Rast (Bild: Helmut Graf)

Papa Stefan G. mit seinem Anwalt Thomas Rast (Bild: Helmut Graf)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Dieses Drama könnte verfilmt werden. Vielleicht mit Tom Cruise in der Hauptrolle.Der bedrückende Plot: „Ich kümmerte mich nach der Trennung von meiner Partnerin acht Jahre lang alleine um meinen Sohn, habe alles für und mit ihm gemacht. Jetzt habe ich ihn an Scientology verloren“, schildert der Wiener Stefan G.
Hintergrund: Bereits 2008 soll sich die Mutter seines Buben Philipp (Name geändert) der selben umstrittenen Organisation wie Hollywood-Star Cruise angeschlossen haben.

"Letztendlich habe ich ihn verloren"

Stefan G.: „Ihr neuer Partner ist ein sehr hohes Mitglied von Scientology in Österreich. Als sie mit ihm zusammenkam, hat sie sich jahrelang geweigert, Philipp zu treffen. Ich wollte aber immer, dass er auch seine Mutter wieder regelmäßig sieht – wodurch ich ihn letztendlich verloren habe.“

Philipp sollte Großeltern nicht sehen

Laut dem Anwalt des Wieners, Thomas Rast, hat die 33-Jährige – wie es bei Scientology üblich sein soll – „Kontaktentzug zum bisherigen Umfeld des Buben forciert und außerdem als Erziehungsmaßnahme eingesetzt.“ Stefan G.: „Als ich mit Philipp seine Großeltern besucht habe, hat sie ihn mit dem iPhone geortet und war sehr böse. Sie hatte ihm immer eingeredet: ‚Du hast keinen Opa‘.“

"Von mir aus an Meerschweinchen glauben …"

Im Dezember 2016 beantragte die Mutter das alleinige Sorgerecht und Philipp schrieb dem Gericht einen Brief, in dem er Stefan G. anschwärzte und darum bat, bei der Mutter leben zu dürfen: „Er schreit mich sehr oft an und beschimpft mich. Mein leiblicher Vater sagt oft schlechte Sachen über meine Mama.“ Stefan G. ist sicher: „Meine Ex hat ihm das diktiert, so schreibt kein 14-Jähriger. Von mir aus soll sie an Meerschweinchen glauben, aber ich will nicht, dass Philipp im Dunstkreis von Scientology aufwächst.“

Mit Anwalt Rast an seiner Seite strebt er nun ein neues Verfahren an. Traurig sagt er: „Weihnachten ohne meinen Sohn zu feiern, bricht mir das Herz. Das ist ärger als in jedem Film …“

(coi)

Themen

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sebastian am 17.11.2017 07:57 Report Diesen Beitrag melden

    Übel...

    Ich hoffe von ganzem Herzen, dass Herr G. dieses Verfahren gewinnt und diese rückständige Sekte in ihre Schranken weist! Viel Glück und Kraft

  • Hans am 17.11.2017 07:48 Report Diesen Beitrag melden

    Unverständlich - ich würde durchdrehen !

    unverständlich - man hört ja überall wie gefährlich die sind - empfehle ihm sofort zum Jugendamt zu gehen - ich würde durchdrehen !

  • Jakob am 17.11.2017 07:45 Report Diesen Beitrag melden

    Wirklich eine Frechheit!

    Was soll das?! Das muss Konsquenzen haben!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Robert am 26.11.2017 13:51 Report Diesen Beitrag melden

    Scientology

    Ich kann es kaum glauben, dass es noch Menschen gibt, die so unfassbar naiv und realitätsverweigernd sind um nicht zu begreifen, welche Manipulation und Gefahr von Scientology ausgeht ! Und einer dieser Menschen durfte als Richter legal Menschenleben zerstören !

  • Julia am 19.11.2017 21:05 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Einzelfall

    Unglaublich! Wie kann so was passieren? Mir fehlen einfach die Worte! Und leider ist diese tragische Lebensgeschichte, die mit Scientology verbunden ist, kein Einzelfall. Hier soll die Staat agieren, und solche Sekten müssen in Österreich verboten sein. Ich wünsche, dass kleiner Bub auf sein Herz hört, und die Beziehung zu seiner Familie (Vater und Großeltern), die ihm lieben, wieder aufgebaut wird!

  • Ines B. am 19.11.2017 10:15 Report Diesen Beitrag melden

    Scientology muss verboten werden

    Ich habe als Kind ganz Ähnliches erlebt. Die Justiz sollte dringend eingreifen, um den armen Burschen zu beschützen, zumindest bis er volljährig ist und selbst entscheiden kann. Das ist Gehirnwäsche pur!

  • Love am 18.11.2017 17:26 Report Diesen Beitrag melden

    Tatsachen

    das Verfahren wird er zu 99% verlieren... da auch die Justiz von Scientology (CIA, Illuminati etc.) bereits unterwandert ist bzw. infiltriert wird. Meine Richterin hat damals gemeint, dass sie nichts dagegen tun kann, wenn meine Tochter zu ihrem Vater und Scientology kennen lernen will... hatte das Gefühl, dass sie das sogar unterstützt hätte.. Gott sei Dank ist es bis jetzt noch nicht so weit gekommen... wünsche dem Herrn G. viel Glück... er soll auf jeden Fall auf das Besuchsrecht beharren... auch wenn der Sohnemann indoktriniert das nicht will...

  • Johannes G. am 18.11.2017 10:17 Report Diesen Beitrag melden

    Absolutes Fehlverhalten

    Wenn ich sowas lese bricht es mir das Herz! Wie kann man zulassen das ein Kind, welches nichts dafür kann, gezwungen wird in einem Sekten Umfeld mitzuleben. Ich habe dafür kein Verständnis und bitte den Staat und das Jugendamt hier einzugreifen!