"Hol ihn da raus"

20. November 2017 04:00; Akt: 19.11.2017 15:15 Print

„Scientology-Papa“ kriegt nicht einmal Foto von Sohn

Die „Heute“-Story rührte am Wochenende das Land: „Ich habe meinen Buben an Scientology verloren“, vertraute uns der 42-jährige Wiener Stefan G. an.

Der Wiener Stefan G. (42) kämpft nun gemeinsam mit seinem Anwalt Thomas Rast um das Sorgerecht. (Bild: Helmut Graf)

Der Wiener Stefan G. (42) kämpft nun gemeinsam mit seinem Anwalt Thomas Rast um das Sorgerecht. (Bild: Helmut Graf)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Nun greift auch das TV die betrübliche Causa auf. „Ich habe morgen einen Dreh. Mehrere Medien haben nach Ihrem Bericht bei mir angefragt. Meinen Sohn bringt mir das aber auch nicht zurück“, sagt der Wiener.

Philipp hat mit allen gebrochen

Mehr noch: „Ich habe ihn seit März nicht gesehen, bekomme nicht einmal ein aktuelles Foto. Vergangene Woche habe ich meine ehemalige Lebensgefährtin um ein Bild gebeten, bis heute aber nichts mehr gehört.“ Und das, obwohl er seinen Buben acht Jahre lang allein aufgezogen hat – „Fünf Jahre lang wollte ihn meine Ex kaum sehen.“

Papa: "Muss ihn da rausholen"

Seit Philipp* wieder bei der Mutter lebt, hat er mit allen gebrochen, der er bisher liebte: „Mit mir, mit seinen Großeltern und Cousinen. Ich bin mir sicher, dass er in den Fängen von Scientology ist“, sagt Papa Stefan traurig. Mit seinem Anwalt Thomas Rast kämpft er nun um das Sorgerecht: „Ich muss ihn da rausholen …“

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:

(coi)

Themen
Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sascha am 20.11.2017 08:20 Report Diesen Beitrag melden

    Gefährliche Sekte

    Scientology versucht mit ihren (Lebensverbesserungs) Angeboten Menschen zu rekrutieren, für ihre Mission zu radikalisieren und sie in den Kampf gegen definierte Feinde zu fuhren. Scientology ablehnende Familienmitglieder und Freunde werden als Feinde angesehen, zu denen der Kontakt völlig abgebrochen werden muss. Es ist sehr wichtig sich im Vorhinein darüber zu informieren, sich gegen Anwerbung zu wappnen, nicht erst, wenn jemand betroffen ist, denn Scientology hat Auswirkungen auf das ganze Familiensystem. Nach "destruktive gruppen erkennen" googlen und sich informieren!

  • Bernhard am 20.11.2017 07:45 Report Diesen Beitrag melden

    Kopf hoch

    Ich wünsche dem Vater viel Kraft und Glück! Hoffentlich wendet sich alles zum Guten.

  • Martin am 20.11.2017 08:02 Report Diesen Beitrag melden

    Wo geht das noch hin?

    In welchem Land leben wir eigentlich, wenn sowas passieren kann? Da kümmert man sich um sein Kind, zieht es auf und dann sieht man es nicht mehr, weil es schlichtweg manipuliert wird. Einfach nur Traurig was heutzutage mit unseren Kindern gemacht wird. Das Kind sollte bei beiden Eltern aufwachsen und das Leben lernen. Bin gespannt wie das hier weitergeht.

    einklappen einklappen

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Andi K am 11.12.2017 08:34 Report Diesen Beitrag melden

    Unsere "Justicia" ist einfach blind

    Eine Bitte an den Vater: Versuche ALLES, was möglich ist. Die österreichische "Justicia" ist leider so blind, dass sie die Wahrheit einfach nicht sieht. Für meine Kinder ist es leider zu spät, aber ich hoffe (vor allem für Deinen Sohn), dass Du es schaffst, Dein Kind wieder zurück/heraus zu holen. Egal wie hart die Schritte klingen mögen: Bringe die Anträge ein ... es geht um das Leben Deines Sohnes

  • Wolf am 26.11.2017 14:00 Report Diesen Beitrag melden

    Dabei zahlen alle drauf

    Schade! Den Preis zahlen alle. Das Kind, das ohne Vater aufwächst und von der Mutter möglicherweise nicht gerade die nettesten Geschichten über ihn erzählt bekommt, auch wenn sie erfunden sein sollten. Die Folgen für das Kind zeigen sich später. Der Vater, der sich um seinen Sohn kümmern will und möglicherweise zwar zahlen darf, aber das wäre derzeit auch schon alles. Die Mutter, die sich vermutlich ihre eigene Welt schön redet und irgend wann dann mit der persönlichen Schuld leben muss. Schade, dass der Vater um sein Recht als Vater so kämpfen muss. Ihm wünsche ich im Besonderen alles Gute.

  • Mathias am 21.11.2017 14:54 Report Diesen Beitrag melden

    Kinderabnahme durch Mutter Maria

    Also das ist ja nichts Neues in Österreich - da die beiden Eltern anscheinend nicht verheiratet waren gilt die Mutter als alleinerziehende Mutter - auch wenn das Kind beim Vater aufwächst. Sobald die Mutter das Kind haben will - entscheidet jedes Gericht oder das Jugendamt sofort für die Mutter (da ist egal ob sie Prostituierte, Scientologin oder Kleinkriminelle ist). Einzige wirkliche Chance seinen Sohn je wieder zu sehen hat er nur, wenn sich der Sohn aus den Fängen dieser Gehirnwäscher befreien kann. Der Unterschied zu vielen alltäglichen Fällen ist hier "nur" der Eingriff der Scientologen

  • Thomas am 21.11.2017 13:39 Report Diesen Beitrag melden

    Ein guten Ausgang für Vater und Sohn

    Immer wieder liest man davon dass durch die Machenschaften von Scientologen soziale Gefüge auseinander gerissen werden und ein emotionaler Cocktail von Trauer, Wut, Ohnmacht, Fassungslosigkeit bei den Angehörigen der an ST gefallen Opfer zurückbleibt. Unfassbar dass diese doch bekannten Zustände und das Wirken dieser Organisation so freizügig, ja schon fast gesellschaftsfähig stattfinden darf! Dem Vater wünsche ich die notwendige Kraft und den Mut die Situation gemeinsam mit dem Anwalt zum Besten zu wenden.

  • Daniel am 21.11.2017 09:33 Report Diesen Beitrag melden

    Recht?

    Die Justiz sollte dringend aufpassen, dass Pflichten als auch Rechte eines Vaters im Einklang stehen!