Polizei verhaftet eine Person

04. Dezember 2017 12:23; Akt: 04.12.2017 12:31 Print

Österreicher kündigte Amoklauf in Zürich an

Ein 36-jähriger Österreicher hat auf Facebook einen Amoklauf in Zürich angekündigt. Polizeifahnder verhafteten den Touristen. Kein Einzelfall.

Schließlich konnten Fahnder den Mann identifizieren und im Hauptbahnhof Zürich verhaften. (Bild: Reuters/Symbolbild)

Schließlich konnten Fahnder den Mann identifizieren und im Hauptbahnhof Zürich verhaften. (Bild: Reuters/Symbolbild)

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Die Kantonspolizei Zürich erhielt am Donnerstagnachmittag via WhatsApp den Hinweis auf einen Facebook-Eintrag. In diesem äußerste ein zunächst unbekannter Mann, dass er in Zürich einen Amoklauf durchführen werde. Sofort wurden umfangreiche Ermittlungen eingeleitet, wie die Kantonspolizei Zürich am Montag mitteilte. Schließlich konnten Fahnder den Mann identifizieren und im Hauptbahnhof Zürich verhaften.

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Es handelt sich um einen 36-Jährigen aus Österreich, der sich in Zürich als Tourist aufhielt. Nach ersten polizeilichen Ermittlungen könne davon ausgegangen werden, dass der Mann seine Drohung nicht habe wahrmachen wollen. "Er führte beispielsweise keine verdächtigen Gegenstände mit sich, zudem war er schon in der Vergangenheit auf Social Media mit seltsamen Posts aufgefallen", sagt Kantonspolizei-Sprecher Beat Jost. Ob der Mann ein psychisches Problem habe, konnte Jost nicht sagen.

Wegen seiner Äußerungen in der Öffentlichkeit, zu der auch Social-Media-Plattformen zählen, machte sich der Mann strafbar. Er wird sich wegen "Schreckung der Bevölkerung" vor der Staatsanwaltschaft verantworten müssen. Dafür droht ihm eine Gefängnisstrafe.

Auch junger Aargauer kontrolliert

Bereits einen Tag zuvor, am späten Mittwochnachmittag, meldete sich ein Facebook-User bei der Kantonspolizei Zürich wegen eines anderen Posts auf Facebook. Demnach hatte ein Mitglied einer geschlossenen Gruppe Andeutungen gemacht, die auf einen möglichen Amoklauf schließen lassen.

Die Kantonspolizei Zürich nahm sofort Ermittlungen auf – und schließlich wurde als Urheber der Äußerungen ein junger Mann aus dem Kanton Aargau identifiziert. Der Fall wurde kurze Zeit später an die Kantonspolizei Aargau weitergegeben, wo man bereits von einer anderen Seite den Hinweis auf dieselben Online-Äußerungen bekommen hatte. Laut Kapo Aargau wurde der junge Mann zu Hause kontaktiert und kontrolliert. Eine Ausführung der angedrohten Tat könne ausgeschlossen werden.

(20M)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • seven am 04.12.2017 13:16 Report Diesen Beitrag melden

    Österreich

    Ein Österreicher ohne einen namen genannt zu haben. Ein Reisepass macht einen lange noch nicht zu einem Österreicher.

  • Statistiker am 04.12.2017 14:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lügenmedien

    Und wieder geht die bewusste Täuschung der Bevölkerung durch die Systemmedien weiter, die sich die Bezeichnung Lügenmedien mehr als verdient haben. Von wegen "Österreicher"!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Statistiker am 04.12.2017 14:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lügenmedien

    Und wieder geht die bewusste Täuschung der Bevölkerung durch die Systemmedien weiter, die sich die Bezeichnung Lügenmedien mehr als verdient haben. Von wegen "Österreicher"!

    • Korbi am 04.12.2017 15:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Statistiker

      wo lügt denn der Artikel?

    • Korbi am 04.12.2017 15:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Statistiker

      welche Nationalität hat der Verdächtige denn? sie scheinen ja besseres Quellen zu haben als andere Medien.

    • Zillerthaler Burkinijäger am 04.12.2017 16:44 Report Diesen Beitrag melden

      Medien

      Haben einen Pressekodex. Das heißt, dass sie sich verpflichten gewisse Dinge nicht zu schreiben, wie zum Beispiel über Selbstmord. So sehr sich ein Redakteur auch auf den Fingernägeln kaut um alles Preis zu geben, wird er es nicht tun. Hat etwas mit Berufsethos zu tun. Nur werden oft Hinweise versteckt, die jeder kluge Mensch nachvollziehen kann. Sehr subtil. Jetzt haben wir wieder was zum Nachdenken.

    • Korbi am 04.12.2017 17:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Zillerthaler Burkinijäger

      Das mit dem Pressekodex stimmt nicht. jede Zeitung in Österreich berichtet immer mal wieder über selbstmorde. bestes Beispiel vor ein paar Tagen der selbstmord in den haag. Und nur weil ein paar Infos nicht erwähnt werden, müssen sie nicht absichtlich verheimlicht worden sein. Wenn wo nichts ist, kann auch über nichts berichtet werden.

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  • seven am 04.12.2017 13:16 Report Diesen Beitrag melden

    Österreich

    Ein Österreicher ohne einen namen genannt zu haben. Ein Reisepass macht einen lange noch nicht zu einem Österreicher.