Patscherter Deal:

08. Juni 2017 16:48; Akt: 08.06.2017 16:48 Print

Heer verkauft Panzer zum Schleuderpreis an Lettland

Um einen Pappenstiel hat das Bundesheer nun 47 ausgemusterte Panzer an die lettische Armee verkauft. Argument: "Wir hätten sie sonst verschrotten müssen!"

Die Reichweite der Kanonen beträgt bis zu 25 Kilometer (Symbolbild)
 (Bild: Hbf/minich)

Die Reichweite der Kanonen beträgt bis zu 25 Kilometer (Symbolbild) (Bild: Hbf/minich)

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Der patscherte Deal des Heeres mit den Letten wurde im April dieses Jahres abgeschlossen: 47 Panzerhaubitzen aus den 1960er-Jahren sollen ab September für läppische sechs Millionen Euro überstellt werden, laut Experten nur ein Zehntel jenes Wertes, den die generalüberholten aber nie gebrauchten Kriegsgeräte haben.

3.000 Arbeitsstunden pro Stück

Die Fahrzeuge waren seit 2002 komplett zerlegt und auf den neuesten technischen Stand gebracht worden, in jedem Gerät stecken 3.000 Arbeitsstunden, seither stehen die Panzer in Reih und Glied in einer Halle der Klagenfurter Laudonkaserne. Von einer Mobilmachung der tonnenschweren Geräte hatte man im Zuge der Heeresreform 2010 abgesehen.

Schutz gegen Russland

Je nach Typ sollen die Haubitzen 60– 140.000 Euro wert sein, in der stärksten Ausführung haben die Kanonen eine Reichweite von bis zu 25 Kilometern. Lettland will sich damit gegen einen möglichen Angriff Russlands schützen.

Sonst Verschrottung?

Christof Hofmeister, Pressesprecher des Militärkommandos Kärnten, müht sich um eine logische Erklärung: "Ohne Verkasuf hätten wir die Haubitzen womöglich verschrotten müssen." Die nicht verkauften Geräte bleiben vorerst in Österreich.

(wapo)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • hueher am 08.06.2017 17:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rechnen 5

    unsere Militärs können nicht rechnen, alles wird verschenkt und natürlich im Einkauf ähnliche Dummheit, siehe Eurofighter.........

  • DaOideKarl am 08.06.2017 19:11 Report Diesen Beitrag melden

    Nix Neues !

    Hat man doch bei den Pinzgauern auch gemacht! Wurden gesamt an das Dorotheum verkauft. Und die haben bei JEDEM Fahrzeug den Einkaufspreis DOPPELT herausgeholt. Ausrede damals: keinen Platz für so viele KFZ und keine geeigneten Leute als Lizitatoren. Ad 1: Ich kenne (nur als Beispiel) aus eigener BH-Erfahrung die Martinek-Kaserne in Baden. Da gibt es Hallen ohne Ende, die früher die Panzer beherbergten. Ad 2: Personen zu finden, die bei einer erhobenen Hand 100 Euro zum letzten Gebot zu addieren - ist das zu schwer für unsere MilAk-Absolventen? Was wurde nur aus unserem schönen Land?

  • Pferdetaxi am 08.06.2017 17:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Schrottpreis wäre mit Sicherheit ...

    ... wesentlich höher als der tolle Deal eingebracht hat! Das Bundesheer hat offensichtlich zu viel (Steuer) Geld, um es laufend zu verschenken ... man erinnere sich an viele andere Begebenheiten und auch an die Eurofighter...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • nichtdabei am 09.06.2017 16:06 Report Diesen Beitrag melden

    Deal

    No Problem - verschleudern wir die 47 an die Letten u. kaufen dann um teures Geld ein paar Neue in Germanien ein - zum Zutrauen wärs *Denen* ja immer :/

  • RGG79 am 09.06.2017 11:16 Report Diesen Beitrag melden

    Und wo liegt das Problem?

    In dem Artikel steht, dass die Haubitzen je nach Typ einen Wert zwischen 60.000 und 140.000 EUR haben. Dividiert man die 6 Millionen EUR Einnahme durch die 47 verkauften Stück, so erhalte ich im Schnitt 127.660 EUR pro Haubitze - liegt also schon im oberen Bereich, was die Haubitzen - wie schon gesagt je nach Typ - überhaupt noch wert sind. Welche Experten sagen nun, dass man das 10-fache dafür bekommen kann, wenn - wie angegeben - die Haubitzen nur zwischen 60.000 und 140.000 EUR wert sind?

    • Heinz1975 am 09.06.2017 12:54 Report Diesen Beitrag melden

      Preis

      Die Typen SOLLEN 60.000-140.000 Euro Wert sein. Nicht SIND! Aussage vermutlich durch BH. Damit diese die 6 Mio begründen können..... Rechne mal nur die Arbeitszeit von je 3.000 Std -> zum Beispiel: 50Euro/Std -> 150.000 EURO!!!! Von wo bekommt man überhaupt einen überholten Panzer um 60.000 Euro her? Ein Spottpreis!!!!

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  • Pauline 25 am 09.06.2017 10:31 Report Diesen Beitrag melden

    Nein zum Panzerabverkauf

    Wenn wir weiter so alle Panzer verkaufen, werden eines Tages die Ungarn, Slowenen, Italiener oder Türken bei uns im Land stehen, EU hin oder her, Nato hin oder her, und dann werden alle blöd schauen. Die neutrale Schweiz , Vorbild laut Staatsvertrag, hat vieeel mehr Panzer(-haubitzen) als wir Österreicher.

  • Maverick am 09.06.2017 09:02 Report Diesen Beitrag melden

    Minister

    Das sind großteils leider politische Entscheidungen, die von einem hörigen Ministerium umgesetzt werden (müssen). Und weil es alle paar Jahre eine Neustrukturierung gibt, wo sich halt der jeweilige Minister ein Denkmal setzen möchte. Momentan versucht Doskozil das wieder halbwegs zu reparieren, was die Vorgängerchaoten, allen voran Darabos und Klug mutwillig zerstört haben.

  • herst horst am 08.06.2017 22:08 Report Diesen Beitrag melden

    und dann werden sie uns deutsche

    panzer aufs aug drücken, wie bei den eurofightern werden selbstverständlich alle die hände aufhalten, besondes die blauen.

    • Maverick am 09.06.2017 09:06 Report Diesen Beitrag melden

      Da kennt sich einer aus

      Sehr fundierter Kommentar eines Experten.

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