Messer-Attentat

13. März 2018 08:21; Akt: 13.03.2018 08:33 Print

Die vierte Kugel tötete Islam-Fanatiker

Kampf auf Leben und Tod in Wien-Hietzing: Mit dem Mut der Verzweiflung wehrte sich ein Soldat gegen einen rasenden Messerstecher. Es war wohl ein Islamist!

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Auf Facebook folgte Mohamed E. radikalen Predigern, baute offenbar bodenlosen Hass auf – bis er in der Nacht zum Montag zuschlug: Der ehemalige Soldat ging mit blanker Mordlust auf den jungen Militärpolizisten Viktor B. los!

Im Schutz der Dunkelheit hatte sich der 26-Jährige an die Residenz des iranischen Botschafters in der Wenzgasse 2 in Wien-Hietzing herangeschlichen. Kurz nach 23.30 Uhr traf er auf den 23-jährigen Soldaten, der zur Bewachung des sensiblen Objekts abgestellt war. Dann ging alles ganz schnell: Mohamed E. riss ein Messer aus der Jacke und stach sofort zu.

Geistesgegenwärtig wich der Korporal aus und spritzte dem Angreifer eine Ladung Pfefferspray ins Gesicht – ohne Erfolg. Der in Österreich geborene Attentäter mit ägyptischen Wurzeln – seine Eltern betrieben einen Kebabstand, er wollte angeblich Mathematik und Islamwissenschaften studieren – stürzte sich auf Viktor B. Er kam auf ihm zu liegen und stach rasend auf ihn ein.

Schutzweste rettete Soldat das Leben

"Ohne Schutzweste hätte der Mann keine Chance gehabt", sagt Polizeisprecher Harald Sörös. Ein Hieb mit der Klinge schlitzte den Arm des Opfers auf, da reagierte der Soldat instinktiv: Er zog seine Pistole und drückte viermal ab. Zwei Kugeln gingen vorbei, doch zwei Projektile im Kaliber 9 Millimeter trafen Mohamed E. in den Fuß und dann mitten in die Brust.

Angreifer war sofort tot

Der Messer-Mann war sofort tot. Der erschossene 26-Jährige hatte in den letzten zwei Jahren sein Leben radikal geändert und Kontakte zu Freunden gekappt. Schon zuvor hatte er via Internet an den Lippen von Hetz-Predigern gehangen, wie sein Facebookprofil beweist.

Ob in diesem Terror-Dunstkreis das Motiv für den blutigen Angriff liegt, konnte die Polizei gestern weder bestätigen noch ausschließen.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • roter Fuchs am 13.03.2018 08:55 Report Diesen Beitrag melden

    Parlamentarische Anfrage

    Wieviele derart tickende Zeitbomben gibt es aktuell in Wien und werden es durch die Kürzungen bei den Sozialleistungen eher mehr oder weniger ?

  • Michi am 13.03.2018 08:43 Report Diesen Beitrag melden

    Islamistenschule

    Es ist noch immer nicht geklärt welche Schule dieser "Österreicher" besucht hat. Wird diese mit der Lupe untersucht werden? Und welchen Beitrag haben die Eltern geleistet? Radikalisiert hat er sich sicher nicht über Nacht.

  • Idefix am 13.03.2018 09:11 Report Diesen Beitrag melden

    Danke

    Vielen Dank an die Regierung, dass wir alle in dieser Stadt leben müssen. Aber für die Regierung gibts ja Anti-Terror Boller, das sind wir Steuerzahler.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Meister Strom am 13.03.2018 10:12 Report Diesen Beitrag melden

    Hausanschluss erneuern

    Die Botschaft sollte sich einmal von einem konzessionierten Elektrotechniker einen neuen Hausanschlusskasten einbauen lassen . Den Schlüssel für die alten Blechkästen wie auf dem Bild bekommt jeder im Baumarkt um 2 Euro . Die neuen Kästen aus Kunststoff haben ein Magnetschloss welches nur der Elektriker aufsperren kann . Wäre ein Sicherheitsgewinn .

  • Preinsberger am 13.03.2018 09:23 Report Diesen Beitrag melden

    Ursachen statt Symptome bekämpfen

    Armut, Hoffnungslosigkeit, Ausgrenzung, Arbeitslosigkeit, Perpektivlosigkeit, Ungerechtigkeiten im System , ein wachsender Egoismus und Lieblosigkeit in der Gesellschaft Das sind die wahren Ursachen der Radikalisierung und nicht die Herkunft oder Rassen- oder Religionszugehörigkeit

    • Skeptiker am 13.03.2018 10:47 Report Diesen Beitrag melden

      Das Boot ist übervoll

      @ Preinsberger, Sie haben völlig recht! Es wird aber um nichts besser werden, wenn der Zuwanderung ärmster Menschen kein Riegel vorgeschoben wird. Österreich kann nicht Hort unzähliger, armer Zu- und Einwanderer sein. Das Land ist leider selbst hochverschuldetet, was scheinbar gern' übersehen wird. Eltern, die sich selbst kaum ein Kind leisten können, werden sich ja auch kaum noch fremde Kinder aufhalsen. Hilfe kann Österreich vielleicht für einige und kurzfristig leisten, jedoch sicher nicht für Menschenmassen und auf Dauer.

    • Sara am 13.03.2018 11:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Preinsberger

      Bevölkerungsexplosion, keine Selbstverantwortung und alle Probleme mit Hass und Gewalt lösen, das sind die Gründe, warum dort überall Krieg ist

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  • Reinhard am 13.03.2018 09:19 Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt würde es langsam an

    der zeit zu erkennen dass unser Verhalten in den letzten Jahren falsch war und deshalb dringend dagegen gesteuert werden muss. Wenn jemand die Sharia höher stellt als unsere Gesetze so will er sich nicht uin unsere Gesellschaft einordnen und hat diese auch zu verlassen. Begleitende Maßnahmen wären: Untericht in Koranschulen nur noch in deutscher Sprache, Werbung für Islam verbieten, Koran nur in deutscher Sprache, Keine Rücksichtnahme bezüglich Lebensmittel oder Speisepläne welche "halal" sind.

    • Gifilias Tzentanakis am 13.03.2018 10:23 Report Diesen Beitrag melden

      Wäre nicht würde

      Es wäre an der Zeit zu erkennen , nicht es würde an der Zeit zu erkennen .

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  • Idefix am 13.03.2018 09:11 Report Diesen Beitrag melden

    Danke

    Vielen Dank an die Regierung, dass wir alle in dieser Stadt leben müssen. Aber für die Regierung gibts ja Anti-Terror Boller, das sind wir Steuerzahler.

    • Gustav am 13.03.2018 09:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Nicht wirklich, oder?!

      Da sagst du aber schon dazu, dass die jetzige Regierung nicht die ist, die diese Leute unkontrolliert ins Land gelassen hat?! Und auch, dass es nicht diese Regierung war, die die Anti-Terror-Boller wollte, sondern die SPÖ Regierung, welche bis vor wenigen Monaten im Amt war! Oder meinst du die Wiener Rot-Grüne-Stadtregierung?!

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  • roter Fuchs am 13.03.2018 08:55 Report Diesen Beitrag melden

    Parlamentarische Anfrage

    Wieviele derart tickende Zeitbomben gibt es aktuell in Wien und werden es durch die Kürzungen bei den Sozialleistungen eher mehr oder weniger ?