Mutter entsetzt

14. Juli 2017 00:04; Akt: 14.07.2017 10:12 Print

Direktorin wirft Mädchen hinaus, weil es Bub war

von A. Duric - Nach den Ferien darf Hannah nicht ihre Traumschule besuchen. Weil sie als Bub geboren worden war, wird ihr der Unterricht verweigert.

Weil Hannah als Bub auf die Welt gekommen war, musste sie die Montessori Mokiwe in Brunn verlassen. (Bild: Alexandra Stanic)

Weil Hannah als Bub auf die Welt gekommen war, musste sie die Montessori Mokiwe in Brunn verlassen. (Bild: Alexandra Stanic)

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Es war eine furchtbare Enttäuschung: Im Herbst sollte die zehnjährige Hannah (Name von der Redaktion geändert) auf die Privatschule Montessori Mokiwe in Brunn (NÖ) gehen. Jetzt bekam sie ein Schreiben, dass sie die Schule nicht besuchen darf. Denn als die Direktorin erfuhr, dass Hannah eigentlich als Bub auf die Welt gekommen ist, warf sie die Schülerin kurzerhand hinaus.

"Besonderheit" der Schülerin verschwiegen

Schwer betroffen erzählt die Mutter des Mädchens im „Biber“-Magazin, dass es bei Hannahs geplantem Schulantritt im Jänner keine Probleme mit ihrer Transgender-Identität gab. Dann kam der Sinneswandel: Die Direktorin behauptet, die Eltern hätten der Schule ein dreiviertel Jahr lang die „Besonderheit“ ihrer Tochter verschwiegen.

Kinder müssen keine Angaben über Identiäts-Änderung machen

Geheimgehalten wurde Hannahs Identität laut ihrer Mutter allerdings nie. Bereits seit einigen Jahren ist sie offiziell ein Mädchen. Auch die Schule, die sich selbst als „weltoffen“ titelt, soll informiert worden sein. Die Pädagogin bleibt dennoch hart, der Rauswurf gilt. Laut Bildungsministerium gilt hingegen: Transgender-Kinder müssen in Schulen keine Angaben über ihre Identitäts-Änderung machen. Weil Montessori eine Privatschule ist, kann der Landesschulrat aber nichts gegen den Rauswurf machen

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Manuela am 14.07.2017 07:37 Report Diesen Beitrag melden

    Manche Pädagoginnen sollten noch lernen

    Ich hoffe nur, dass der Pädagogin der Shitstorm gewiß ist, denn offensichtlich ist die Pädagogin doch nicht so "pädagogisch" und muss noch viel dazulernen!!

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  • An heute.at da sind zuviel Ungerechtigke am 14.07.2017 08:02 Report Diesen Beitrag melden

    Transgender bei einem Kind

    Zitat:"....Transgender-Identität gab. Dann kam der Sinneswandel: Die Direktorin behauptet, die Eltern hätten der Schule ein dreiviertel Jahr lang die Besonderheit" ihrer Tochter verschwiegen." Das sind ausschließlich Aussagen der Mutter als Vorwurf hier transportiert. Wie kommt ein Kind zum Transgender? Auf welche Art und Weise kam es dazu? Die Hintergründe klären womöglich die Reaktion auf. Viel Aufregung um Halbwahrheiten. Sollte es zu einer Vertuschung des Geschlechts gekommen sein, ist es verständlich das die Schulleiterin so reagiert. Hier fehlen viele Puzzleteile.

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  • Emma Rosenrot am 14.07.2017 10:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Pädagogisch ist das nicht!

    Ich bin selbst Pädagogin und kann nicht verstehen warum man mit Kindern und Menschen arbeitet und sie nicht nimmt wie sie sind, ihre Stärken unterstützt und Talente fördert..... Ich persönlich sehe immer den jungen Menschen vor mir niemals ob es ein Bub oder Mädchen ist und eigentlich sollte man selbst soweit sein ein Kind zu stärken- Empathie gehört zu Sozialkompetenz dazu-Es seelisch zu zerstören und zu diskriminieren , ganz sicher nicht

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Die neusten Leser-Kommentare

  • WolfgangHeute am 17.07.2017 20:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erwachsene können in Kinder nicht hineinfühlen, un

    Auch wenn manches wieder gelöscht wurde, es bleibt Genitalverstümmelung wenn man versucht am Kind herumzuschnipseln, oder Hormonbomben zu platzieren.

    • WolfgangHeute am 17.07.2017 21:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @WolfgangHeute

      Sehen sie! Und der erste Daumen ging nach unten, also, geht es nicht um das wohl des Kindes, sondern nur um die Selbstverwirklichung falsch verstandener Transgenderenthusiasten.

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  • Sidlo Gerhard am 17.07.2017 16:40 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Was kann das Mäderl dafür das es einmal ein Bub war. Der Direktorin könnte einmal die Leviten gelesen werden, so unmenschlich handeln und sowas nennt sich Pädagogin?

  • Frau Frau am 17.07.2017 11:45 Report Diesen Beitrag melden

    Entweder so oder ....

    Wird eh schon Zeit. Hart bleiben. Mann oder Frau und nichts dazwischen. Hab den Genderwahnsinn so was von satt.

    • Gerhard Sidlo am 17.07.2017 16:41 Report Diesen Beitrag melden

      Herr

      Was kann das Kind dafür, wo leben Sie eigentlich?h

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  • Maria Montessori am 16.07.2017 16:44 Report Diesen Beitrag melden

    Montessori?

    Dies ist eine Entscheidung einer Schulleiterin, die auf der Grundlage wovon auch immer zustande gekommen ist. Wie auch immer man zu dieser Entscheidung steht - mit Montessori-Pädagogik hat sie nichts zu tun, denn die Montessori-Pädagogik nimmt Kinder so wie sie sind, respektiert sie in ihrer Einzigartigkeit und unterstützt sie bestmöglich in ihrer Entwicklung. Daher ist auch ein Transgender-Kind kein Problem, sondern eben eines von vielen Kindern in der Schule, das Respekt, Verständnis, Liebe und Unterstützung erwarten darf und auch erhalten wird.

    • Herr Gender am 17.07.2017 11:47 Report Diesen Beitrag melden

      Genial

      ich finde die Entscheidung der Schulleiterin völlig in Ordnung. Es gibt genug andere Schulen denen das Geschlecht egal ist.

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  • Auch Schulleiterin am 15.07.2017 23:15 Report Diesen Beitrag melden

    Eltern haben leider Fehler gemacht

    Hallo, in einer Privatschule lebt man von dem Informationsfluss zwischen Eltern und Pädagoginnen. Schließlich wird ja erwartet, dass jedes Kind mit den persönlichen Stärken und Schwächen bestmöglich gefördert wird. Um das zu gewährleisten muss unbedigt ein offenes und vertrauensvolles Miteinander bestehen - von der ersten Minute an!!!! Wenn diese Offenheit und dieses Vertrauen nicht vorhanden sind, sind die Eltern an so einer Schule falsch. Diese Entscheidung geht es nicht gegen das Kind, sondern gegen die Haltung der Eltern. Schade für Hanna, dass ihre Eltern nicht offen waren.....

    • Maria Montessori am 17.07.2017 16:10 Report Diesen Beitrag melden

      Eltern haben leider Fehler gemacht

      Vertrauen in einer leider noch immer sehr heiklen Thematik muss man aufbauen - das kann man nicht von vornherein voraussetzen.

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