Wegen Verhüllungsverbot

09. Dezember 2017 09:28; Akt: 09.12.2017 09:45 Print

Erste Burka-Frauen verlassen Österreich

Seit 1. Oktober gibt es ein Verhüllungsverbot in Österreich. Das Gesetz sorgt für viel Aufregung. Die ersten "betroffenen Frauen" haben das Land bereits verlassen.

Die ersten Burka-Trägerinnen haben Österreich den Rücken gekehrt (Bild: Daniel Schreiner (Symbolbild))

Die ersten Burka-Trägerinnen haben Österreich den Rücken gekehrt (Bild: Daniel Schreiner (Symbolbild))

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Vor genau 69 Tagen ist in Österreich das Anti-Gesichtsverhüllungsgesetz bzw. Verhüllungsverbot in Kraft getreten. Demnach ist es in der Alpenrepublik nicht mehr gestattet, in der Öffentlichkeit einen Gesichtsschleier zu tragen.

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Das Gesetz sorgte aber nicht nur im Land selbst für hitzige Debatten, sondern wurde auch im Ausland scharf kritisiert. So erklärten Kritiker, dass dieses Gesetz die Religionsfreiheit der Menschen stark einschränken würde und das dies nichts mit Integration zu tun hat.

Knapp 100 Amtshandlungen

Rund 100 Amtshandlungen hat die Wiener Polizei seit der Einführung des Gesetzes durchgeführt. Zwei Drittel davon wegen Burkas oder Nikabs.

Doch nicht nur Trägerinnen eines Gesichtsschleiers wurden von den Beamten gestoppt, sondern auch Personen, die mit einem Schal oder der Jacke ihr Gesicht zu sehr verdeckten. Erste Ende November erhielt deshalb ein Wiener eine Rüge von der Polizei. Denn laut Gesetz müssen die Gesichtszüge erkennbar sein.

Wer sich weigert den Gesichtsschleier abzulegen und angezeigt wird, muss daher mit einer Strafe von bis zu 150 Euro rechnen.

"Betroffenen" ziehen Konsequenzen

Die "betroffenen Frauen" reagieren dabei ganz unterschiedlich auf das Gesetz, berichtet Elif Öztürk von der "Dokustelle Islamfeindlichkeit". Zu den häufigsten Reaktionen zählen: Abnehmen, Isolation oder auch Auswanderung.

Wie die "Krone" in ihrer Freitagausgabe berichtet, haben die ersten Nikab- oder Burka-Trägerinnen bereits die Konsequenzen aus dem Gesetz gezogen und Österreich wieder verlassen.

In welches Land die "betreffenden Frauen" gereist sind, darüber gibt es von Seiten der Wiener Dokumentationsstelle gegen Islamfeindlichkeit keine Auskunft, heißt es in dem Bericht. Auch wie viele Frauen sich zu dem Schritt entschlossen haben, dem Land den Rücken zu kehren, ist nicht bekannt.

Vielfältige Gründe

Die Gründe, warum die Nikab- oder Burka-Trägerinnen lieber das Land verlassen, als ihren Gesichtsschleier abzunehmen, sind vielfältig. Jede Person treffe diesbezüglich ihre eigene Entscheidung, so Elif Öztürk.

(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • edith hani am 09.12.2017 09:49 Report Diesen Beitrag melden

    Integration

    Gut so denn Integration bedeutet sich nach den Regeln des Landes in das man Einwandert zu halten ich kann auch Frauen nicht verstehen die sich absichtlich so verschandeln

  • Richard G. am 09.12.2017 09:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht Aufwiedersehen !

    Bilder von irgendwo, Mutmaßungen, Vermutungen, aber mit einem wahren hintergründigen Sinn! Wer sich im jeweiligen Land dort nicht anpaßt, hat in diesem Land nichts verloren und soll schnellstens dorthin, wo seine Gepflogenheiten üblich sind, oder am Besten gar nicht in dieses Land reisen. Auch eine Kobra kann am Nordpol nicht leben. "Krankglobalisierung" bringt Probleme und auf NICHT Wiedersehen.

  • Micky Mau am 09.12.2017 09:46 Report Diesen Beitrag melden

    Good bye

    Jede die geht,ist ein Gewinn für Österreich.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Fritz Trözter am 09.12.2017 15:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute Reise

    Da kann man nur gute Reise in ein friedliches muslimisches Land wie den Gaza Streifen oder den Jemen wünschen. Dort ist es keine Frage ob man sich verhüllen darf. Und die Rolle der Frau ist auch eindeutig definiert. Da braucht man keine Gender Regeln.

  • offen und Ehrlich am 09.12.2017 15:02 Report Diesen Beitrag melden

    wo wie ist das schön

    wenn es wirklichstimmt, denn die Sozialämter werden einiges einsparen und in Sozialmärkten haben einheimische gute Chancen etwas zum essen zu bekommen da diese ja von Burkatrgerinnen immer gestürmt werden ;)

  • JunkMail am 09.12.2017 14:20 Report Diesen Beitrag melden

    Die Dokumentationsstelle

    für Islamfeindlichkeit möge zur Kenntnis nehmen, dass die hiesigen Gesetze einzuhalten sind. In vielen islamischen Ländern ist es ebenso. Dort müssen Frauen verschleiert sein, ebenso allfällige Gäste. Es ist grundsätzlich in jedem Land so, dass die dortigen Gesetze und Gebräuche zu wahren und zu respektieren sind und nicht umgekehrt. Wer damit nicht zurecht kommt, muss sich ein Land wählen, das seiner Lebensart entspricht und nicht einfordern, dass sich das Gastland anpasst. Mit Feindlichkeit der Hiesingen hat das nichts zu tun, sondern mit unverschämten Forderungen der Gäste.

    • Nebbichklopfer am 09.12.2017 15:28 Report Diesen Beitrag melden

      Gänsefüßchen...

      Ein einzige Kritik möchte ich anbringen: Bitte die "Dokumentationsstelle" unter Anführungszeichen setzen. ;-)

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  • Chris am 09.12.2017 12:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Respekt

    Unsere grosselter haben das land nach dem krieg wieder aufgebaut, ihr solltet das genauso tun, und selbst lernen keine kriege mehr zu führen..

    • Korbi am 09.12.2017 14:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Chris

      werden sicher auch einige machen. Wenn der Krieg aus ist. aber nicht, wenn der Krieg noch tobt

    • Egon am 09.12.2017 15:32 Report Diesen Beitrag melden

      Syrien

      In 80% von Syrien war NIE Krieg! Und jetzt braucht das Land Männer zum Wiederaufbau!

    einklappen einklappen
  • Renats am 09.12.2017 12:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das ist doch gut

    Es ist richtig das die Frauen das Land verlassen es wird doch Zeit. In Europa leben viele Menchen aber sie reden nicht von Glaube ziehen sich europäisch i die können mit einander umgehen.Leider die Verhülte reden. erst von Glaube. Mann sagt über Glaube ,Geld und sex wird nicht gesprochen das sollen die Völker mit Verhüllung endlich kapieren das ist unsere Land und wenn sie hier sind dann unsere Regeln gelten .Das verhalten ist nicht korekt kein Respekt haben diese Menchen also unsere Land verlass en wird ratsam