Unbekannte Gefahr

11. September 2017 11:45; Akt: 11.09.2017 11:56 Print

Immer mehr vergiftete Hunde durch Süßstoffe

Viele Lebensmittel enthalten heute verschiedene Süßungsmittel statt Zucker. Diese können für Hunde allerdings tödlich sein - Besitzer wissen dies oft nicht.

Einmal nicht hingesehen und schon hat der Hund Essen stibitzt, das Zuckerersatz enthält - mit fatalen Folgen. (Bild: iStock)

Einmal nicht hingesehen und schon hat der Hund Essen stibitzt, das Zuckerersatz enthält - mit fatalen Folgen. (Bild: iStock)

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Künstliche Süßungsmittel, die beispielsweise in Kaugummis, Zahnpasta oder Kuchen für Diabetiker zu finden sind, sind gefährlich für Hunde und andere Haustiere. Doch nur die wenigsten Besitzer wüssten über diese Gefahren Bescheid.

Die Leiterin der Notfall- und Intensivmedizin im Tierspital Bern, Katja Adamik, bestätigt einen Anstieg solcher Vergiftungen: "Bis vor einigen Jahren sahen wir das nie." Nur wenige Hundehalter wüssten über die Gefahr der künstlichen Süßungsmittel Bescheid, die beispielsweise in Kaugummis, Zahnpasta oder Kuchen für Diabetiker enthalten sind.

"Leider kommt es vor, dass Hunde mit bereits massiven Symptomen zu uns kommen und eine intensive sowie teure Therapie über sieben bis zehn Tage notwendig ist, um den Hunden zu helfen", sagt Adamik. Anzeichen für eine Vergiftung seien Erbrechen, Apathie und Schwäche bis hin zu Krampfanfällen.

Stevia führt zu Unterzuckerung

Auch der Süßstoff Stevia ist für Hunde und andere Hustiere gefährlich. "Die Symptome sind theoretisch bei beiden Stoffen die gleichen – der Blutzucker sinkt stark und das Tier leidet dann an einer Hypoglykämie, einer Unterzuckerung." Als Sofortmaßnahme dagegen, könne man dem Tier auch Zuckerwasser oder Honig geben – "aber unbedingt immer Kontakt mit einem Tierarzt aufnehmen".

(red)

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