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10. September 2018 06:00; Akt: 09.09.2018 20:35 Print

Lehrerin warnt: "Der Islam verändert unsere Schulen"

Susanne W. ist Lehrerin in Wien und fühlt sich mit Integrationsproblemen allein gelassen. In ihrem Buch klagt sie die „Politik des Schweigens“ an.

Susanne Wiesinger ist seit 30 Jahren im Job und war neun Jahre lang Personalvertreterin der sozialdemokratischen Lehrergewerkschaft. (Bild: Nikolaus Ostermann)

Susanne Wiesinger ist seit 30 Jahren im Job und war neun Jahre lang Personalvertreterin der sozialdemokratischen Lehrergewerkschaft. (Bild: Nikolaus Ostermann)

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Heute erscheint „Kulturkampf im Klassenzimmer“ (Verlag Edition Quo Vadis Veritas, 214 Seiten, erhältlich um 24,90 Euro). Die Wiener Lehrerin Susanne Wiesinger hat es geschrieben. Sie ist seit 30 Jahren im Job, war neun Jahre lang Personalvertreterin der sozialdemokratischen Lehrergewerkschaft, unterrichtet nun in einer Neuen Mittelschule in Wien-Favoriten. Auszüge aus ihrem Buch rütteln wach:
Am 7. Jänner 2015 verübten zwei Islamisten einen Anschlag auf die Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo in Paris. Elf Menschen wurden dabei getötet… Viele meiner Schüler feierten die Attentäter wie Helden.

Auch wenn es der Lehrerin damals noch gelang, ihre Schüler zum Nachdenken zu bewegen, ließ sie dieses Erlebnis nicht mehr los. Wie konnten junge Mädchen und Buben an einer Wiener Schule ihr Mitgefühl derart über Bord werfen und Mörder als Vorbilder feiern? Laut der besorgten Lehrerin liegt der Grund in der Religion der Schüler:
Es gibt eine Kraft, die sie zurückhält, die stärker ist als alles andere: ihr muslimischer Glaube. Er kontrolliert und lenkt sie… Alles andere musste sich unterordnen. Die Religion hatte unsere Schule im Griff.

Hilfesuchend wandte sich die Lehrerin an ihre Vorgesetzten – und stieß bei allen auf „Ablehnung und Kritik“. Dabei hätten die Verantwortlichen laut Sausanne Wiesinger längst handeln müssen:
Lehrer brauchen keine komplizierten bürokratischen Hürden. Wir brauchen tatsächlich verfügbare Ansprechpartner, vor allem in den Bereichen Migration, Integration und Religion. Besonders gefragt sind Schulpsychologen und Sozialarbeiter. Doch gerade da soll es einen Engpass beim Personal geben.

Laut der Wienerin ist es höchste Zeit, endlich etwas zu unternehmen. So sei die Umgangssprache in manchen Schulen beispielsweise nicht mehr Deutsch. Für Susanne Wiesinger ist etwas verloren gegangen:
Die Schule war einst ein geschützter Raum. Sie war der Ort, an dem Kinder und Jugendliche unterschiedliche Kulturen kennenlernten und sich ziemlich unbeschwert bewegen konnten. Diese Zeiten sind an vielen Schulen vorbei. Endgültig. Das Klassenzimmer ist zu einer Konfliktzone geworden.

Susanne Wiesinger lässt nicht locker und macht weiter auf die Problematik aufmerksam – auch wenn viele ihrer Kollegen aus Angst, als islamophob abgestempelt zu werden, ungern oder gar nicht über das Thema sprechen. Denn laut der Lehrerin geht es auch um die Selbstbestimmung der Kinder:
Kein muslimisches Mädchen, das ich kenne – und ich kenne wirkliche viele – trägt in der Schule ein Kopftuch aus religiösen Gründen. Sie können das in diesem Alter nicht entscheiden, es fehlt an Reife. Sie tragen es aus Respekt vor ihren Eltern. Um ihnen zu gefallen. Um als brave und gute Tochter den Moralvorstellungen zu entsprechen. Um gelobt zu werden, wie rein und sittsam sie sind. Und weil es Mädchen in Brennpunktschulen mit Kopftuch leichter haben als ohne.

Gerade weil der Autorin die Schüler so wichtig sind, frustriert sie das „Versagen“ des Schulwesens:
Angesichts dieser Realitätsferne wird der Wiener Stadtschulrat in vielen Lehrerzimmern oft nur noch als Behörde im Elfenbeinturm bezeichnet; eine sehr treffende Beschreibung, wie ich finde. Unsere oberste Schulaufsichtsbehörde agiert vielfach völlig losgelöst vom Schulalltag.

Die Lehrerin möchte trotz Gegenwind weiterhin auf das Thema aufmerksam machen:
Unser Dienstgeber müsste sich endlich den dringendsten Problemen in den Klassenzimmern widmen: Integration, Deutschkenntnisse, Probleme durch Herkunft und Religion.
Für Sabine Wiesinger geht um die Zukunft der Schüler:
Ich bin heute davon überzeugt: Was den betroffenen Kindern und Jugendlichen am meisten schadet, sind falsche Toleranz und Stillschweigetaktik gegenüber dem radikal-konservativen Islam.

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(shoe)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • T.E. am 10.09.2018 06:22 Report Diesen Beitrag melden

    Ignoranz!

    Nicht nur unsere Schulen. Aber anscheinend will keiner die Realität sehen und alles wird Schöngeredet oder ins rechte Eck gestellt. Wenn man alles weiterhin Ignoriert dann geschieht genau dass was man damit eigentlich verhindern will.

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  • Geri am 10.09.2018 07:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Tipp !

    Wenn man eine Rote Ameise in das Nest von Waldameisen setzt oder umgekehrt dann sieht man das Mulitkulti nicht funktioniert !

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  • Andrea am 10.09.2018 07:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    keine Verhetzung???

    ...und DAS ist wohl KEINE Verhetzung, wenn die Schüler die Attentäter als Helden feiern? Nur 'mal am Rande gefragt...

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Alois Riedlsperger am 10.09.2018 19:14 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Hallo Fr. Wiesinger, bravo für Ihr Buch, bravo für Ihre Zähigkeit, diesmal müssen sich gewisse Herren bewegen... aufmunternde Grüße aus Salzburg, Alois Riedlsperger (67, Ex-Lehrer)

  • Hans Peter Ziss am 10.09.2018 14:59 Report Diesen Beitrag melden

    Prof

    Na ja u. meiner Schulzeit ( 1950- 60 ) waren die Christlichen Pfaffen nicht viel besser eher strenger u. scheinheiliger , wehe man schwänzte einmal die Maiandacht gabs einen 4er u die Eltern waren Komunisten o. Nszis

  • Jango am 10.09.2018 09:47 Report Diesen Beitrag melden

    Vorsicht!

    Da kriegen sie schneller 3 Monate als sie schauen können, wie der Herr weiter oben in der Frontansicht. Mit unsereins ist man da nicht so zimperlich.

  • Mario am 10.09.2018 09:23 Report Diesen Beitrag melden

    Migrationsprobleme

    Die Probleme sind da, die kann man nicht leugnen. Normalerweise. Es gibt halt linksgerichtete die noch immer alles schönreden. Hab nichts gegen Leute, die sich hier anpassen und unsere werte, Gesetze und die Anweisungen der Staatsgewalt Folge leisten.

    • e.e. am 16.09.2018 18:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mario

      Dann dürfen sie den KORAN nicht als Basis ihres Lebens nehmen. Viele Inhalte vertragen sich nicht mit unserer Verfassung und unseren Gesetzen. Das ist der große Unterschiede zu BIBEL. Einige Beispiele: Stellung der Frau in der Gesellschaft, Koran steht über der Verfassung, Freiheit der Partnerwahl, sei es mit Ungläubigen oder Gleichgeschlechtlichen ....

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  • Aw am 10.09.2018 09:13 Report Diesen Beitrag melden

    Mutig

    Duese mutige Frau soll vorsichtig sein! Bei uns ist es schon wie in der Türkei. Ein falsches Wort und man sitzt um Knast!!

    • soso am 10.09.2018 16:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Aw

      Oder man rennt irrtümluch gegen ein Messer.

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