Dompfarrer Faber ist dafür

11. Dezember 2017 07:33; Akt: 11.12.2017 07:33 Print

Müssen wir jetzt alle ein neues Vaterunser lernen?

von Clemens Oistric - Ausgerechnet 13 Tage vor Weihnachten denkt der Papst laut über eine Revolution nach: Das wichtigste Gebet der Christen, das Vaterunser, soll geändert werden.

Dompfarrer Toni Faber: Änderung des Vaterunsers ist eine

Dompfarrer Toni Faber: Änderung des Vaterunsers ist eine "gute Idee". (Bild: Andreas Tischler)

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Haben wir uns unser Leben lang verbetet? Gut möglich, wenn man den Worten des Papstes Glauben schenkt. Die Bitte "und führe uns nicht in Versuchung" sei im Deutschen "keine gute
Übersetzung", so der Papst. Denn: "Nicht Gott, sondern Satan führt Menschen in Versuchung", sagte Franziskus im italienischen TV. In Frankreich wurde das "Notre Père" daher bereits geändert, in Österreich dürfte Ähnliches bevorstehen.

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Dompfarrer ist dafür

Mon dieu – bleibt in den Kirchen kein Stein auf dem anderen? "Heute" suchte in göttlicher Mission um Antworten und fragte Toni Faber: Müssen wir neu beten lernen? "Ja, ich wäre absolut für eine Änderung", meinte der Wiener Dompfarrer. Und: "Ich würde mich sehr darüber freuen, denn die bisherige Passage ist missverständlich. Gott führt uns nicht in Versuchung. Er lässt uns frei entscheiden, liebt es aber, wenn wir der Maßlosigkeit widerstehen. Logische Alternativen: "Führe uns in der Versuchung" oder "Behüte uns vor der Versuchung".

Kommt die Änderung also? Da der Heilige Vater schon seinen Sanctus gegeben hat, ist das sehr wahrscheinlich. Sollte sich bis dahin nicht noch ein Personenkomitee um Andreas Gabalier formieren, dass dagegen ansingt.

Das Vaterunser hat einen Übersetzungsfehler

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Michi am 11.12.2017 07:53 Report Diesen Beitrag melden

    "sondern"?

    Und was geschieht mit dem darauf folgenden "sondern erlöse uns von dem Bösen", denn das passt dann auch nicht mehr.

  • Babsi am 11.12.2017 09:27 Report Diesen Beitrag melden

    Bescheidenheit

    Der Herr Dompfarrer vor einem schlichten Hintergrund, sagt ja alles über diese (nicht mehr meine) Kirche

  • Wolfgang Winkler am 11.12.2017 08:22 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Hochwürden - Herr Faber kein Kommentar von Ihnen wäre besser gewesen sein, die Meinung eines Hochwürdigen Papstes überlebt nicht 2000 Jahre

Die neusten Leser-Kommentare

  • Dosi am 11.12.2017 15:57 Report Diesen Beitrag melden

    moderner

    Die katholische Kirche sollte ihre verstaubten Ansichten ändern, das würde mehr bringen. Z.B. Zölibat abschaffen. Einfach etwas moderner sein für die heutige Zeit.

  • HerrAbisZ am 11.12.2017 10:41 Report Diesen Beitrag melden

    Gut - nun auch der Papst erkannt

    Hier kann man es besser lesen Und ich habe das schon lange erkannt

  • gü07 am 11.12.2017 09:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nein

    da es weder gott noch satan wirklich gibt ist die debatte sinnlos...

  • Babsi am 11.12.2017 09:27 Report Diesen Beitrag melden

    Bescheidenheit

    Der Herr Dompfarrer vor einem schlichten Hintergrund, sagt ja alles über diese (nicht mehr meine) Kirche

  • i bin a wunda am 11.12.2017 09:20 Report Diesen Beitrag melden

    man muß überhaupt nichts

    die kirche dient den interessen der eliten, der reichsten und reichen, seit ihrer erfindung.