Neue Entwicklungen

14. März 2018 13:49; Akt: 15.03.2018 13:09 Print

Praterstern-Stecher: Jetzt spricht seine Anwältin live

Astrid Wagner besuchte Jafar S. erneut im Häf’n. Direkt vom Wiener "Landl" kommt sie zu "Heute" – und beantwortet auch Ihre Fragen im Live-Interview.

Astrid Wagner verteidigt den Messerstecher vom Wiener Praterstern. Jetzt spricht sie bei "Heute".

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Am Montag machte Jafar S. (23) nur wirre Angaben über seine fürchterliche Taten am Wiener Nestroyplatz und am Praterstern vergangene Woche. Heute, Mittwoch, besuchte ihn seine Anwältin Astrid Wagner erneut mehr als eine Stunde lang in der Justizanstalt Wien-Josefstadt.

Stellen Sie Ihre Frage

Ob er sich heute klarer zu seinem Motiv äußerte? Wie es ihm nach seinem Suizidversuch geht? Ob er sich weiter vom Teufel verfolgt fühlt? Die Wiener Star-Anwältin Astrid Wagner spricht mit "Heute" live über die neuen Entwicklungen in dem Krimi. Sie können der Juristin im Live-Stream auf Facebook Ihre Frage zu der Causa stellen – wir leiten sie weiter.

Die Chronologie des Verbrechens

Einen Tag nach seinem Suizidversuch in der Justizanstalt Josefstadt hatte Jafar S. (23) am Montag keine äußerlichen Verletzungen. Innerlich dürfte es beim Afghanen aber gehörig brodeln: Er gestikulierte wild und wirkte verwirrt, als er seine Anwältin Astrid Wagner kennenlernte. Jafar S. trug nur ein knielanges Nachthemd.

"Er sprach viel vom Teufel"

„Er sprach sehr viel vom Teufel. Von Teufelsmenschen und Teufelsfrauen. Der Teufel hätte ihn zudem durch Wien verfolgt und auch bei seiner Familie in Afghanistan angerufen, um ihn schlechtzumachen“, erzählt Wagner über die wirre Welt ihres Klienten. Warum er eine österreichische Arztfamilie und einen Landsmann vergangenen Mittwoch mit seinen Klappmessern beinahe umgebracht hätte – darüber spricht er nicht schlüssig. „Er hat das wohl verdrängt“, so Wagner. Bereits in Afghanistan habe er begonnen, Gras zu rauchen. In Wien kamen dann Kokain, Ecstasy und reichlich Alkohol hinzu.

Sein Leben als U-Boot

Außerdem fühlte er sich nicht wohl in Österreich. Er kam 2015, saß bereits in Haft und schlug sich dann als „U-Boot“ durch. Bei der Caritas wollte er seine Heimreise erwirken.
Derzeit hat Jafar S. nur einen einzigen Wunsch: Seine Anwältin möge ihm doch baldigst einen Koran in den Häf’n bringen – am besten in seiner Muttersprache Farsi. „Auf mich macht dieser Mann einen psychisch schwerst beeinträchtigten Eindruck“, sagt die Anwältin, die Jafar S. mit Wolfgang Blaschitz verteidigt. Wagner fordert eine psychiatrische Untersuchung. Für Jafar S. gilt die Unschuldsvermutung.

Jetzt neu: Täglich zur Mittagspause gibt's Nachrichten aus Österreich und rund um die Welt in der kurzen Video-Show "Heute am Punkt":

Die Chronik des Messer-Angriffs:

>>> Praterstern-Angreifer verübt Selbstmordversuch

>>> Faschiertes und Püree für den Praterstern-Stecher

>>> Wiener Amokläufer war bereits 2016 im Gefängnis

>>> Amokläufer in Wien erst kürzlich aus Haft entlassen

>>> Praterstern-Angreifer: Protokoll der Flucht

>>> Erstes Foto: Das ist der Praterstern-Angreifer

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(coi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • SockenRambo am 14.03.2018 13:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    biegen des Rechts

    Anwälte... das sind doch die, die dafür sorgen das sich Reiche und schwerst Kriminelle nicht ans Gesetz halten müssen!! Meiner Meinung nach sollte ein Anwalt Sorge tragen, das das Verfahren fair abläuft, und nicht durch 100 Sonderausnahmen und scheinheiligen Ausreden zum Vorteil von Mördern aufgeweicht wird!!!

    einklappen einklappen
  • Multi K. am 14.03.2018 14:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Anwältin

    Frau Wagner? Diese Person hat doch letztens erst den Fall im Ehrenmord abgegeben....Hoffentlich wird ihr der Stecher nicht auch zu "heiss"

  • Seppl am 14.03.2018 14:07 Report Diesen Beitrag melden

    Übersetzung

    Wie kann sie wissen was er mit "Teufel" meint? Soll mal lesen wer in welchem Glauben verteufelt wird.

Die neusten Leser-Kommentare

  • ThorMas am 15.03.2018 10:02 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Und wer bezahlt diese Staranwältin?

  • Michaela am 14.03.2018 18:59 Report Diesen Beitrag melden

    Zeitbombe

    Diese ständigen Ausreden und Schönreden dieser Anwälte ist einfach nur mehr zum K........Der ist und bleibt eine gefährliche , unintegrierbare Zeitbombe . Zuwanderer die das Volk nicht will .

  • Sue am 14.03.2018 17:42 Report Diesen Beitrag melden

    Wieder die...

    Wieso dachte ich sofort, dass die Wagner die Anwältin ist

  • Alexander am 14.03.2018 15:55 Report Diesen Beitrag melden

    Ungerecht

    Ich könnte mir die beiden Anwälte nicht leisten.

    • Penelope am 14.03.2018 18:01 Report Diesen Beitrag melden

      Pflichtverteidiger...

      ...zahlt eh der Staat. Das Problem ist eher dass sie um die geringe Entschädigung im Regelfall nicht als Pflichtverteidigerin arbeiten würde, das setzt entsprechende mediale Aufmerksamkeit voraus ;) Oh und ein Pflichtverteidiger wird nur gestellt wenn mehr als 3 Jahre Freiheitsstrafe angedroht sind, sonst kannst den Anwalt auch selbst zahlen...

    einklappen einklappen
  • Penelope am 14.03.2018 15:51 Report Diesen Beitrag melden

    Oh die schon wieder...

    ... diese Pseudo-Menschenrechtsschreierin wollte von meiner Jungfamilie 2500 Euro um einen fertig ausgearbeiteten (!) Revisionsrekurs an den OGH einzubringen (absolute Anwaltspflicht)... ein nicht minder bekannter "böser Rechter" Anwalt hat es dann um weniger als die Hälfte gemacht. Der Wagner geht es eh nur um Cash und Publicity.