Psychopathinnen-Sager

08. Februar 2018 04:00; Akt: 08.02.2018 12:53 Print

Star-Anwältin will die ORF "Vorstadtweiber" klagen

von Clemens Oistric - Das wird für Tumult in der noblen ORF-Vorstadt sorgen! Nachdem Anwältin Astrid Wagner im TV indirekt als „Psychopathin“ beflegelt wurde, wehrt sich die Juristin.

Anwältin Astrid Wagner  sie war Geliebte des Prostituiertenmörders Unterweger  ist im Clinch mit dem ORF. (Bild: heute.at/Sabine Hertel, ORF)

Anwältin Astrid Wagner sie war Geliebte des Prostituiertenmörders Unterweger ist im Clinch mit dem ORF. (Bild: heute.at/Sabine Hertel, ORF)

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Montagabend in Wien. Knapp 23 Minuten lang darf sich der Prosecco erwärmen. Dann schäumt der Vorstadt-Reiber auf. Auch die bekannte Juristin Astrid Wagner hat es sich auf der Couch bequem gemacht. Sie beantwortet am Handy noch einige Mails. Nebenbei läuft die ORF-Serie „Vorstadtweiber“ im Fernsehen. „Auf einmal zeigen die eine Anwaltsszene – da schauen Juristin zwangsläufig genauer hin“, erzählt Wagner.

Der "Psychopathinnen"-Sager

Plötzlich – und aus dem Nichts – der für sie schwer begreifliche Dialog. Anwalt Thomas Stipsits, der im TV nicht in allen Belangen die Unschuld von Juergen Maurer verteidigen will, fragten den Delinquenten: „Weißt du, wie ich mir manchmal vorkomme? Wie eine von diesen Psychopathinnen, die in den Unterweger verliebt waren.“ Maurer schießt giftig zurück „Ach, machst jetzt einen Serienmörder aus mir?“

Wagner: "Ich fordere Entschuldigung"

Auch Astrid Wagner, einstige Geliebte des Prostituierten-Killers Jack Unterweger, muss schlucken. Zur einstigen Liebelei steht Wagner. Zum "Wag-Narr" will sie sich dennoch nicht machen lassen: „Schon gar nicht vor 734.000 Zusehern. Ich habe die Romanze mit Jack in meinen Büchern ‚Verblendet‘ und ‚Aug in Aug mit dem Bösen‘ aufgearbeitet und dabei nichts beschönigt – aber so eine derbe Beschimpfung lass ich mir nicht bieten.“

Die Juristin fordert nun eine Entschuldigung der zuständigen TV-Direktorin Kathrin Zechner. „Sollte sie sich zieren, behalte ich mir rechtliche Schritte vor.“

Titelvorschlag für die nun drohende Episode: Vorstraf-Weiber …

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Werbung am 08.02.2018 06:43 Report Diesen Beitrag melden

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    Hauptsache in den Medien bleiben und natürlich brav das Buch in die Kamera halten... "Entgeltliche Einschaltung" ?

  • Franz Vordenker am 08.02.2018 04:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Witz

    Eine tolle Frau! Macht Kohle mit der Geschichte, aber ist gleich beleidigt, wenn es in einer Realsatire ausgeschlachtet wird. Mehr ist diese Sendung ja nicht!

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  • Eva-Maria am 08.02.2018 07:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Normal ist das wirklich nicht

    Ich würde mich in Grund und Boden schämen, wenn ich mich mit einem Frauenmörder eingelassen hätte. Was ist das für eine Anwältin ohne Unrechtsbewusstsein? Und die will noch Kohle mit ihrer Sexgeschichte machen. Unbegreiflich, dass man da noch in diesem Beruf arbeiten darf!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ulrike Jahrmann am 09.02.2018 00:45 Report Diesen Beitrag melden

    Frau

    Die Frau ist sich für nix zu schade, um ein bisschen PR abzustauben. Das beweist sie auch immer wieder mit der Auswahl ihrer Klienten. Ein gefundenes Fressen für jeden Psychiater ...

  • S.Oliver am 08.02.2018 21:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tja!

    Die Wahrheit tut manchmal eben weh. Obwohl es bei dieser aussichtslosen Klage wohl eher um Werbung für ein Fragwürdiges Buch geht. Wer liest den sowas?

  • Freud am 08.02.2018 21:06 Report Diesen Beitrag melden

    Bezeichnend

    Sie erkennt sich in der Aussage also wider?! Das sollte ihr eher zu denken geben. Er hat bezahlt und bekam dafür ihre Dienste. Andere die er für deren Dienste ebenfalls bezahlt hat, kamen nicht so gut davon. Dennoch ging sie mit ihm auf "Tuchfüllung", trotz des Wissens um die Gefahr. Diese mag sie vielleicht gereizt haben, es war allerdings mehr als leichtsinnig. Von daher darf sie sich nicht wundern, wenn derartige Bewertungen kommen.

    • Olga Auswien am 09.02.2018 14:29 Report Diesen Beitrag melden

      Niemals auf Tuchfühlung! ;-)

      Die liebe "Anwältin" kann sich eigentlich gar nicht angesprochen fühlen! Denn sie hatte nie eine Beziehung mit Unterweger - im klassischen Sinne. Sie hatte Kontakt mit ihm, war dabei aber niemals seine Anwältin - sondern hat sich ihm bloß angebiedert. Warum sie jetzt so ein Theater macht, hängt wohl eher damit zusammen, dass sich ihre "Schmöker" wohl nicht mehr sooo gut verkaufen...

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  • Olli am 08.02.2018 18:33 Report Diesen Beitrag melden

    Gerne im Mittelpunkt?

    Ich werde den Eindruck nicht los, dass diese Dame sich gerne selbst inszeniert. Freundschaft mit Unterweger, erotische - glaubt sie zumindest- Urlaubsfotos, die weder für ihren Berufsstand, noch für ihr reiferes Alter passen. Und nun eine künstliche Aufregung. Ihr Buch kaufe ich trotz offensichtlichen Bewerbungsversuch garantiert nicht.

  • Poo Doody am 08.02.2018 16:38 Report Diesen Beitrag melden

    Gesichert ist,

    dass diese Anwältin den Jack nur ein paar mal im Knast hinter Panzerglas gesehen hat. Daraus eine Romanze zu spinnen gelingt nur mit sehr viel weiblicher Phantasie. Die damalige Freundin vom Jack hieß Bianca. Und Jack U. war ein frauenhassender Knasthomo.

    • Olga AusWien am 09.02.2018 14:30 Report Diesen Beitrag melden

      Dank!

      Danke für dieses Kommentar! LG B.

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