VGT schlägt Alarm

15. März 2018 10:26; Akt: 15.03.2018 14:41 Print

So sehr leiden unsere Kälber im Ausland

Der VGT übt heftige Kritik am grausamen Export österreichischer Kälber. Der Tierschutz würde an der Grenze enden.

Achtung: Das Bildmaterial im Video könnte auf den Betrachter verstörend wirken. (YouTube/VGT Austria)
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In einem neu veröffentlichen Report des "Vereins gegen Tierfabriken" (VGT) und der Tierschutzorganisation Animals International wird aufgezeigt, was außerhalb Österreichs bzw. der EU mit heimischen Rindern passiert. So zeigt Bildmaterial, das im August 2017 aufgenommen wurde, das grausame Schicksal von Export-Kälbern: Das Ausbluten bei vollem Bewusstsein oder das Ausstechen der Augen zähle demnach zur üblichen Praxis.

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"Mit dem Export in ein anderes EU-Land gibt Österreich scheinbar die Verantwortung für den Schutz der Tiere ab", kritisiert der VGT am Donnerstag in einer entsprechenden Aussendung. Die Organisation habe den bestialischen Weg der hierzulande geborenen Rinder zur Schlachtung in die Türkei und andere Länder, in denen praktisch kein Tierschutzbewusstsein vorherrsche, verfolgt – mit einem traurigen Ergebnis.

Augen ausstechen als "übliche Praxis"

Demnach seien die Transport- und Schlachtbedingungen in der Türkei, Ägypten, dem Libanon und anderen Ländern des Nahen Ostens äußerst herzlos. "Geschlachtet wird nicht nur in Schlachthöfen, sondern auch auf offener Straße und in Hinterhöfen. Die Arbeiter besitzen meist keine Ausbildung im Umgang mit Tieren. Aus der Überforderung geht eine grausame Praxis hervor – das Ausstechen der Augen und Durchtrennen der Beinsehnen. In allen Fällen folgt das Ausbluten bei vollem Bewusstsein", berichtet Animals International.

Männliche Kälber seien unerwünschtes Nebenprodukt

Kühe geben wirtschaftlich gesehen nur genügend Milch, wenn sie jedes Jahr ein Kalb zur Welt bringen. Etwa 50 Prozent der geborenen Kälber sind allerdings männlich – "viel zu viele für Österreichs Landwirtschaft", heißt es zynisch. "Nach dem Motto Aus den Augen, aus dem Sinn, werden deshalb jährlich etwa 80.000 männliche, für die Milchwirtschaft nutzlose, Kälber ins europäische Ausland transportiert." Gemästet würden sie oft auf Beton-Vollspaltenböden. In vielen Fällen gehe es nach der Mast per LKW und Schiff weiter zur Schlachtung in den Libanon, nach Israel oder in die Türkei. In vielen Ländern außerhalb der EU gebe es praktisch kein Tierschutzbewusstsein und somit auch keinerlei Vorschriften in Bezug auf den Transport, den Umgang oder die Schlachtung der Tiere.

VGT fordert Konsequenzen

"Aufgrund der vielen Risiken beim Transport und der brutalen Behandlung der Tiere in vielen Zielländern fordert der VGT ein Stopp von Transporten über die Landesgrenzen hinaus", so Tobias Giesinger vom VGT.

Das Video "Das Schicksal der Milchkälber", mit Aufnahmen auch österreichischer Rinder, zeigt die Stationen der Tiere in Österreich, Italien, Kroatien, den Schiffstransport und Szenen aus Ländern des Nahen Ostens und der Türkei.

Der VGT hatte erst kürzlich mit Bild- und Videoaufnahmen eines heimischen Schweinestallts für Aufsehen gesorgt. Mehr dazu hier >>>
Tierquälerei in Schweinestall

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Brigitte G. am 15.03.2018 11:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alarm

    Zum Teufl mit den satistischen Typen.. arme Kälber die sich nicht wehren können. Einfach schrecklich.

  • Krista am 15.03.2018 11:50 Report Diesen Beitrag melden

    Gequälte Tiere

    Typisch für dieses Thema. Ein einziger Beitrag. In der heutigen Zeit wären solch grausamen Transporte überhaupt nicht nötig. Es gibt Kühlmöglichkeiten und es müsste auch endlich verboten werden, dass man lebende Tiere unter diesen grauenhaften Umständen überhaupt transportiert. Was haben diese armen Tiere verbrochen, dass sie so leiden müssen. Es ist eh schon grausam genug, dass man sie schlachtet. Noch dazu, wenn womöglich das Fleisch wieder importiert wird. Außerdem fordere ich ein absolutes Werbeverbot für dieses Stressfleisch.

  • Krista am 15.03.2018 12:29 Report Diesen Beitrag melden

    P.S.:

    Sorry. Hab erst jetzt nachgelesen, was HALAL bedeutet. Alle, die dieses Fleisch essen wollen, sollen gleich mit diesen grauenvollen Tiertransporten mitfahren.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Marina Scholze am 17.03.2018 16:59 Report Diesen Beitrag melden

    Frau

    Ich möchte etwas essentielles anmerken, es gibt kosmische Gesetze, eines davon ist: sei niemals GEGEN Etwas, sondern immer für Etwas, dann bekommst Du göttliche Unterstützung. Vielleicht ist es ja eine Überlegung wert, z.B. Verein FÜR die Abschaffung der Tiertransporte, oder Für die Abschaffung der Massentierhaltung. Sei immer FÜR etwas, dann geschieht Veränderung. Alles Liebe

  • teddyfan am 16.03.2018 01:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mieses Karma

    Ich wünsche denen die arme hilflose Tiere quälen und töten ein supermieses Karma. Ich seh mir ohne Ende Tierdokus an ( nicht das ganz grausliche ) dann kann ich mir immer wieder zu meiner Entscheidung Vegetarierin zu sein gratulieren. Nur Vegan habe ich leider nicht geschafft. :(

  • Chris am 15.03.2018 21:31 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    Wir Mensch werden früher oder später die Rechnung für diese Grausamkeiten bezahlen. Ich hoffe so brutal wie nur irgendwie möglich. Der Mensch ist das unnötigste das es gibt.

  • Hugo am 15.03.2018 18:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tierquälerei

    Die ur orgen weil diese Länder keine Kälber oder Kühe haben. Die eigenen Tiere würden sie nie so behandeln aber die aus den europäischen Ländern behandeln sie so. richtige tiernatzis

  • M.arion am 15.03.2018 17:30 Report Diesen Beitrag melden

    DAS ist wirklich

    schlimm, nicht, wenn eine Schnappschildkröte einen Welpen zu fressen bekommt