Lawinengefahr weiterhin hoch

04. Januar 2018 10:30; Akt: 04.01.2018 10:42 Print

Nach Sturm lacht am Wochenende die Sonne

Nach dem Wintersturm "Burglind" lockt am Wochenende in den Bergen wieder ausgezeichnetes Skiwetter. Im Flachland hingegen blockiert eine Nebelsuppe jeden Sonnenstrahl.

Klösterle am Arlberg, Vorarlberg  Ein Mann fährt Ski. (Bild: picturedesk.com)

Klösterle am Arlberg, Vorarlberg Ein Mann fährt Ski. (Bild: picturedesk.com)

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Nach dem Sturmtief "Burglind" und einer massiven Warmfront, stellt sich ab Freitag deutlich ruhigeres Wetter ein. Auf den Bergen gibt es sowohl am Samstag als auch am Sonntag trotz ein paar harmloser Wolkenfelder gutes Skiwetter. Die Temperaturen erinnern mit bis zu plus 4 Grad in 2.000 Meter allerdings weiterhin nur bedingt an den Winter.

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Deutlich weniger Sonne bekommt man hingegen in vielen Becken und Tälern sowie im Flachland: Dort hält sich zäher Nebel und Hochnebel und es kann nieseln. In der neuen Woche dürfte ein Adriatief wieder zunehmend unbeständiges Wetter bringen, vorerst bleibt es aber mild.

Am Freitag überwiegen im Bergland und nördlich davon oft die Wolken, vom Bodensee bis zur Rax sowie in Ober- und Niederösterreich muss man hin und wieder mit etwas Regen rechnen. Im Süden sowie ganz im Osten bleibt es hingegen weitgehend trocken, die Sonne zeigt sich aber auch hier nur vorübergehend. Ein paar Sonnenstrahlen sind am Nachmittag auch in Tirol Salzburg und der Obersteiermark möglich. Der anfangs im Donauraum und im Osten noch kräftige Westwind lässt tagsüber nach. Mit 3 bis 13 Grad bleibt es mild, wobei es im Wiener Becken am wärmsten wird.

Oben hui, unten pfui

Alle Sonnenliebhaber haben am Wochenende in den Niederungen oft schlechte Karten: "Sowohl am Samstag als auch am Sonntag halten sich in den Niederungen sowie in vielen Tälern zäher Nebel, Hochnebel oder tiefe Wolken", sagt UBIMET-Chefmeteorologe Manfred Spatzierer. "Die Sonne macht sich entsprechend rar, am Sonntag kann es bei mäßigem Ostwind stellenweise sogar nieseln." Im Süden stauen sich am Sonntag zudem dichte Wolken und in Osttirol und Oberkärnten ist bereits leichter Regen, oberhalb von rund 1.500 Meter leichter Schneefall möglich.

Der leichte Südföhn könnte allerdings in den typischen Südföhntälern von Vorarlberg bis in die nördliche Obersteiermark den Nebel zumindest kurzfristig vertreiben und so für ein paar sonnige Lichtblicke sorgen. In der südlichen Steiermark bringt zudem der Jauk ein paar Sonnenstunden. Die Temperaturen bleiben auch bei Dauergrau mit 3 bis 10 Grad sehr mild, mit mehr Sonne und Föhn sind vereinzelt sogar bis zu 14 Grad möglich.

Die Wintersportler auf den Pisten sollten Sonnenbrille und Sonnencreme parat haben: An beiden Tagen scheint oberhalb des Nebels zumindest zeitweise die Sonne. Ein paar Wolkenfelder stören höchstens vorübergehend. Dazu ist es leicht föhnig und mit minus 2 bis plus 4 Grad in 2.000 Meter und minus 7 bis minus 2 Grad in 3.000 Meter nach wie vor mild. Am wärmsten wird es dabei an beiden Tagen in den Gebirgsgruppen nördlich des Alpenhauptkamms. Entlang und südlich davon stauen sich am Sonntag mitunter bereits dichte Wolken samt ein wenig Schneefall, unterhalb von 1.500 Meter Regen. "Man sollte trotz des frischen Schnees im Hochgebirge unbedingt auf den gesicherten Pisten bleiben", rät Spatzierer. "Die Lawinengefahr ist nach wie vor hoch."

Neue Woche beginnt mild

Zu Beginn der neuen Woche nimmt aus heutiger Sicht der Tiefdruckeinfluss von Süden her allmählich zu, Details sind aber noch unklar. Ein Wintereinbruch bis in tiefe Lagen ist vorerst jedenfalls nicht in Sicht, auch wenn der Temperaturtrend im Wochenverlauf langsam nach unten zeigt.

(red)