Auf willhaben.at entdeckt

05. Februar 2018 08:35; Akt: 05.02.2018 11:53 Print

Wiener bei BMW-Kauf um 18.000 Euro betrogen

Die böse Überraschung, die der Wiener Harald Höglinger beim Kauf eines gebrauchten BMW 530 Xdrive erlebte, wird in die Kriminalgeschichte eingehen.

Pechvogel Harald Höglinger und sein BMW 530 Xdrive mit dem kriminellen Geheimnis (Bild: Daniel Schaler, privat)

Pechvogel Harald Höglinger und sein BMW 530 Xdrive mit dem kriminellen Geheimnis (Bild: Daniel Schaler, privat)

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Er wollte ein tolles Auto fahren – und ist eingefahren. Was öfter passiert. Aber die Art, wie, macht Harald Höglinger (47) zum wohl beispiellosen Opfer: Er zahlte drauf, weil er amtliche Dokumente für seriös hielt.

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Die wilde Story: Auf willhaben.at entdeckte der Wiener Schildermaler 2015 einen schmucken Kombi – und schlug zu. Um 18.000 Euro kaufte er privat von einem Oberösterreicher einen BMW 530 Xdrive, Baujahr 2010, tadellos in Schuss und bereits mehrfach in Österreich zugelassen. Immer problemlos, wie auch bei der Anmeldung in Wien.

Polizei überprüft Fahrgestellnummer

15 Monate lang hatte Höglinger Spaß am Steuer – bis er in Deutschland in eine Polizeikontrolle geriet. Als die Cops dort die Fahrgestellnummer überprüften, zogen sie den Wagen ein – denn die gehört zu einem BMW in der Schweiz.

Höglinger war fassungslos, zumal Ermittlungen ergaben: Sein Auto wurde einst als Neuwagen in Italien geleast, dann in Bulgarien gestohlen. Dort stanzten Ganoven dem BMW eine "Zwillingsnummer" ins Fahrgestell.

2011 tauchte der Wagen in Innsbruck auf, bekam eine Einzelgenehmigung und wurde mit den Dokumenten vier Mal verkauft – bis Pechvogel Höglinger ohne Geld und Auto dastand.

Happy End

Unterstützt von Anwalt Franz Scharf zog der Wiener vor Gericht – mit Happy End: Er bekam jetzt 15.000 Euro Schadenersatz zugesprochen, zu zahlen von einem Autohaus, über das einer der Verkäufe lief.

Der Wagen ist in der Interpol-Fahndung und wird nicht mehr zugelassen. Zulässig aber die Frage: Wieso fiel sein kriminelles Geheimnis in Österreich keinem Amt auf?

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Günther Prien am 05.02.2018 09:10 Report Diesen Beitrag melden

    Das schönste

    Leben hast einfach als Ostkrimineller !

  • Pat am 05.02.2018 09:47 Report Diesen Beitrag melden

    Glück gehabt

    Da hatte er aber Glück, wenn das Auto nur über private verkauft bzw gekauft worden wäre, hätte er wahrscheinlich durch die Finger geschaut!

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  • Fred von Jupiter am 05.02.2018 08:57 Report Diesen Beitrag melden

    Liebe Redaktion, DENKEN!!

    Wenn eine falsche FG-Nr. eingestanzt und die Fahrzeugpapiere (Typenschein) gefälscht werden, kann es den Behörden nicht auffallen. Die kennen nur die FG-Nr. des gestohlenen Autos, und kein Fahrzeug wird bei der Anmeldung kontrolliert, ob eh alle 21 Nummern rund ums Auto mit jener am Datenblatt ident sind. Da hätten schon eher die jeweiligen Käufer (Händler und Kunden) darauf achten müssen.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Krag am 05.02.2018 21:07 Report Diesen Beitrag melden

    Theoretisch 15000

    So ein Autohaus ist oft nur ein Autohaeusl. Wanns as nur aushoit, die 15.000 minus .

    • Harald Höglinger am 03.03.2018 17:40 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht Irren

      Da irrst du gewaltig das war ein Autohaus aus Steyr was unter anderen Luxusautos verkauft

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  • Erwin am 05.02.2018 18:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auto-Kauf

    Ich würde mir nie im Internet ein Auto kaufen!

    • Harald Höglinger am 03.03.2018 17:42 Report Diesen Beitrag melden

      Falsch

      Selbst wenn du beim Händler kaufst kann das passieren einfach den Artikel lesen dort steht auch das es von Autohaus verkauft wurde du bist nur sicher beim Neuwagenkauf ein Tip der Fahndung DE lg

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  • Tanja am 05.02.2018 15:59 Report Diesen Beitrag melden

    warum er nicht auffiel?!

    In meinen 30 aktiven Fahr-Jahren hatte ich zwei Kontrollen. Was auch gut so ist - wer anständig fährt sollte auch in Ruhe gelassen werden.

    • krag am 05.02.2018 21:14 Report Diesen Beitrag melden

      Bromil?

      Kamen nach der 2.Kontrolle die passiven Fahrjahre?

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  • azzurrogirl am 05.02.2018 12:02 Report Diesen Beitrag melden

    Vertippt

    Bei mir hat sich die Werkstatt um eine Zahl vom Kennzeichen auf dem "Pickerl" vertippt. Ist auch erst einem Polizisten bei einer Kontrolle aufgefallen. Mit dem Versprechen, am nächsten Tag in die Werkstatt zu fahren, musste ich keine Strafe zahlen. Ehrlich gesagt, wer schaut den auf so was?

    • senfdazugeber am 06.02.2018 15:27 Report Diesen Beitrag melden

      fehlende Stanzung

      ich hatte auch schon mal das vergnügen, dass bei meinem Neuwagen das Autokennzeichen gar nicht eingestanzt wurde u. nach fast 3 Jahren ist es einer Kontrolle aufgefallen.

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  • homer76 am 05.02.2018 11:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Diebstahl

    Das funktioniert so. Wagen A wird gestohlen. Dann sucht man sich ein gleiches Fahrzeug B das offizielle in Deutschland angemeldet ist. Von dem kopiert man die Fahrgestellnummer und fälscht das Datenblatt. Somit hat man ein Fahrzeug C. Dieses meldet man nun in Österreich an. Da Fahrzeug B nicht gestohlen ist fällt das nicht auf, da die Zulassungsbehörden nicht Länder weit vernetzt sind. Wird er in Deutschland aufgehalten und die Pol gibt die Fahrgestellnummer ein steht in deren Computer der Wagen müsste D Kennzeichen haben, fährt aber mit Ö Tafeln. Und das wars dann.