Strafprozess fix!

22. Februar 2018 10:03; Akt: 22.02.2018 12:26 Print

Bootsdrama: Simulation soll Manager überführen

Nach dem tödlichen Bootsunfall auf dem Wörthersee muss sich der Promi-Manager nun vor Gericht verantworten. Beim Prozess im Frühjahr drohen 3 Jahre Haft.

Bildcredit: BFKDO Klagenfurt-Land (Bild: Feuerwehr )

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Der Krimi um einen tödlichen Motorboot-Unfall vergangenen Juni beschäftigt Ende April oder Anfang Mai die Justiz: Wie das Landesgericht Klagenfurt Donnerstagvormittag bekannt gab, muss sich ein prominenter Manager aus Niederösterreich wegen grob fahrlässiger Tötung und Gefährdung der körperlichen Sicherheit verantworten. Dem Schiffsführer, der bei der Tragödie ebenso an Bord war und dem Promi das Steuer überlassen haben soll, wird von der Staatsanwaltschaft fahrlässige Tötung durch Unterlassen angelastet.

Messfahrten für PC-Animation

Richter Matthias Polak wird den Strafprozess leiten. Im Beweisverfahren werden Experten-Dossiers von sechs (!) gerichtlich bestellten Sachverständigen-Gutachtern erörtert werden. Die Justiz scheute keine Mühen im Ermittlungsverfahren: Auf dem Wörthersee wurden mehrere Messfahrten unternommen – um den dramatischen Hergang mittels komplexer Computeranimation darstellen zu können.

Manager droht Haftstrafe

Das Verfahren soll vier Tage in Anspruch nehmen. Dem Beschuldigten drohen im Falle einer Verurteilung im Sinne der Anklage bis zu drei Jahre Gefängnis. Geringer naturgemäß das Strafmaß für den Bootsführer – das Strafgesetzbuch sieht für ihn eine Maximal-Buße von einem Jahr Haft oder eine Geldstrafe (bis zu 720 Tagsätze) vor. Für die beiden Verdächtigen gilt die Unschuldsvermutung.

Lesen Sie mehr:
Wörthersee-Unfall: Opfer wurde Kopf zertrümmert >>

Tod im Wörthersee: Familie bekommt Rechnung >>


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(coi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Antonia am 22.02.2018 11:09 Report Diesen Beitrag melden

    Diskretion

    Es gab vor 8 Monaten die Vermutung, dass die Sache vertuscht werden sollte, da es sich bei Richard G. (Ex-ORF NÖ), der mit dem Boot von Martin R. (Honorarkonsul von M.) mit >1 Promille rückwärts gefahren sein soll und so Ing. Manfred S. (Bauunternehmer) getroffen haben soll, um einen guten Freund von Erwin P. gehandelt haben soll.

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  • Luzifer van der Hölle Wiens am 22.02.2018 12:59 Report Diesen Beitrag melden

    Nur 1 oder maximal 3 Jahre

    für einen Toten ??? Weil der oder die Verursacher in einer ehemals grossen Partei bzw dessen Vorgfeldorganisationen war bzw ist, wird auch hier wieder einmal viel versucht, um einem Täter ein gerechtes Urteil zu ersparen. Wie hart würde man wohl einen blauen Täter bestrafen wollen ??? SO manch Mitangeklagter im Lucona-Prozess ist heute sogar noch politisch bestens bezahlt aktiv ....

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Luzifer van der Hölle Wiens am 22.02.2018 12:59 Report Diesen Beitrag melden

    Nur 1 oder maximal 3 Jahre

    für einen Toten ??? Weil der oder die Verursacher in einer ehemals grossen Partei bzw dessen Vorgfeldorganisationen war bzw ist, wird auch hier wieder einmal viel versucht, um einem Täter ein gerechtes Urteil zu ersparen. Wie hart würde man wohl einen blauen Täter bestrafen wollen ??? SO manch Mitangeklagter im Lucona-Prozess ist heute sogar noch politisch bestens bezahlt aktiv ....

  • Antonia am 22.02.2018 11:09 Report Diesen Beitrag melden

    Diskretion

    Es gab vor 8 Monaten die Vermutung, dass die Sache vertuscht werden sollte, da es sich bei Richard G. (Ex-ORF NÖ), der mit dem Boot von Martin R. (Honorarkonsul von M.) mit >1 Promille rückwärts gefahren sein soll und so Ing. Manfred S. (Bauunternehmer) getroffen haben soll, um einen guten Freund von Erwin P. gehandelt haben soll.

    • Bad Santa am 17.04.2018 15:13 Report Diesen Beitrag melden

      Nur meine 2 Cent

      Solche 'Vermutungen' sind natürlich allen bekannt, man einigt sich lediglich auf die gemeinsame 'Inszenierung', so wie im Fall des 'unschuldigen' Grasser.

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