13. September 2010 11:01; Akt: 11.11.2012 16:43 Print

6700 Soldaten im Einsatz: Start zu Bundesheer-Großübung

Das Waldviertel ist ab heute Schauplatz der größten Bundesheerübung in diesem Jahr. Bis 24. September werden im Rahmen der "EURAD10" (European Advance) rund 6700 Soldaten aus mehreren europäischen Staaten teilnehmen. Ziel der Übung ist die Vorbereitung der Einsatzkräfte auf Aufgaben im Rahmen des Internationalen Krisenmanagements.

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Geübt wird vorwiegend am Truppenübungsplatz in Allentsteig (Bezirk Zwettl) und in der Umgebung von Horn, aber auch der ABC-Abwehr- und Katastrophenhilfeübungsplatz "Tritolwerk" bei Theresienfeld in Wiener Neustadt wird Schauplatz einiger Manöver. Unter den Soldaten sind etwa 480 aus Deutschland, Frankreich, Italien, Irland, der Schweiz, Slowenien, Serbien und Montenegro.

Neues Anforderungsprofil

Wie das Bundesheer erläuterte, habe sich seit dem Ende des Kalten Kriegs die Bedrohungslage geändert. Gefahren würden keine Grenzen mehr kennen und seien von einem Staat allein nicht mehr zu bewältigen. Neben Schutz und Hilfe im Inland stellt "European Advance" deshalb die Krisenmanagementoperation unter EU-Führung in den Vordergrund.

Es geht u.a. um die Bekämpfung von internationalem Terrorismus und organisierter Kriminalität. Auch Risiken der Energiesicherheit und des Klimawandels (Naturkatastrophen) sowie das Thema "Cyber-Security" stehen im Vordergrund. Gemeinsame Einsätze erfordert auch gemeinsame Übungen, so das Bundesheer.


4,5 Millionen Euro

Die Kosten der multinationalen Übung wurden mit 4,5 Mio. Euro beziffert, die aus dem für die Ausbildung vorgesehenen Budget eingesetzt werden. Im Rahmen der Übung sind zwei Besuchstage angesetzt: am 21. September im Tritolwerk in Wiener Neustadt und tags darauf in Allentsteig.

APA/red.