Planung hat begonnen

17. Februar 2017 03:11; Akt: 25.03.2017 03:41 Print

Erstes Gefängnis in Österreich baut Moschee für Jugendliche

Mittlerweile sind 50 Prozent der Häftlinge in der Jugendjustizanstalt Gerasdorf (NÖ) Moslems. Die als äußerst sozial bekannte Anstaltsleiter Margitta Essenther plant daher den Bau einer Moschee.

 (Bild: Daniel Schaler / Fotolia (Symbolfoto))

(Bild: Daniel Schaler / Fotolia (Symbolfoto))

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Im bundesweit einzigen Jugend- Häf’n sitzen über 80 Mörder, Räuber, Vergewaltiger und Einbrecher aus 14 Nationen – Afghanen, Tschetschenen, Türken, Nordafrikaner. 50 % der Insassen sind muslimischen Glaubens, 40 % Christen. Eine eigene Anstaltskirche gibt es – für Muslime jedoch nur einen Mehrzweckraum, in dem gebetet wird. Das soll sich jetzt ändern – eine "Moschee" (Anm: ohne Minarett, aber erstmals ein komplett ausgestatteter muslimischer Gebetsraum, wertig wie die Anstaltskirche) soll her.

"Wir sind mitten in der Planung, und nach den derzeitigen Entwürfen kommt er in den Neubau. Geplanter Baubeginn ist Anfang 2018, die Fertigstellung ist für Frühjahr 2019 angedacht", sagt Leiterin Margitta Essenther- Neuberger zu "Heute". Probleme oder gar eine wachsende Radikalisierung sieht die Häf’n-Mama nicht: "Mein Stellvertreter Thomas Binder ist auch Verbindungsmann zum Landesverfassungsschutz. Er kennt alle versteckten und bedenklichen IS-Zeichen und Symbole." Aktuell sitzen drei Teenager mit dem sogenannten "Terror- Paragraphen" in Gerasdorf, Höchststand war sechs (kurz vor Weihnachten).