Niederösterreich

17. Mai 2018 09:00; Akt: 17.05.2018 10:57 Print

AMS-Geld gesperrt: Junger Vater drohte Mitarbeiter

Wegen gefährlicher Drohung musste ein Familienvater jetzt in Wr. Neustadt auf die Anklagebank. Das AMS hatte ihm sechs Wochen das Arbeitslosengeld gesperrt.

Der Angeklagte in Neustadt vor Gericht. (Bild: privat)

Der Angeklagte in Neustadt vor Gericht. (Bild: privat)

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Kinder, Ehefrau, Spielschulden und dann am AMS gesperrt – da soll einem rund 30-Jährigen aus dem südlichen NÖ der Kragen geplatzt sein.

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Rückblick: Im Vorjahr hatte der Mann eine Stelle bekommen, war den Job aber noch vor Ablauf der Eingliederungshilfe (Anm.: AMS gewährt bei Langzeitarbeitslosen Zuschuss zu Lohnkosten) los.
Einen anderen Job (als Zusteller bei der Post), wo ausdrücklich eine schriftliche Bewerbung verlangt worden war, bekam er nicht, weil er lediglich anrief. In der Folge bekam er sechs und dann vier Wochen kein Arbeitslosengeld.

"Pappn eindreschen"

Darauf soll er einem AMS-Betreuer gedroht haben, dass er „ihm de Pappn eindresche“. Auch für den Chef und den gesamten AMS-Apparat hatte er laut Anklage einige „nette“ Worte parat.
Vor Gericht in Wr. Neustadt fühlte sich der Familenvater vom Arbeitsmarktservice und den letzten Arbeitgebern ungerecht behandelt.

Ob er das bei der letzten Verhandlung auferlegte Anti-Gewalt-Training gemacht hat, wollte der Richter wissen. „Nein, ich hatte keine Zeit und will nicht mit lauter aggressiven Menschen herumsitzen“, antwortete der Angeklagte. Der Richter beauftragte jetzt einen psychiatrischen Gutachter, der Prozess wurde daher auf unbestimmte Zeit vertagt – es gilt die Unschuldsvermutung.

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(Lie)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ich+Du am 17.05.2018 09:53 Report Diesen Beitrag melden

    Ich+Du

    Aber Markenkleidung tragen/kann er sich leisten.

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  • zimbo am 17.05.2018 09:44 Report Diesen Beitrag melden

    ein Bild sagt mehr

    als tausend Worte.

  • No-Joker am 17.05.2018 10:33 Report Diesen Beitrag melden

    ausgespielt vom eigenen Leben

    Spielschulden, aber kein Geld für die Kinder.....da muss dann schon der Steuerzahler für die Spielerei des Herren aufkommen.....ich kann nur immer den Kopf schütteln wenn ich die Leute sehe, die da in diesen ganzen Automaten- und Wettbuden herumhängen und auf den großen Gewinn hoffen.....mir fehlt für so was die Zeit, weil ich in drei Jobs arbeiten muss um halbwegs gut Leben zu können.....aber Hauptsache hinsetzen, sich nicht bemühen und Forderungen stellen

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Julia am 17.05.2018 20:00 Report Diesen Beitrag melden

    Ams

    Was kann der Betreuer dafür, dass er sein Leben nicht in Griff bekommt. Der Mann geht jeden Tag normal arbeiten und dann wird er bedroht von dem weil er ihm 2 Jobs gefunden hat, also geholfen hat. Dem gehört das Ams Geld für immer gesperrt, verdient hat der eh nie soviel, dass er soviel eingezahlt hat um jetzt was zu bekommen. Kindergeld auch gleich streichen, ausser er kann nachweisen, dass dafür Sachen für die Kinder gekauft werden und nicht er damit spielen geht. So schnell kann man gar nicht schauen, wie schnell der arbeiten würd. Unglaublich sowas.

  • Avanti Popolo am 17.05.2018 19:39 Report Diesen Beitrag melden

    BGE statt AMS!

    solange das AMS die Arbeitslosen in jedes nächstbeste Beschäftigungsverhältnis zwingen kann, können die Arbeitnehmer s nicht auf Augenhöhe mit den Arbeit"geber" (was für eine Verhöhnung der Werktätigen die Begriffe "Arbeitgeber" und "-nehmer" doch sind) verhandeln. Da haben die abgeschmierten Gewerkschaftsbonzen genauso versagt wie die SPÖ. Gäbe es die AMS-Sanktionen nicht, hätten wir auch ordentliche Löhne und ein höheres Steueraufkommen wegen mehr Lst-Zahler, weniger Ausgaben für Soziales, doch dann hätten die Rechten und Neoliberalen ein Feindbild weniger: den Sozialleistungsempfänger.

  • Ich am 17.05.2018 18:20 Report Diesen Beitrag melden

    AMS

    Kein Wunder!Manche AMS Mitarbeiter sind schon sehr unfreundlich und bwhandeln manche von ober herab!Leider!

    • Nina am 17.05.2018 20:04 Report Diesen Beitrag melden

      Ams

      Hab ich so nicht erlebt, ich glaub wie man in den Eald ruft so kommts zurück. Nach 15 Jahren durchgehender Arbeit - ams - waren sehr nett und haben mich zu nichts gezwungen. Habe innerhalb von kürzester Zeit wieder einen Job gefunden. Man muss nur den Willen zeigen, dass man arbeiten will, dann sinds dort auch ganz normal. Aber vielleicht hatte ich such nur Glück.?

    • Martina am 18.05.2018 10:11 Report Diesen Beitrag melden

      man muss keinen bedrohen

      also bitte, ams Berater können nett und böse sein, es gibt alles, ich habe die nette version kennen gelernt als ich arbeitslos war, und mal ehrlich bedrohen muss man keinen. Man geht sich beschweren und bekommt einen anderen ams bearater, das wissen die meisten glaube ich nicht. Sonst wäre das hier nicht passiert.

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  • Sorgenblume am 17.05.2018 17:40 Report Diesen Beitrag melden

    Verantwortung?????

    Ein Familienvater!!!!, arbeitslos und Spielschulden.... und der Meinung sein, der Steuerzahler müsse für alles aufkommen. Was ist das für ein Mensch?????

  • Josef am 17.05.2018 17:15 Report Diesen Beitrag melden

    Mann muss für sein Geld was tun

    Hatte sicher einen Grund warum er gesperrt wurde hab kein Mitleid. Ich glaube wir haben grössere Probleme in Österreich ........