Wien-Schwechat

30. Juni 2017 12:34; Akt: 30.06.2017 13:47 Print

Abschiebung: Mann biss und prügelte 3 Polizisten

Es waren heikle Szenen auf der Fahrt von Salzburg nach Schwechat, am Airport eskalierte die Situation: Drei Polizisten wurden verletzt, der Mann verhaftet.

Anwalt Florian Höllwarth und der Gewalttäter. (Bild: zVg)

Anwalt Florian Höllwarth und der Gewalttäter. (Bild: zVg)

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Seinen Aufenthalt in Österreich hat ein Nigerianer (39) mit Gewalt verlängert. Nun sitzt er in der Justizanstalt in Korneuburg in Haft. Am Weg zu einer Abschiebung am 5. Juni von Salzburg nach Wien-Schwechat (der 39-Jährige sollte nach Lagos) war die Polizei in Alarmbereitschaft, der Mann galt schon im Vorfeld als problematisch.

Am Airport dann kam es zum Eklat: Der bullige Afrikaner biss, schlug und trat um sich. Bilanz: eine Salzburger Beamtin wurde an Schulter und Knie verletzt, ein Polizist erlitt Bisswunden und ein Exekutivbeamter aus Salzburg erlitt eine schmerzhafte Lendenwirbelsäulen-Prellung.

Geschickter Anwalt

Jetzt musste sich der Afrikaner in Korneuburg vor Gericht verantworten. Ein Zeuge will gesehen haben, dass der Afrikaner beim Abschiebevorgang verwirrt gewirkt hatte. Und da hakte Anwalt Florian Höllwarth ein. Der geschickte Verteidiger erwirkte somit eine Trennung von Körperverletzung und Widerstandes gegen die Staatsgewalt.

Für den Widerstand wird nun extra ein psychiatrisches Gutachten eingeholt, für die Körperverletzung fasste der Nigerianer zwölf Monate teilbedingt aus - davon neun Monate Haft auf Bewährung, drei Monate muss der Mann absitzen.

(Lie)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • pepi am 30.06.2017 13:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abschiebung

    Der Anwalt wird wahrscheinlich sehr gut bezahlt und arbeitet damit gegen Österreich !! Danke

  • Angel66 am 30.06.2017 13:58 Report Diesen Beitrag melden

    Das würde mich brennend interessieren!!

    Und wer bezahlt diesen Anwalt?...wer arbeitet da gegen österreichisches Recht und Schutz der Österreicher (auch den Schutz der Exekutivbeamten)?????

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  • mona am 30.06.2017 13:58 Report Diesen Beitrag melden

    ein Zeuge (und hoffentlich kein Gaffer)

    Wie konnte der Zeuge denn bitte die geistige Verwirrung erkennen, der Mann hat ja brutal Widerstand geleistet, in unseren Breiten kommen Bisse nicht so oft vor, Beißen und Spucken kommt jetzt öfter vor, einer deutschen Polizistin wurde fast ein Finger abgebissen. Eventuell hat der Zeuge noch nie so etwas gesehen und verwechselte pure Gewalt mit Verwirrtheit. Die Justiz ist viel zu leichtgläubig, da braucht einer nur ausrasten, schon hat er Narrenfreiheit. Was ich von dem Anwalt halte möchte ich hier nicht explizit darlegen. Er macht seinen Job, so weit so unschön.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • na dann am 11.07.2017 09:44 Report Diesen Beitrag melden

    sskm...

    galt als problematisch - und wurde trotzdem nicht gefesselt und mit einem beisskorb versehen ? nicht böse sein, werte beamten - aber ihr seids schön blöd !

  • Pferdetaxi am 02.07.2017 10:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Anwalt der was kann halt!

    Es stellt sich die Frage, wer diesen Anwalt bezahlt? Eine zweite Frage stellt sich natürlich auch - warum werden zig tausende Euros für Vergandlung, Gutachter, Gefängnis ausgegeben - anstatt den Herrn trotz Allem in den Flieger zu setzen? Die österreichische Justiz ist nicht mehr ernst zu nehmen, denn wenn tatsächlich eine geistige Krankheit festgestellt wird, dann wird uns der Herr sicher länger auf Steuerkosten zur Last fallen.

  • vojti am 01.07.2017 06:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Beißkorb

    Beißkorb und Spuckhaube Einführung Befürworter

  • M.Bison am 01.07.2017 00:13 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    Da fällt einem gar nichts mehr dazu ein! Man denkt sich halt seinen Teil und macht sich einen eigenen Reim darauf!

  • krag j am 30.06.2017 22:16 Report Diesen Beitrag melden

    Bewährungsstrafe

    ein schlechter Witz. Es wurde beschieden, dass er abgeschoben wird, aber laut Urteil soll er sich jetzt neun Monate in Österreich bewähren.