Niederösterreich

29. Januar 2018 06:20; Akt: 28.01.2018 17:45 Print

Arztfehler: Mutter lag nach Geburt 2 Monate im Koma

Nach einem unfassbaren Leidensweg wegen Komplikationen bei einer Geburt soll eine 26-Jährige jetzt mit 7.000 € abgespeist werden.

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60 Tage im Koma, drei Monate im Spital, mehrere Organversagen – Enesa Z. aus NÖ rang nach einem Aufklärungsfehler durch ihren Arzt mit dem Tod. Jetzt soll sie mit nur 7.000 € von der Haftpflichtversicherung des Mediziners entschädigt werden.

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7.000 Euro Schmerzensgeld für Mutter (26) - was halten Sie davon?
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Vor gut zwei Jahren hatte der Gynäkologe zuerst fälschlicherweise eine Eileiterschwangerschaft diagnostiziert, die werdende Mutter verzieh ihm diesen Fehler. Nach einigen Problemen in der Schwangerschaft hatte sie im Jänner 2016 rasende Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit. Ihr Partner Elvis S. brachte die 26-Jährige zum Mediziner, doch dieser schickte sie heim anstatt den Notruf zu wählen, dort kippte sie um.

Notkaiserschnitt in 31. Woche

Elvis S. schnappte die gebürtige Holländerin, raste mit ihr ins Spital Hainburg, mit einem kurzzeitigen Blutdruck von 280/200 mmHg wurde sie per Notarzt-Hubschrauber nach Mistelbach geflogen. Im Mistelbacher Klinikum wurde dann in der 31. Schwangerschaftswoche per Notkaiserschnitt entbunden. Anschließend wurde Enesa Z. samt Söhnchen ins Uni-Klinikum St. Pölten überstellt, lag zwei Monate im Koma, wurde am Kopf operiert (sie hatte Krämpfe im Hirn), hatte Lungen-, Leber-, und Nierenversagen. Emir kam auf die Frühchenstation in St. Pölten, wurde immer wieder auf die Intensiv zur Mama gelegt.

7.000 Euro Schmerzensgeld

Und tatsächlich: Nach 60 Tagen erwachte Enesa aus dem Tiefschlaf. "Die St. Pöltener Ärzte waren toll. Ich bekam während meines Tiefschlafes eine spezielle Musiktherapie, gemeinsam
mit meinen Sohn", so die Mutter dankbar. Heute geht es Emir gut, Enesa Z. leidet unter Spätfolgen. Die Haftpflichtversicherung des Mediziners will sie jetzt mit 7.000 € abspeisen.

Patientenanwalt Gerald Bachinger kämpft für die Mutter und sagt: "Es war ein deutlicher Aufklärungsfehler ihres Arztes, daher ein Behandlungsfehler. Sie aber mit einem Butterbrot abzuspeisen und ihre schwächere Position auszunützen ist verwerflich."

J. Lielacher

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Elisabeth52 am 29.01.2018 07:51 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Wie würdest du darüber denken wenn das deiner Frau passiert wäre ?? 2 Monate Komma dürftest du überlesen haben, und wenn du ein wenig nachdenken und Sinnesgemäß lesen würdest müßtest du sehen das sich die VERSICHERUNG von der Schadensgutmachung drücken möchte und nicht der Arzt !!

  • Mike am 29.01.2018 07:41 Report Diesen Beitrag melden

    Die Arme ...

    Soweit ich mitbekommen habe geht es da um die Zürich Versicherung die sich quer legt. War vor kurzem im ORF

  • trap am 29.01.2018 08:57 Report Diesen Beitrag melden

    Ursache?

    Mich würde mal interessieren was die Frau dann tatsächlich hatte. Ich kann das aus den Texten nicht erkennen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Das omen am 29.01.2018 13:50 Report Diesen Beitrag melden

    anderer umgang

    ohne irgend jemand eine schuld zu zuweisen will ich hier einmal etwas feststellen. es passieren fehler überall... deswegen solle es einen anderen umgang im gesundheitswesen damit geben. es muss dazu eine ombudsstelle in das leben gerufen werden die unabhängig ist und sich dieser fälle annimmt. diese stelle sollte alle rechte erhalten den menschen zu helfen und ohne wenn oder aber die opfer nach einer festgelegten liste zu entschädigen. es gibt nichts schlimmeres für diese opfer dann noch gerichtsverfahren durch zu stehen.... ist besser für arzt und patienten...

  • dr. k.l. am 29.01.2018 13:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    zu wenig schadenersatz

    wir alle zusammen kennen den genauen fallverlauf nicht. daher können wir uns, vor allen die nichtfachmediziner, kein bild machen. lassen wir den fall den fachkompetenten. kann ich mir vorstellen, dass die familie teilschuldig ist oder etwas ähnliches. kein urteil ohne komplettwissen.

    • Maier am 29.01.2018 16:05 Report Diesen Beitrag melden

      Zu wenig ?

      Es geht nur darum Hat der Arzt mitschuld. Zahlt die Versicherung aus Kulanz . Wenn der Arzt mitschuld hat ist die Summe viel zu niedrig.

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  • trap am 29.01.2018 08:57 Report Diesen Beitrag melden

    Ursache?

    Mich würde mal interessieren was die Frau dann tatsächlich hatte. Ich kann das aus den Texten nicht erkennen.

    • Resi Hammerer am 29.01.2018 10:11 Report Diesen Beitrag melden

      Ursache ?

      @trap, wer lesen kann ist klar im vorteil / Eileiterschwangerschaft !!

    • me18 am 29.01.2018 10:43 Report Diesen Beitrag melden

      Selbst keine Ahnung, aber stenkern...

      Aber das war zu Beginn der Schwangerschaft, eine Eileiterschwangerschaft muss wegen Lebensgefahr frühzeitig abgebrochen werden. Die Ursache der gesundheitlichen Probleme die zu diesen Umständen geführt haben, sind hier nicht angeführt. Wer Ahnung hat ist auch klar im Vorteil meine Liebe!

    • Resi Hammerer am 29.01.2018 13:47 Report Diesen Beitrag melden

      Selbst keine Ahnung......

      @me18, wie ich schon schrieb, wer lesen kann ist klar im vorteil !! Es dürfte dir entgangen sein das ich auf eine Frage von "@trap," kurz geantwortet habe Frau gescheit !! vorher besser lesen , nachdenken und nacher Stänkern Also auf deine Ahnung kannst du dich nicht berufen denn du hast keine meine Liebe !!

    • me18 am 30.01.2018 09:58 Report Diesen Beitrag melden

      Unfassbar

      Du kannst anscheinend nicht sinnerfassend lesen!! Die Eileiterschwangerschaft war eine Fehldiagnose!!! ...und solche Leute dürfen wählen gehen.....

    • elisabeth52 am 30.01.2018 10:44 Report Diesen Beitrag melden

      me18 /Unfassbar

      @me18, 31 Schwangerschaftswoche ist nicht am anfang einer Schwangerschaft !! Also ich weiß nicht wer hier keine Ahnung hat meine Liebe ! Die Eileterschwangerschaft war eine Fehldiagnose aber die Reale Schwangerschaft nicht und jetzt nach 2 Jahren wird mit der Versicherung gestritten sollte dir supergescheiten Frau das nicht aufgefallen sein ??

    • me18 am 30.01.2018 12:29 Report Diesen Beitrag melden

      Ohne Worte....

      Nochmals zum mitdenken: Zitat trap "Mich würde mal interessieren was die Frau dann tatsächlich hatte." Antwort von Resi: "@trap, wer lesen kann ist klar im vorteil / Eileiterschwangerschaft !! DAS IST EINE FALSCHE ANTWORT, nicht mehr und nicht weniger habe ich behauptet! Pffff.....

    • rosalinde huber am 30.01.2018 18:27 Report Diesen Beitrag melden

      me18 / Ohne Worte...

      Wieso regst du dich so auf ? Es war wie man sieht eine Risikoschwangerschaft egal wieso warum oder deshalb das ist kein Grund anderen Usern Unwissenheit zu unterstellen Unwissend bist wahrscheinlich du

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  • j.l. am 29.01.2018 08:36 Report Diesen Beitrag melden

    ein arzt und lebensretter

    ist auch nur ein mensch. ich worde mir nie einfallem lassen einen arzt zu verklagen und finde es eine bodenlose frechheit. ärzte retten leben und fehler passieren leider. gute besserung und viel glück aber ärzte verklagen ist net meins.

    • lavamba am 29.01.2018 08:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @j.l.

      wenn es um einen selber geht sieht man die Dinge oft anders.

    • j.l. am 29.01.2018 08:57 Report Diesen Beitrag melden

      also ich eigentlich nicht

      hätte auch schon abkassieren können aber für was ich bin dankbar für jeden der medizin studiert und mir dann eventuell helfen kann.

    • Susi am 29.01.2018 09:44 Report Diesen Beitrag melden

      Arzt lebensretter

      Vorsichtig! Ist nicht alles so rosig . Manchmal zweifle ich obmanche Ärzte wirklich Ärzte sind. Bin selbebs in KH tätig

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  • Elisabeth52 am 29.01.2018 07:51 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Wie würdest du darüber denken wenn das deiner Frau passiert wäre ?? 2 Monate Komma dürftest du überlesen haben, und wenn du ein wenig nachdenken und Sinnesgemäß lesen würdest müßtest du sehen das sich die VERSICHERUNG von der Schadensgutmachung drücken möchte und nicht der Arzt !!