NÖ/Wien

07. August 2018 06:30; Akt: 07.08.2018 08:13 Print

Badner Bahn: Security soll Frau nicht geholfen haben

Schwere Vorwürfe eines Fahrgastes (49) gegen einen Security in der Badner Bahn: Der Sicherheitsmann soll einer alten Frau nicht geholfen haben. "Stimmt nicht", sagt die Sicherheitsfirma.

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Am Weg nach Hause stieg Jürgen S. (49) in die Badner Bahn in Neu Guntramsdorf (Mödling) ein, bemerkte eine betagte Frau, die offenbar unter der Hitze litt und Angst vor lauten Jugendlichen hatte. „Sie war in einem schlechten Zustand, also wandten sich Passagiere an den Sicherheitsmann“, so der 49-jährige Fahrgast.

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Doch die Reaktion des Securitys war für den 49-jährigen Angestellten untragbar: „Es war ihm völlig egal. So quasi: Soll Sie halt verrecken, die Alte.“ Jürgen S. ließ sich die Dienstnummer des Sicherheitsmannes geben und meldete unverzüglich den Vorfall, schrieb auch eine Beschwerdemail an die Badner Bahn. Jürgen S. unterstreicht: „Aber mit den Jugendlichen im Zug hat sich der Sicherheitsmann unterhalten, da dürfte er einen gekannt haben. Der Umgang mit der Seniorin war verächtlich und absolut unwürdig."

Badner Bahn: "Stimmt nicht"

Bei der Badner Bahn zeigte man sich betroffen und bemüht den Fall zu klären: „Der vorliegende Fall wurde von unserem Sicherheitsdienst detailliert durch Befragung der an diesem Tag eingesetzten Sicherheitsbegleiter abgeklärt. Diese Abklärung deckt sich in keiner Weise mit den subjektiven Wahrnehmungen des Beschwerdeführers, von dem uns ein Email vorliegt. Der Beschwerdeführer berichtet über eine ältere Dame, die nach seinem Empfinden von anderen Fahrgästen belästigt wurde, sowie von einem angeblichen Fehlverhalten des Sicherheitsdienstes. Mit dieser Darstellung konfrontiert, schildert uns die Sicherheitsfirma glaubhaft einen gänzlich anderen Hergang der Ereignisse. Hervorzuheben ist dabei, dass die Sicherheitsbegleiter sich dezidiert mehrmals nach dem Wohlbefinden der Dame erkundigt haben. Diese habe erklärt, dass sie weder belästigt wurde noch körperliche Beschwerden hätte. Unabhängig von dieser Richtigstellung evaluieren die Wiener Lokalbahnen laufend ihre Sicherheitsmaßnahmen in enger Abstimmung mit der beauftragten Sicherheitsfirma", so Beate Schilcher, Leiterin der Kommunikation bei den Wiener Lokalbahnen.

Sicherheit an 1. Stelle

Schilcher fügt hinzu: "Die Sicherheit und das Wohlbefinden unserer Fahrgäste sind oberstes Anliegen der Wiener Lokalbahnen. Der Einsatz eines Sicherheitsdienstes ist eine von mehreren Maßnahmen in diesem Bereich. Der Sicherheitsdienst ist beauftragt, vorrangig in den Nachtstunden sowie an den Wochenenden auch tagsüber, in Form von Doppelstreifen sowohl in den Zügen der Badner Bahn, als auch an den Haltestellen für Ruhe und Ordnung zu sorgen und durch seine Präsenz das Sicherheitsgefühl zu stärken und potenzielle Störenfriede fernzuhalten."

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nori am 07.08.2018 07:31 Report Diesen Beitrag melden

    Traurige Entwicklung

    Traurig, dass man in der einst gemütlichen Badner überhaupt Sicherheitspersonal braucht. Was ist da nur schief gelaufen ?

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  • Mayer am 07.08.2018 07:17 Report Diesen Beitrag melden

    Fr

    Unfassbar! Am besten alles Filmen, ohne Beweise wird alles umgedreht.

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  • Luna 2 am 07.08.2018 08:32 Report Diesen Beitrag melden

    Sicherheit in Oeffis

    Habe es selbst schon erlebt. Ein betrunkener Obdachloser der am Stephansplatz von den Fahrscheinautomaten Benutzern agressiv und schimpfend das Retourgeld forderte. Ich habe selbst keine Angst, ging aber zum dortigen Schalter. Drei Mann hoch waren dort. Mir wurde aber erklärt, sie haben jetzt niemand zur Verfügung. Wenn aber ein altes Muttchen mit ihrem Minihund ohne Beisskorb gesichtet wird stürzen gleich mehrere los und machen sich stark. Da darf man sich dann nicht wundern, wenn es so zugeht....

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Petra am 08.08.2018 11:40 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht daran Denken

    Ja..... Die Zeiten haben sich geändert. Was früher kaum möglich war ist leider Realität geworden. Kontrollöre trauen sich nicht mehr Ohne Sicherheitspersonal die Fahrgäste Zu kontrollieren. Wie schön zu hören das Österreich sicherer geworden ist. Ich traue mich gar nicht an die Zukunft Zu denken. Was für eine Zukunft hinterlassen wir bloß Unseren Kindern.

  • Kritischer Geist am 07.08.2018 10:43 Report Diesen Beitrag melden

    wir waren einmal ...

    Es gab einmal eine Zeit, in der man in Österreich mit Zügen fahren konnte, ohne dass Security-Personal nötig gewesen wäre. Wer kann sich noch erinnern? Damals waren wir zwar multikulturell weniger "bereichert", dafür brauchte es aber kein Sicherheitspersonal in öffentlichen Verkehrsmitteln oder Geschäften. Wir waren einmal ein friedliches und recht geordnetes Land. Wir WAREN ...

  • Tine am 07.08.2018 10:17 Report Diesen Beitrag melden

    Fuchs im Hühnerstall

    Die ganzen Sicherheitsdienste beschäftigen nur noch Importierte und die halten zusammen! Hauptbahnhof genauso!

    • Daniel am 07.08.2018 18:01 Report Diesen Beitrag melden

      Blödsinn

      Ich hab gestern in Graz beim HBF einen einheimischen Security gesehen

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  • Trinchen am 07.08.2018 09:59 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn sich der Herr solche

    Sorgen um die ältere Dame gemacht hat, warum hat er sich nicht selbst um ihr Wohlbefinden erkundigt? Seine Vermutung über ihre Befindlichkeit kann stimmen, aber auch missinterpretiert sein. Lasst euch doch nicht immer so manipulieren. Keiner von uns war dabei

    • Badner Bahn am 07.08.2018 11:13 Report Diesen Beitrag melden

      wo steht,

      dass er sich nicht um sie gekümmert hat? Dürfte eher so gewesen sein, dass der Sicherheitsmann Abdulla sich einfach weigert eine Ungläubige Frau anzusprechen, da das gegen seinen Glauben ist.

    • Murat am 07.08.2018 11:46 Report Diesen Beitrag melden

      an Trinchen

      Ich glaube dem Beschwerdeführer, welchen Grund sollte er haben, zu lügen? Der Security möchte seinen Job behalten, klar, das er das anders darstellt.

    • wogi am 07.08.2018 18:07 Report Diesen Beitrag melden

      Zivilcourage

      Warum hat er mit der Dame nicht selbst gesprochen? Ist immer das Selbe: Ich glaube, .... aber hingehen und selbst etwas unternehmen, dazu ist er sich zu gut. Und dann gegen das Personal vorgehen, ist die einfachste Methode. Ah ja: Hätte er sich selbst um die Frau gekümmert, wäre er vermutlich nicht zur erwünschten Zeit dort gewesen, wo er hinwollte. Fazit: Sie war IHM eigentlich egal

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  • Ute Jonas am 07.08.2018 09:41 Report Diesen Beitrag melden

    Andere Zeugen?

    Laut Aussage des Fahrgastes waren ja noch mehrere andere Leute anwesend. Da müsste sich doch jetzt nach dem Zeitungsartikel jemand finden, der seine Aussage bestätigt oder widerlegt.

    • juergens am 17.08.2018 02:35 Report Diesen Beitrag melden

      beteiligter

      ich hab noch eine gruppe älterer damen gefragt - nein - damit wollen wir nichts zu tun haben - ich hoffe immer noch drauf dass sie sich nach dem artikel melden

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