Am Klo verbarrikadiert

23. Juli 2016 21:29; Akt: 05.08.2016 03:41 Print

Bahnhof St. Pölten wegen Schwarzfahrers evakuiert

Der Grund für die Evakuierung der Passagiere aus dem Bahnhof in St. Pölten am Freitagabend steht fest. Es handelte sich um einen Schwarzfahrer, der sich aufgrund des fehlenden Tickets auf einer Zugtoilette verschanzt hatte.

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Ein Zuggast hatte sich im Waggon verschanzt und stieß Drohungen aus. Um 20 Uhr war bereits das Bahnhofsgelände großräumig abgesperrt und "Heute" vor Ort. Die Anspannung war nach dem Amoklauf in München zwei Stunden zuvor spürbar.

Binnen weniger Minuten trafen zahlreiche Streifenwagen, Rettungswagen und eine Spezialeinheit ein. Nach rund zehn Minuten kamen noch zwei Notarztwagen mit Blaulicht - der Einsatz war schnell zu Ende. "Heute" traf vor Ort den herbeigeeilten St. Pöltener Polizeichef Franz Bäuchler, der in einer ersten Stellungnahme sagte: "Ein Mann, vermutlich ausländischer Herkunft, hatte sich auf der Zugtoilette verbarrikadiert und stieß Drohungen aus. Er drohte auch, sich selbst zu töten."

Es stellte sich später heraus, dass es sich um einen 25-jährigen Iraner handelte, der keinen Fahrschein hatte. Er gab ohne Gegenwehr auf und verließ selbstständig die Zugtoilette. Ein Koffer des Mannes wurde auf Sprengstoff untersucht, gefunden wurde nichts. Gegen 21.40 Uhr wurde der Zugverkehr wieder aufgenommen. 

Mann nach Einvernahme entlassen

Innenminister Sobotka gab in der ZiB24 an, dass der Vorfall keinen Zusammenhang mit München hatte. Der Mann war laut Aussage des Ministers "psychotisch". Er wurde nach seiner Einvernahme wieder entlassen.

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