Nach schwerem A4-Unfall

19. September 2012 08:37; Akt: 19.09.2012 12:39 Print

Bis zu 726 Euro Strafe für Crash-Schaulustige

Nach dem schweren Unfall am Dienstagmorgen auf der die Ostautobahn (A4) entstand ein Verkehrschaos auf der Gegenfahrbahn wegen zahlreicher Schaulustiger. Manche Autofahrer blieben stehen und provozierten damit Auffahrunfälle. Diese Lenker müssen jetzt mit Anzeigen rechnen.

 (Bild: Einsatzdoku.at)

(Bild: Einsatzdoku.at)

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entstand ein Verkehrschaos auf der Gegenfahrbahn wegen zahlreicher Schaulustiger. Manche Autofahrer blieben stehen und provozierten damit Auffahrunfälle. Diese Lenker müssen jetzt mit Anzeigen rechnen.

Schaulustige Autofahrer fuhren nicht nur langsam an der Unfallstelle vorbei, sie schossen auch Fotos oder drehten Kurzfilme. Das ging Polizei und Feuerwehr zu weit. Feuerwehreinsatzleiter Claus Wimmer ließ gegenüber dem ORF Dampf ab, bezeichnete das Verhalten der Unfall-Voyeure als "unerträglich".

Bis zu 726 Euro Strafe

Damit hätten sie sich nicht nur moralisch fragwürdig verhalten, sondern stellten auch eine Gefahr für den Straßenverkehr dar und müssen nun mit hohen Geldstrafen rechnen. Marion Seidenberger vom ÖAMTC: "Grundloses Langsamfahren oder Halten oder Parken an Stellen, die eigentlich nicht dafür vorgesehen sind, wie zum Beispiel Autobahnen, das kann bis zu 726 Euro kosten,und das wissen, glaube ich, die Wenigsten."

Autobahn zehn Stunden gesperrt

Durch verantwortungslose Autofahrer ist es auf der Gegenfahrbahn der A4 sogar zu einem Auffahrunfall gekommen: Lenker konnten nicht mehr rechtzeitig abbremsen, weil Schaulustige auf Höhe der ursprünglichen Unfallstelle einfach stehen geblieben sind.

Mehr als zehn Stunden lang war die Autobahn nach dem schweren Unfall zwischen Bruck an der Leitha und Göttelsbrunn gesperrt gewesen. Eine Frau kam ums Leben.