Niederösterreich

14. September 2017 08:25; Akt: 13.09.2017 19:19 Print

Black Hawks: Mini-Firma erhielt Mega-Auftrag

Wirbel und Verwunderung um die in Langenlebarn (Tulln) stationierten Black Hawk-Hubschrauber des Bundesheeres. Eine Minifirma bekam den Millionen-Deal.

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Bundesheer-Insider greifen sich an den Kopf: Der knapp 50 Millionen Euro-Deal zur Modernisierung der in Langenlebarn (Bezirk Tulln) stationierten Black Hawk-Helikopter ging an eine US-Mini-Firma.

Diese Firma machte laut "Heute"-Infos 2016 gerade mal 176.000 Dollar Jahresumsatz und soll jetzt den Mega-Auftrag stemmen.
Der Schweizer GAS-Konkurrent Ruag Holding und auch der Produzent der insgesamt neun Black Hawks, Sikorsky (dort hatte das Heer die Helis gekauft) lassen die Vergabe bereits rechtlich prüfen.

Laut Bundesheer-Sprecher liegt der Fall jetzt beim Verwaltungsgerichtshof, der wird demnächst entscheiden. Insider rätseln, wie ein solcher Deal überhaupt zustande kommen kann? Und was bedeutet die Umrüstung durch eine unerfahrene Mini-Firma für das technische Personal in Langenlebarn? Das Verteidigungsministerium sprach schon im Frühsommer von einer „transparenten Entscheidung“.

(Lie)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • TantePolly am 14.09.2017 11:12 Report Diesen Beitrag melden

    176.000 Dollar Jahresumsatz entspricht

    gerade einmal 15.000 $ Monatsumsatz, d.h. nach Abzug von der Steuer reicht das gerade einmal für die Büromiete, eine Sekretärin und einen Strohmann. So etwas ist typisch für eine Briefkastenfirma mit wahrscheinlich, hinter weiteren Strohmännern, einem wahren Eigentümer im Umfeld des österreichischen Verteidigungsministeriums.

  • Pilot am 14.09.2017 21:31 Report Diesen Beitrag melden

    Freunderlwirtschaft

    Wie kann so ein Pimperl-Unternehmen überhaupt an einer Ausschreibung mitmachen? Wurden hier die Kriterien auf dieses Unternehmen zugeschnitten? Das stinkt gewaltig nach Freunderlwirtschaft. // Sikorsky ist der Hubschrauber-Pionier. Das Unternehmen wurde 2015 von Lockheed Martin übernommen, die 2016 einen Umsatz von mehr als 47 Mrd. US-Dollar machten.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Pilot am 14.09.2017 21:31 Report Diesen Beitrag melden

    Freunderlwirtschaft

    Wie kann so ein Pimperl-Unternehmen überhaupt an einer Ausschreibung mitmachen? Wurden hier die Kriterien auf dieses Unternehmen zugeschnitten? Das stinkt gewaltig nach Freunderlwirtschaft. // Sikorsky ist der Hubschrauber-Pionier. Das Unternehmen wurde 2015 von Lockheed Martin übernommen, die 2016 einen Umsatz von mehr als 47 Mrd. US-Dollar machten.

  • TantePolly am 14.09.2017 11:12 Report Diesen Beitrag melden

    176.000 Dollar Jahresumsatz entspricht

    gerade einmal 15.000 $ Monatsumsatz, d.h. nach Abzug von der Steuer reicht das gerade einmal für die Büromiete, eine Sekretärin und einen Strohmann. So etwas ist typisch für eine Briefkastenfirma mit wahrscheinlich, hinter weiteren Strohmännern, einem wahren Eigentümer im Umfeld des österreichischen Verteidigungsministeriums.