St. Pölten

10. Mai 2017 18:18; Akt: 10.05.2017 20:10 Print

Ex-Ministeriums-Beamter wegen Spritztouren vor Gericht

Wegen Amtsmissbrauches in 16 Fällen musste ein Offizier (52) am Mittwoch in St. Pölten auf die Anklagebank. Er soll den Dienstwagen privat genutzt haben.

Der Ex-Ministeriums-Mann musste in St. Pölten vor den Richter treten.

Der Ex-Ministeriums-Mann musste in St. Pölten vor den Richter treten.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Im feinen Zwirn erschien ein ehemaliger Beamter des Bundesministeriums für Landesverteidigung in St. Pölten vor Gericht. Er soll 16 Mal seine Amtsgewalt missbraucht haben. Konkret ging es um die Nutzung eines VW Touareg im Heereseigentum für nicht dienstliche Fahrten. Errechneter Schaden: 3.452,81 €.

Der Beamte war zu Festen, Empfängen und Vorträgen gefahren – oft mit der Gattin, meist auch im Zusammenhang mit dem Heer. Nur: Der 52-Jährige hatte nie offiziell angesucht und wurde schließlich vernadert.

„Heute fahre ich überhaupt nirgendswo mehr hin, nicht einmal zum Offiziersball“, beteuerte der Angeklagte vor Gericht, der eigentlich nicht wirklich wußte, warum er auf die Anklagebank musste. Selbst der Richter meinte: „Österreich hat andere Sorgen.“

Da der Offizier gut verdient (über 4.000 € netto) wurde eine Geldbuße von 14.000 Euro verhängt (Diversion).

(Lie)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ingrid am 10.05.2017 20:00 Report Diesen Beitrag melden

    Dienstfahrt

    Wird nicht der einzige Schlawiner sein

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ingrid am 10.05.2017 20:00 Report Diesen Beitrag melden

    Dienstfahrt

    Wird nicht der einzige Schlawiner sein

>