Spital bereits verlassen

12. Dezember 2017 18:00; Akt: 12.12.2017 18:33 Print

21 Verletzte der OMV-Explosion wieder daheim

Es ist die gute Nachricht nach der Gasexplosion: Auch jenes Opfer, bei dem schwere Verletzungen vermutet worden waren, durfte das Spital verlassen.

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Eine Explosion in der Gasstation in Baumgarten in der Gemeinde Weiden a.d. March (Bezirk Gänserndorf) am Dienstag, 12. Dezember 2017. Im Bild: Durch Hitze beschädigte Fahrzeuge am angrenzenden Parkplatz. Eine Gasleitung unter der Erde ist explodiert - die Ursache dafür ist noch unklar. Es ist die größte Gas-Katastrophe in der Geschichte Österreichs Eine unterirdische Pipeline detonierte Die Gasstation Baumgarten ist Österreichs größtes Verteilerzentrum für Erdgasimporte aus Russland und Norwegen So heftig war die Explosion, der Feuerball war kilometerweit zu sehen. Mit einer Jahreskapazität von 40 Milliarden Kubikmeter zählt die Gasstation zudem zu den wichtigsten Gasdrehscheiben Mitteleuropas, über sie wird vor allem Norditalien und Süddeutschland mit Erdgas versorgt Ein Kriseninterventionsteam ist vor Ort um weitere Personen zu betreuen. Feuerwehrsprecher Resperger berichtete von einer "ohrenbetäubenden Explosion" und einer heftigen Druckwelle. Die Gasstation ist die größte Übernahmestation für Erdgas in Österreich. Erdgas aus Russland, Norwegen und anderen Ländern wird hier übernommen, gemessen, geprüft und für den Weitertransport verdichtet. Blick auf die Unglücksstelle Die Bilanz bisher: 17 Leichtverletzte, ein Schwerverletzter, eine Person ist tot. Dichte Rauchschwaden über dem Katastrophengebiet. Die Feuerwehren zapften alle Hydranten an. Der Hauptbrandherd konnte rasch unter Kontrolle gebracht werden. Die Gasversorgung ist laut einem Sprecher für Österreich gesichert. ARCHIVBILD ARCHIVBILD ARCHIVBILD ARCHIVBILD Rettungshubschrauber kreisen über der Gemeinde Baumgarten, Sirenen heulen, im Minutentakt rasen Feuerwehrfahrzeuge zur Unglücksstelle. Vertreter der Presse versammeln sich in Baumgarten. Die Explosion ereignete sich in einer Gasstation in Baumgarten in der Gemeinde Weiden a.d. March (Bezirk Gänserndorf). Pressekonferenz zur Explosion im Gelände der OMV in Niederösterreich.

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Nach dem Gasunglück in Baumgarten an der March (Gänserndorf) konnte gegen 15.45 Uhr "Brand aus" gegeben werden. Jetzt kommen die ersten guten Neuigkeiten nach dem Drama im Marchfeld: Alle 21 Verletzten durften von den Spitälern in häusliche Pflege überstellt werden. Auch jenes Opfer, das mit dem Christophorus 9 mit vermutet schweren Verletzungen ins Wiener AKH geflogen worden war, ist aus dem Spital entlassen worden.

Die Ermittlungen zur Ursache sind noch im vollen Gang. Eine technische Ursache dürfte der Grund für die Explosion am Dienstag gegen 9 Uhr gewesen sein, sagte Gas Connect-Sprecher Andreas Rinofner gegenüber "Heute". Aber, die Brandermittler wissen definitiv noch nichts genaues, auch ein menschliches Versagen kann nicht ganz ausgeschlossen werden.

Laut Rinofner muss die Explosion in der Filteranlage vor oder nach der Verdichterstation, wo das Gas bis auf 70 bar gepresst wird, stattgefunden haben. Ein Video zeigt die Heftigkeit der Detonation.

Bei dem Toten handelt es sich laut Gas Connect-Geschäftsführer Stefan Wagenhofer um einen Mitarbeiter einer Fremdfirma.

Luftaufnahmen aus der OMV-Gasstation

Video: So erlebte "Heute"-Leserreporter Gabriel das Feuerinferno:

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(red)

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