Niederösterreicher verärgert

11. Juli 2018 14:02; Akt: 11.07.2018 12:03 Print

Flugzeug hob mit fast 25 Stunden Verspätung ab

Heißes Thema Flugverspätungen im Sommer: Schlimm traf es einen Niederösterreicher, der Mitte Juni mit Air Cairo nach Hurghada fliegen wollte.

Flughafen Wien-Schwechat: Urlauber aus Niederösterreich musste lange warten. (Bild: Helmut Graf)

Flughafen Wien-Schwechat: Urlauber aus Niederösterreich musste lange warten. (Bild: Helmut Graf)

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Viele Urlauber klagen in diesem Sommer über gestrichene Flüge und Verspätungen. Defekte Flugzeuge, fehlende Crewmitglieder, zu dichter Flugplan – das sind die Gründe, warum es heuer vermehrt zu Flugausfällen und -verspätungen kommt. Besonders schlimm traf es einen Niederösterreicher, der Mitte Juni mit Air Cairo nach Hurghada fliegen wollte. Erst mit fast 25 Stunden Verspätung hob seine Maschine ab.

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„Steht mir eine Entschädigung zu?“, fragte sich der Betroffene mit Recht. „Keinesfalls müssen Urlauber derartige Vorfälle einfach so hinnehmen. Im Gesetz ist genau geregelt, in welchen Fällen Anspruch auf Entschädigung besteht“, sagt AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser. „Mahlzeiten, Erfrischungsgetränke oder auch eine Nacht im Hotel stehen den Betroffenen zu. Außerdem ist bis zu 600 Euro Entschädigungszahlung möglich.“

Herrn K. wurden erst nach 17 Stunden 100 Euro für Verpflegung und Hotel angeboten. Zu dieser Zeit waren am Flughafen alle Geschäfte geschlossen und die Hotels ausgebucht. „Ist ein Flug überbucht oder fällt gänzlich aus, können Sie die Rückerstattung des Ticketpreises verlangen. Alternativ haben Sie das Recht auf die schnellstmögliche anderweitige Beförderung an Ihr Urlaubsziel oder die Umbuchung auf einen späteren Zeitpunkt“, erklärt AK-Konsumentenschützerin Dr. Nina Bjalek-Stix.

Finanzielle Entschädigung winkt

Zusätzlich winkt eine finanzielle Entschädigung: Bei Flugstrecken bis 1.500 km sind 250 Euro drin, bei bis zu 3.500 km 400 Euro und bei Flügen über 3.500 km 600 Euro. Dasselbe gilt für Flugverspätungen von über drei Stunden. Bei Verspätungen von mehr als fünf Stunden haben Flugreisende zusätzlich die Möglichkeit, vom Vertrag zurückzutreten und die Rückzahlung des Ticketpreises zu fordern. Kein Recht auf Entschädigung gibt es jedoch, wenn man bis zu zwei Wochen vor der Reise über den Flugausfall informiert wurde. Die Airline hat auch dann keine Ausgleichszahlungen zu leisten, wenn die Flugabsage durch außergewöhnliche Umstände bedingt ist, die sich nicht vermeiden lassen (z.B. Sturm oder Schneetreiben).

Treffen die obigen Voraussetzungen zu, sollte die Fluglinie kontaktiert werden, um die Ansprüche einzufordern. „Ist eine Fluglinie nicht kooperativ, helfen die Experten der AK Niederösterreich gerne bei der Durchsetzung der Entschädigungsansprüche weiter“, ergänzt Bjalek-Stix.

Bis 12. August stehen die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer am Flughafen Wien-Schwechat an einem eigenen Infoschalter im Terminal 3 in der Abflughalle für Beratungsgespräche zur Verfügung – freitags von 14 bis 19 Uhr, samstags und sonntags von 7 bis 12 Uhr.

Weitere Informationen erhalten Sie auf noe.arbeiterkammer.at/reise oder unter Tel.: 05 7171-23000.

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(wes)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Erich Vom Berg am 11.07.2018 17:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Da geht bald gar nix mehr

    Zu viele Fluggäste zu viel Flugzeuge,es wird eng am Himmel.Die Geburtenrate wird auch immer höher,die Welt versinkt im Chaos.

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  • Kaya am 11.07.2018 18:21 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    War erst am Samstag am Flughafen. Wollte meine beiden minderjährigen Kinder in den Urlaub schicken. Müsste vor Ort 120 Euro Minderjährigen Zuschlag bezahlen weil sie alleine Fliegen. Würde mir beim Verkauf der Tickets nicht gesagt. Eine Unfreundliche Mitarbeiterin der Austrian Airlines sagte entweder sie zahlen oder die Kinder bleiben hier. Fertig. Danach musste ich die Kinder bis zum Flugzeug selbst begleiten. Eine Beschwerde bei den Stewardessen warum das so sei wurde ebenfalls unfreundlich kommentiert. Sie sollen aussteigen. Nie wieder Austrian Airlines. Verspätet hob der Flug ab

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  • fuhrinat am 11.07.2018 20:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Flug

    Es wird immer schlimmer ist kein Vergnügen mehr zu fliegen aber man kann eh bald nirgends mehr wohin

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • gatschlackensurfer am 12.07.2018 06:41 Report Diesen Beitrag melden

    Entschädigung

    Hatten ähnliches Problem mit Air Cairo, Entschädigung nach EU Recht geht nicht, da die Airline nicht in der EU registriert ist !! Da ist man dann auf goodwill der Airline angewiesen

    • Pferdetaxi am 13.07.2018 16:40 Report Diesen Beitrag melden

      Stimmt nicht ganz ...

      Hierbei muss der Flug entweder in der EU gestartet oder gelandet sein. Oder die Fluggesellschaft hat ihren Hauptsitz in der EU, nur dann greift die EU-Fluggastrechteverordnung 261/2004. Allerdings wird man damit rechnen müssen, länger auf Entschädigung zu warten ...

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  • fuhrinat am 11.07.2018 20:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Flug

    Es wird immer schlimmer ist kein Vergnügen mehr zu fliegen aber man kann eh bald nirgends mehr wohin

    • Pferdetaxi am 13.07.2018 16:45 Report Diesen Beitrag melden

      Tja....

      Eigentlich würds eh schon reichen, ein paar Stunden im 10., 16., 20., .... zu spazieren - da gibts fremde Kulturen bis zum abwinken :-))

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  • Robert Kurz am 11.07.2018 18:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mag.

    Ja nicht zur AK NÖ! Falsche Auskunft und die Intervention mußt du auch noch selbst schreiben!

    • Pferdetaxi am 13.07.2018 16:43 Report Diesen Beitrag melden

      Warum ...

      ... so negativ? Schon sebst schlechte Erfahrung gemacht? AK macht bei Flugverspätungen selbst nicht viel, vielmehr besteht eine Kooperation mit Fairplane

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  • Verschissen am 11.07.2018 18:33 Report Diesen Beitrag melden

    Österreich

    Am Balkon oder bei Freunden am Land.

  • Kaya am 11.07.2018 18:21 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    War erst am Samstag am Flughafen. Wollte meine beiden minderjährigen Kinder in den Urlaub schicken. Müsste vor Ort 120 Euro Minderjährigen Zuschlag bezahlen weil sie alleine Fliegen. Würde mir beim Verkauf der Tickets nicht gesagt. Eine Unfreundliche Mitarbeiterin der Austrian Airlines sagte entweder sie zahlen oder die Kinder bleiben hier. Fertig. Danach musste ich die Kinder bis zum Flugzeug selbst begleiten. Eine Beschwerde bei den Stewardessen warum das so sei wurde ebenfalls unfreundlich kommentiert. Sie sollen aussteigen. Nie wieder Austrian Airlines. Verspätet hob der Flug ab

    • flipflop am 12.07.2018 08:39 Report Diesen Beitrag melden

      @Kaya

      Das ist natürlich ein bedauerliches Erlebnis. Ich würde mich aber mal dem Austrian Kundendienst schreiben. Den Zuschlag habe ich auch bei anderen Airlines entdeckt (in der Regel 40-120, je nach Strecke), bei der Aua steht der Hinweis unter den FAQs bzw sicher auch unter den Geschäftsbedingungen, denen man bei der Buchung zugestimmt hat. Somit kann man dann nicht sagen: "Wurde mir nicht gesagt"

    • Pferdetaxi am 13.07.2018 16:47 Report Diesen Beitrag melden

      Ja die Austrian ...

      Hatten immer Probleme mit Kinderwagen bis zum Einstieg ... mal gings problemlos, andere Male wurde rumgezickt, einmal musste das Teil in die Gepäckaufgabe, ....

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