Der Tag danach

18. August 2017 14:35; Akt: 18.08.2017 16:17 Print

Frequency: Jetzt beginnen die Aufräumarbeiten

Drei Tage wurde gefeiert, was das Zeug hält. Musiker wie Placebo, Billy Talent oder Robin Schulz heizten den Gästen mächtig ein. Heute, Freitag: Katerstimmung.

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Großes Aufräumen in St. Pölten! Nach drei Tagen im Dauereinsatz heißt es für die Rettungs-, Wasserrettungs- und Feuerwehrkräfte sowie die Polizei jetzt erstmal kräftig Durchatmen. Rund 40.000 Personen hatten sich täglich am Festivalgelände aufgehalten.

1.830 Versorgungen mussten von den Sanitätern und Notärzten des Roten Kreuzes durchgeführt werden, 78 Personen davon mussten ins Spital gebracht werden. Meist handelte es sich um harmlose Schnittwunden oder Kreislaufprobleme aufgrund der Hitze, aber auch um Insektenstiche aggressiver Bienen und Wespen.

Im Großen und Ganzen verliefen die Festival-Tage ruhig, nur kleinere Zwischenfälle – ein Gast biss im Gerangel einen Polizisten, sowie eine mutmaßliche Vergewaltigung, die für Wirbel sorgte – gab es.

Etwa 150 Mal wurde Anzeige erstattet, ein Großteil davon wegen Diebstählen von Geldbörsen und Handys, berichtet das Stadtpolizeikommando St. Pölten am Freitag. Man rechne allerdings mit einer Steigerung in den nächsten Tagen an den wohnsitzzuständigen Inspektionen. Auch Anzeigen wegen Drogen gab es, bei der Abreise waren ein Pkw-Lenker alkoholisiert und vier weitere hatten Suchtgift genommen und sich danach hinters Steuer gesetzt.

Ein Festival-Besucher musste nach einem Kopfsprung von der Brücke in die seichte Traisen ins Spital gebracht werden.

Und auch die Abreise am Freitag brachte keine großen Überraschungen: Bereits zuvor wurde mit Problemen am Hauptbahnhof und auf den Autobahnen und Schnellstraßen rund um St. Pölten gerechnet. Aus diesem Grund wurden die Gäste am Bahnhof blockabgefertigt, Polizei und Einweiser begleiteten die Besucher sicher zu den Bahnsteigen. Die Asfinag riet ortskundigen Autolenkern, die klassischen Hauptrouten zu meiden oder zu umfahren.

Am Gelände selbst heißt es nun Aufräumen in Katerstimmung: Tonnen an Plastikbechern, Bierdosen, Müll und die letzten Zelte müssen abgebaut werden. Auch zahlreiche Einkaufswägen stehen am Areal und werden langsam weggeräumt. Aber nach drei Tagen Durchfeiern – oder im Fall der Einsatzkräfte Durcharbeiten – darf man das ruhig etwas gemächlicher tun.

(nit)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rudi am 18.08.2017 16:56 Report Diesen Beitrag melden

    Traisen

    Was ist mit der Traisen? Die hat nach dem Frequency immer grauslich ausgesehen. Da war alles mögliche drinnen: Camping-Sessel, Zelte, Bierdosen, etc. Einfach nur zum Kopfschütteln. Konnte man Fluss und Tiere diesmal schützen?

  • Markus am 18.08.2017 18:31 Report Diesen Beitrag melden

    Banane

    gibt doch bestimmt genug Flüchtlinge die nur auf Arbeit warten. Für die wär das doch was. Keine Sprachkenntnisse erforderlich.

    einklappen einklappen
  • Rauschbrunnen am 19.08.2017 07:04 Report Diesen Beitrag melden

    Der Mensch is a Sau!

    Schweine sind ordentlicher als die Besucher vom Festival!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Patrick am 19.08.2017 12:16 Report Diesen Beitrag melden

    traurig

    da siacht ma wieda das de ganzen kommerz leit richtige drecksaun sind ohne irgendeinen anstand! aber wenn wunderts schaut bei denen daheim ja auch so aus wenn mami und papi nicht das haus putzen.. free party for free people!

  • herst horst am 19.08.2017 11:44 Report Diesen Beitrag melden

    vor zwanzig jahren

    gabs noch richtig gute open-air veranstaltungen. wiesen zum beispiel. da gab es keinen müll, es wurde nicht komagesoffen, es gab noch kultur. diese festivals sind nur noch verachteswerter kommerzieller müll nicht nur das grottenschlechte programm heutzutage sondern auch das danach.

  • ixcv am 19.08.2017 10:54 Report Diesen Beitrag melden

    Wie abgestumpft ist das?!

    " nur kleinere Zwischenfälle ein Gast biss im Gerangel einen Polizisten, sowie eine mutmaßliche Vergewaltigung, die für Wirbel sorgte gab es." Eine mutmaßliche Gruppenvergewaltigung und einmal zubeissen bezeichnet ihr im gleichen Atemzug als kleinen Zwischenfall?????

  • Stephan E am 19.08.2017 08:40 Report Diesen Beitrag melden

    Arg!!!

    Der Mensch ist grauslich ! Ich hab von meinen Eltern gelernt den Mist was du mitnimmst, nimmst wieder mit Heim oder entsorgst du richtig! Ob es beim Wandern war oder Camping, hab sogar meine Tschickstummeln mit genommen oder fachgerecht entsorgt !

  • Rauschbrunnen am 19.08.2017 07:04 Report Diesen Beitrag melden

    Der Mensch is a Sau!

    Schweine sind ordentlicher als die Besucher vom Festival!