Niederösterreich

13. Dezember 2017 20:09; Akt: 13.12.2017 21:20 Print

Gasdrama: TÜV-Mitarbeiter (32) hinterlässt Ehefrau

Traurige Details rund um die Explosion in Baumgarten: Der 32-jährige TÜV-Mann hatte eine Frau.

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Eine Explosion in der Gasstation in Baumgarten in der Gemeinde Weiden a.d. March (Bezirk Gänserndorf) am Dienstag, 12. Dezember 2017. Im Bild: Durch Hitze beschädigte Fahrzeuge am angrenzenden Parkplatz. Eine Gasleitung unter der Erde ist explodiert - die Ursache dafür ist noch unklar. Es ist die größte Gas-Katastrophe in der Geschichte Österreichs Eine unterirdische Pipeline detonierte Die Gasstation Baumgarten ist Österreichs größtes Verteilerzentrum für Erdgasimporte aus Russland und Norwegen So heftig war die Explosion, der Feuerball war kilometerweit zu sehen. Mit einer Jahreskapazität von 40 Milliarden Kubikmeter zählt die Gasstation zudem zu den wichtigsten Gasdrehscheiben Mitteleuropas, über sie wird vor allem Norditalien und Süddeutschland mit Erdgas versorgt Ein Kriseninterventionsteam ist vor Ort um weitere Personen zu betreuen. Feuerwehrsprecher Resperger berichtete von einer "ohrenbetäubenden Explosion" und einer heftigen Druckwelle. Die Gasstation ist die größte Übernahmestation für Erdgas in Österreich. Erdgas aus Russland, Norwegen und anderen Ländern wird hier übernommen, gemessen, geprüft und für den Weitertransport verdichtet. Blick auf die Unglücksstelle Die Bilanz bisher: 17 Leichtverletzte, ein Schwerverletzter, eine Person ist tot. Dichte Rauchschwaden über dem Katastrophengebiet. Die Feuerwehren zapften alle Hydranten an. Der Hauptbrandherd konnte rasch unter Kontrolle gebracht werden. Die Gasversorgung ist laut einem Sprecher für Österreich gesichert. ARCHIVBILD ARCHIVBILD ARCHIVBILD ARCHIVBILD Rettungshubschrauber kreisen über der Gemeinde Baumgarten, Sirenen heulen, im Minutentakt rasen Feuerwehrfahrzeuge zur Unglücksstelle. Vertreter der Presse versammeln sich in Baumgarten. Die Explosion ereignete sich in einer Gasstation in Baumgarten in der Gemeinde Weiden a.d. March (Bezirk Gänserndorf). Pressekonferenz zur Explosion im Gelände der OMV in Niederösterreich.

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Im Bruchteil einer Sekunde stach eine Feuerlanze in dem Himmel, eine Druckwelle fegte über das Land ("Heute" berichtete): Tüv-Mitarbeiter Mathias Sch. hatte keine Überlebenschance, dürfte sofort tot gewesen sein.

Der junge Mann, der erst vor 3 Monaten seinen 32. Geburtstag gefeiert hatte, hinterlässt eine Frau. Die Gattin wurde psychologisch betreut.

Die 21 Verletzten sind indes bereits am Weg der Besserung und bereits alle zu Hause.

Luftaufnahmen aus der OMV-Gasstation

(Lie)

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