Immer mehr Fälle

10. Januar 2018 09:03; Akt: 10.01.2018 11:24 Print

Grippewelle in Österreich rollt bereits jetzt an

Schnupfen, Husten, Fieber: In der Kalenderwoche 1 waren bei der NÖ Gebietskrankenkasse bereits 2.769 Personen wegen der Grippe als arbeitsunfähig gemeldet. Nächste Woche wird mit noch mehr Fällen gerechnet.

In der Kalenderwoche 1 waren bei der NÖGKK insgesamt 2.769 Personen wegen der Grippe oder grippaler Effekte als arbeitsunfähig gemeldet. (Bild: iStock)

In der Kalenderwoche 1 waren bei der NÖGKK insgesamt 2.769 Personen wegen der Grippe oder grippaler Effekte als arbeitsunfähig gemeldet. (Bild: iStock)

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Sprunghafter Anstieg bei den Grippekranken in NÖ über die Weihnachtsferien: In Kalenderwoche 1 waren 2.769 Personen wegen der Grippe im Krankenstand (2.706 wegen grippaler Infekte, 63 wegen echter Grippe) – das waren 18,19 % der Gesamtkrankenstände.

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Zum Vergleich: In KW 52 vor dem Jahreswechsel waren es 1.791 Personen (1.759 wegen grippaler Infekte, 32 wegen echter Grippe). In nur einer Woche verdoppelte sich also die Zahl der echten Grippefälle von 32 auf 63.

In der Statistik sind wie jedes Jahr nur die bei der NÖGKK versicherten Erwerbstätigen erfasst (keine Pensionisten, Kinder, Versicherte anderer Krankenversicherungsträger).

Ansteckungsgefahr jetzt hoch

Jetzt nach den Ferien ist die Ansteckungsgefahr besonders hoch, erklärt Expertin Elisabeth Heinz von der NÖ Gebietskrankenkasse: "Nach den Weihnachtsferien kommen in der Arbeit wieder alle zusammen. Manche kommen von Auslandsreisen zurück. In diesem Zeitraum ist meist aus langjähriger Erfahrung dann ein Anstieg zu verzeichnen."

Eine österreichweite Grippewelle wird vom Department für Virologie der Medizinischen Universität Wien offiziell ausgerufen. Die letzte Grippewelle startete am 20. 12. 2016 und endete am 28. 2. 2017. Die letzte Grippewelle war ungewöhnlich früh in NÖ mit 5.386 Krankenständen bereits Anfang Jänner 2017.

Dass die Grippewelle einsetzt, darauf lassen die signifikante Zunahme an Nachweisen des Influenza-Virus in klinischen Proben und Ergebnisse der epidemiologischen Überwachung der Anzahl an Neuerkrankungen an Grippe bzw. grippalen Infekten in der vergangenen Woche schließen, wie das Diagnostisches Influenza Netzwerk Österreich am Dienstag in einer Aussendung mitteilte.

Offenbar handelt es sich bei rund vier Fünftel der Erkrankungen um Influenza B. Solche Viren dominieren auch in vielen anderen europäischen Ländern. Irland, Portugal, Spanien, Frankreich, Schweiz, Schweden, Norwegen, Türkei und Kroatien hätten bereits eine verbreitete Influenza-Virus-Aktivität gemeldet.

Experten gehen davon aus, dass kommende Woche die Grippewelle so richtig einsetzt. Die Apothekerkammer hält an ihrer Empfehlung fest, sich impfen zu lassen. In einigen Apotheken gibt es aber bereits Probleme wegen begrenzten Vorräten an Vierfach-Impfstoffen, die gegen Influenza-B-Viren der Linie Yamagata wirken.

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(wes)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Macht am 10.01.2018 10:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hmmm...

    Eigenartig... mit der Flüchtlingswelle kam auch die Grippewelle. Immer stärker und länger.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Macht am 10.01.2018 10:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hmmm...

    Eigenartig... mit der Flüchtlingswelle kam auch die Grippewelle. Immer stärker und länger.

    • murksi am 10.01.2018 15:49 Report Diesen Beitrag melden

      Vorsorge

      kann man treffen..mehr Vitamin C..Erkältungssalbe..Inhalation mit Meersalzwasser,Zinktabletten ...Schnupfentropfen....Pulver nur wenn das Fieber kommt...alles geht,wenn man will...gar nicht so schwer!

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