Großeinsatz in Hainburg

01. September 2018 11:00; Akt: 01.09.2018 13:16 Print

Boot an Donau gekentert -Zwei Frauen reanimiert

Eine Übung am Samstagvormittag in Hainburg wurde zum dramatischen Ernstfall: Ein Boot kenterte, zwei Personen wurden reanimiert.

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Eines der drei Bundesheerboote ist gekentert. Da auf der Donau bei Hainburg von der Feuerwehr eine große Donau Übung abgehalten wurde, waren die Freiwilligen Einsatzkräfte rasch zur Stelle, um Hilfe zu leisten. Ein mit neun Personen besetztes Heeresboot ist gekentert. Alarm für Dutzende Feuerwehren sowie die ÖAMTC-Notarzt-Hubschrauber Christophorus 2, 3 und 9 in Hainburg. Sechs bis sieben Personen konnten sich selbst retten bzw. gerettet werden. Insgesamt befanden sich drei Heeresboote auf der Donau. Ein Boot des Bundesheeres ist im Zuge des "Girls Day" gekentert. Ersten Meldungen zufolge wurden zwei junge Frauen aus dem Wasser gerettet. Sie wurden in Spitäler in Wien geflogen. Die jungen Frauen musste reanimiert werden. Die Unglücksursache ist noch unklar. Insassen sollen auch unter das Boot geraten sein. Drei Boote (zwei mit 9 und eines mit 8 Personen besetzt) hatte das Bundesheer für den "Girls Day" zur Verfügung gestellt. Die Unfallursache war zunächst unklar. Der Zustand der jungen Frauen sei kritisch. Die beiden Verunglückten wurden mit den Notarzthubschraubern in zwei Wiener Spitäler geflogen. Bei den beiden Verunglückten soll es sich um junge Frauen im Alter von etwa 20 Jahren handeln. Eines der 9er-Boote war gekentert. Die drei Boote waren mit zweimal neun Personen und einmal acht Personen besetzt. Insgesamt befanden sich 26 Mädchen und junge Frauen auf drei Booten des Bundesheeres. Im Zuge des "Girls Day" war ein Boot des Bundesheeres gekentert. Bei einem Bootsunfall in Hainburg an der Donau wurden zumindest zwei junge Frauen reanimiert.

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Alarm für Dutzende Feuerwehren sowie die ÖAMTC-Notarzt-Hubschrauber Christophorus 2, 3 und 9 in Hainburg (Bezirk Bruck an der Leitha): Bei einer großen Übung am Samstagvormittag gegen 10 Uhr kenterte ein Boot, laut ersten Meldungen fielen rund zehn Menschen ins Wasser.

Zwei junge Frauen – im Alter von etwa 20 Jahren – wurden bestätigten Informationen zufolge aus dem Wasser geborgen, sie mussten reanimiert werden. "Der Notarzthubschrauber ist gelandet. Wir befürchten das Schlimmste", so der Sprecher vom Verteidigungsministerium, Michael Bauer, via Twitter.

Zustand kritisch

"Die beiden wurden erfolgreich reanimiert. Sie sind allerdings in einem kritischen Zustand. Zwei Notarzthubschrauber sind beim Unglücksort. Wir hoffen und beten", informiert Bauer weiter.

Eine der beiden Frauen wurde mit dem C3-Helikopter ins AKH Wien geflogen. Die zweite Verunglückte wurde mit dem C9 ins Wilhelminenspital gebracht.

Insgesamt waren drei Boote vom Bundesheer auf der Donau unterwegs. Eines war mit acht Personen besetzt, die anderen beiden mit jeweils neun – insgesamt befanden sich demnach 26 Mädchen bzw. junge Frauen in drei Booten. Zusätzlich befand sich noch ein Rettungsboot im Wasser.

Eines der mit neun Personen besetzten Boote ist gekentert. Sechs bis sieben Personen konnten sich selbst retten bzw. gerettet werden.

Welle führte wahrscheinlich zu Unglück

Die Ursache für den Unfall, der sich im Rahmen des Girls Camp ereignet hat, ist noch nicht ganz geklärt. Laut Bauer war das Boot, das von zwei dafür ausgebildeten Berufssoldaten gesteuert wurde, in eine Welle geraten. Diese sei ins Boot geschwappt, wodurch dieses langsam gesenkt und über die rechte Seite abgeglitten ist. Eine Untersuchungskommission wird den Fall überprüfen.

Weil die Feuerwehr in unmittelbarer Nähe ebenfalls eine Katastrophenübung hatte, waren die Einsatzkräfte so rasch vor Ort.

Wie Michael Bauer mitteilt, wurden die Boote im Jahr 2015 beschafft. Es waren alle mit Schwimmwesten ausgestattet.

Nach dem Bootsunfall äußerte sich nun auch Landeshauptfrau Johanna-Mikl Leitner. Sie lässt allen Einsatzkräften "ein von Herzen kommendes Dankeschön" ausrichten. Die rasche, professionelle Hilfe habe noch Schlimmeres verhindern können. "Ein derartiger Einsatz erfordert das perfekte Zusammenspiel aller Beteiligten. Einmal mehr haben die niederösterreichischen Blaulichtorganisationen unter Beweis gestellt, dass wir uns auf ihre Kompetenz und ihre Einsatzbereitschaft verlassen können."

An die geretteten Frauen richtet die Landeshauptfrau "die besten Genesungswünsche". "Unsere Gedanken gelten nun ihnen und ihren Familien", so Mikl-Leitner.

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(red)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • H.P. am 01.09.2018 13:05 Report Diesen Beitrag melden

    Genesungswünsche und lückenlose Aufklärung

    Zuerst ist zu hoffen das alle Verunfallten wieder komplett genesen . Dazu von meiner Seite die besten Wünsche und gute Besserung . An zweiter Stelle steht die lückenlose Aufklärung des Unfalls damit sich so eine Tragödie nie mehr wiederholen kann . Hoffen wir das beste für die jungen Damen und falten die Hände zum Gebet .

  • Mela ich am 01.09.2018 14:31 Report Diesen Beitrag melden

    Harte Donau

    Trotz niedrig stand , die Donau ist ein Fluss ohne Rücksicht. In Unachtsamkeit kann tödlich sein. Die Wellen je nach Schiff und Geschwindigkeit sind ausserst mit Vorsicht zu genießen. Die Einsatzkräfte haben bewiesen das sie es können und geübt sind. Machen sie es ja regelmäßig Übungen. Hut ab von den Hainburger Feuerwehr und ihre Nachbar Kameraden. Polizei ist sowieso die beste genau wie Bruck und unsere Rettung könnte schneller sein , wenn die anderen Autos auf die Seite fahren wurden. Viel Glück den Mädels und werdet gesund.

  • Christian am 01.09.2018 11:59 Report Diesen Beitrag melden

    Amateurverein

    Da waren wieder echte BH-Amateure am Werk, die Aufnahmekriterien für die Austria Marine = aufrecht gehen? In einem Ernstfall versenken die sich ohne Feindberührung selbst! Gab es keine Schwimmwestenpflicht und Sicherheitseinweisungen?

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Michi am 01.09.2018 15:32 Report Diesen Beitrag melden

    Amateuer Zuerst

    Wieder ein Minister, der seine Truppe nicht im Griff hat. Lauter Amateure.

    • Ist Er am 01.09.2018 19:23 Report Diesen Beitrag melden

      Mag.

      Einfach nur dämlich! Was kann bitte der Minister dafür? Diese Abenteuercamps gibt es schon lange und der Minister kann wohl nicht jeden einzelnen Heeresangehörigen persönlich kontrollieren.

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  • Mela ich am 01.09.2018 14:31 Report Diesen Beitrag melden

    Harte Donau

    Trotz niedrig stand , die Donau ist ein Fluss ohne Rücksicht. In Unachtsamkeit kann tödlich sein. Die Wellen je nach Schiff und Geschwindigkeit sind ausserst mit Vorsicht zu genießen. Die Einsatzkräfte haben bewiesen das sie es können und geübt sind. Machen sie es ja regelmäßig Übungen. Hut ab von den Hainburger Feuerwehr und ihre Nachbar Kameraden. Polizei ist sowieso die beste genau wie Bruck und unsere Rettung könnte schneller sein , wenn die anderen Autos auf die Seite fahren wurden. Viel Glück den Mädels und werdet gesund.

  • Mama Renate am 01.09.2018 13:47 Report Diesen Beitrag melden

    Unnötige "Bespassung"

    Den beiden Mädels und den Angehörigen wirklich die allerbesten Wünsche. Ein extrem hoher Tribut ist das für eine absolut unnötige "Bespassung". Man sieht, dass den Militärs bis ganz oben hinauf gesunder Hausverstand und Verantwortungsgefühl anscheinend fremd sind. Mein Mann musste einmal als Resevist (mit der geamten Kompanie drei Tage einrücken, nur damit man ihn 1 Sekunde in einem ORF-Clip sehen konnte - sonst zu nichts. Gut damals gabs keinen Personenschaden. Aber aas war auch so eine absolut unnötige Bespassungssache! Die glauben sie sind Götter.

  • H.P. am 01.09.2018 13:05 Report Diesen Beitrag melden

    Genesungswünsche und lückenlose Aufklärung

    Zuerst ist zu hoffen das alle Verunfallten wieder komplett genesen . Dazu von meiner Seite die besten Wünsche und gute Besserung . An zweiter Stelle steht die lückenlose Aufklärung des Unfalls damit sich so eine Tragödie nie mehr wiederholen kann . Hoffen wir das beste für die jungen Damen und falten die Hände zum Gebet .

  • Ist Er am 01.09.2018 12:33 Report Diesen Beitrag melden

    Mag.

    Wie heißt es doch so schön "Helfen, wo andere nicht mehr können" : Offenbar ist es damit nicht weit her, wenn das BH so massiv von Einsatzorganisationen unterstützt werden muss! Folgen des jahrzehntelangen Kaputtsparens: es fehlt offenbar an qualifiziertem Personal und an Ausrüstung!

    • Mama Renate am 01.09.2018 13:59 Report Diesen Beitrag melden

      Es ist eine Frage der Verantwortung.

      Es ist eine Frage der Verantwortung. Wenn man schon weiß, dass diese Boote bei Wellenschlag kentern, dann lasse ich da keine Zivilisten drauf. Die Problematik kam ja schon zur Mitte des 19. Jahrhunderts auf der Donau durch die damals neuen schnellen Dampfschiffe auf, das ist nicht neu.

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