Niederösterreich

23. August 2018 10:05; Akt: 23.08.2018 15:44 Print

Ehepaar bei Überfall fast angezündet: Täter in Haft

Erfolg für die Polizei in NÖ: Nach dem äußerst brutalen Überfall im August 2017 in Schwarzenbach (Wr. Neustadt) konnten Beamte in den letzten Monaten fünf Täter festnehmen.

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Mehrere Täter hatten Mitte August 2017 in einem Haus in Schwarzenbach ein Ehepaar und eine Seniorin brutal überfallen. Siglinde H. und Franz H. sowie die Mutter des Mannes wurden dabei gefesselt, schwer misshandelt und geschlagen. Die Opfer wurden danach sogar mit Speiseöl übergossen, mussten um ihr Leben zittern (Anm.: Die Opfer wussten nicht, womit sie übergossen wurden, dachten sie werden angezündet).

Die Täter brachen den Tresor auf, rafften Wertgegenstände zusammen, fuhren dann mit dem Familienauto, einem BMW, weg. Das Fluchtauto fackelten die Kriminellen an der Grenze zu Ungarn einfach ab ("Heute" berichtete). Franz H. (58) konnte sich erst nach einer Stunde von seinen Fesseln befreien, sprang aus dem Fenster im ersten Stock und schlug völlig fertig beim Nachbarn Alarm. Der Nachbar verständigte daraufhin sofort Polizei und Rettung.

5 Täter in Haft

Bereits Stunden nach der Tat konnte der Wagen von der Exekutive sichergestellt werden. Die Täter hatten diesen abgefackelt, um Spuren zu verwischen.

Die drei Haupttäter (36 bis 42) wurden vom Landeskriminalamt NÖ (Gruppe EB02, Gruppe Raub rund um Chefinspektor Josef Deutsch) mit Unterstützung der ungarischen Behörden gefasst, zwei weitere Mittäter (32, 45) konnten ebenfalls im Frühjahr 2018 festgenommen werden. Die Beute verjubelten die Kriminellen im Casino und Bordell. Die Täter, alle fünf Ungarn, sitzen in verschiedenen Haftanstalten (drei in Ungarn, zwei in Wr. Neustadt). Chefinspektor Josef Deutsch: "Wir ermittelten monatelang, die Täter, alles Schwerkriminelle, sind geständig."

Übrigens: In Österreich hatte es 2017 insgesamt 18 Fälle von Home Invasion gegeben, die meisten Fälle in Ostösterreich. 2018 hat es bis dato zehn Home Invasion-Fälle gegeben, erst zwei wurden geklärt.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Möbelhaus am 23.08.2018 10:49 Report Diesen Beitrag melden

    Mitleid werden

    wir Österreicher mit diesen Monstern haben müssen weil sie alle so traumatisiert und arm sind ! Passieren wird denen nichts...dafür werden diverse "promianwälte" schon sorgen...

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  • pascal am 23.08.2018 11:05 Report Diesen Beitrag melden

    Es lebe der Datenschutz!

    Der einzige Lichtblick ist der, dass die Daten der Brutalos (Namen, Nationalität) gewissenhaft geschützt werden. Wenn schon alle Gesetze und moralischen Prinzipien zertrampelt werden, der Datenschutz funktioniert tadellos.

  • trafi12 am 23.08.2018 10:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Feigheit siegt

    Probiert es , habe für jeden von euch eine Überraschung.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Alter Politfuchs am 23.08.2018 16:02 Report Diesen Beitrag melden

    Na ja, Belohnung muss sein

    und zwar für's jahrzehntelange Rotwählen!

  • Börny G. am 23.08.2018 14:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Komisch..

    Meiner Meinung nach wussten die Täter mehr...So mir nichts Dir nichts überfalle ich keinen und hab die Flex dabei..

  • wienerwiderwillens am 23.08.2018 12:27 Report Diesen Beitrag melden

    Bei österreichischen Tätern

    Steht der volle Vor- und Nachname und selbstverständlich ein unverpixeltes Bild dabei. Kommt halt so gut wie NIE vor - Warum reagiert man nicht entsprechend auf die Bereicherer? Wozu haben wir FPÖ gewählt?

  • Bruno Bär am 23.08.2018 12:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Täterschutz

    Beim Artikel fehlt leider die Nationalität der Täter. Das wäre interessant. Kommen sicher zu hundert Prozent östlich unserer Landesgrenze

  • Oliver am 23.08.2018 12:03 Report Diesen Beitrag melden

    Ungarn

    Ja, die Ungarn, und da deren Namen nicht genannt werden, eigentlich traurig, aber dann gehe ich davon aus, dass es sich wie bei dem Russen vor kurzem, um richtige Ungarn handelt. Naja, mir wärs lieber gewesen, sie wären in Ungarn in Haft und würden dort für etwaige Verbrechen verurteilt. Bei uns wirds wahrscheinlich 1 Jahr Gefängnis geben, war ja nur Raub, ist ja niemand getötet worden oder so.