Prozess in St. Pölten

22. März 2017 07:24; Akt: 22.03.2017 08:38 Print

Maturaschüler (20) zog Graffiti-Spur - 13.000 - Schaden

Seine "künstlerische Ader" wollte ein Maturaschüler aus St. Pölten ausleben. Aber nicht auf einer Leinwand, sondern an der Dreifaltigkeitssäule am Rathausplatz der Landeshauptstadt, am Bahnhof, auf Garagentoren, Brücken und an Hauswänden.

 (Bild: Heute/Steinbacher)

(Bild: Heute/Steinbacher)

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Seine "künstlerische Ader" wollte ein Maturaschüler aus St. Pölten ausleben. Aber nicht auf einer Leinwand, sondern an der Dreifaltigkeitssäule am Rathausplatz der Landeshauptstadt, am Bahnhof, auf Garagentoren, Brücken und an Hauswänden.
Markenzeichen war sein Vorname in Form eines Strichcodes. Der Jugendliche wurde bei seinen Streifzügen entdeckt und angezeigt. 15 Sachbeschädigungen konnten dem aktiven Graffiti-Sprayer nachgewiesen werden. Sein prominentestes Ziel war die Dreifaltigkeissäule.

Aber den größten Schaden (11.700 Euro) richtete er an ÖBB-Einrichtungen an: am Bahnhof, auf Brücken, Garagentoren und Unterführungen. Auch Geschäfte und Hausbesitzer kamen zum Handkuss.

Am Dienstag stand der 20-Jährige am Landesgericht St. Pölten vor Richter Markus Grünberger. Voll geständig gab der Schüler bei der Befragung kleinlaut an: "Ich wusste ja nicht, dass ich da einen so hohen Schaden angerichtet habe. Es tut mir leid."

Wegen schwerer Sachbeschädigung wurde der Maturaschüler zu gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Er muss innerhalb von sechs Monaten 120 Sozialstunden ableisten. Für die Sanierungskosten müssen die Geschädigten den Zivilrechtsweg beschreiten.