St. Pölten

09. Februar 2018 12:46; Akt: 09.02.2018 12:25 Print

Mechaniker (19) trotz Schutz gekündigt

15.600 Euro kostete einer St. Pöltener Werkstätte das Nichteinhalten der Gesetze. Die Arbeiterkammer NÖ erstritt das Geld.

Der 19-Jährige wurde trotz Kündigungsschutz rausgeschmissen. Die Arbeiterkammer NÖ erstritt über 15.000 Euro für ihn. (Bild: iStock)

Der 19-Jährige wurde trotz Kündigungsschutz rausgeschmissen. Die Arbeiterkammer NÖ erstritt über 15.000 Euro für ihn. (Bild: iStock)

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Eigentlich hätte ein 19-jähriger Kfz-Techniker aus St. Pölten gar nicht gekündigt werden dürfen. Zum Einen, weil er gerade die Einberufung zum Präsenzdienst erhalten (Anm.: rechtlich gilt ein Kündigungsschutz bis einen Monat nach Beendigung des Präsenzdienstes), zum Anderen weil er gerade seine Lehre abgeschlossen hatte (Anm.: hier gilt zusätzlich ein sechsmonatiger Kündigungsschutz). Und dennoch: Sein Arbeitgeber, ein Werkstätten-Inhaber in St. Pölten, schmiss ihn raus!

Arbeiterkammer erstritt 15.600 Euro

Der junge Mann wollte sich das nicht gefallen lassen, wandte sich an die Experten der Arbeiterkammer Niederösterreich. "Jetzt erhielt er 15.600 Euro", so AKNÖ-Chef Markus Wieser. Der Präsident erklärt weiter: "Es wurden der Lohn sowie die Sonderzahlungen eingefordert, die er bis zum Ende des Kündigungsschutzes bekommen hätte."

(nit)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • aborigini am 09.02.2018 13:38 Report Diesen Beitrag melden

    Die AK

    Die AK ist gar nicht so gut wie sie hier dargestellt wurde. Ich habe 2x von ihr Hilfe erbeten. Beim 1.x hat man mich gefragt ob ich Gewerkschaftsmitglied bin und als ich das bejate, hat man mich dorthin geschickt. Das 2.x wurde ich an einen privaten Verein im 12. Bezirk verwiesen, bei dem ich 100 Mitgliedbeitrag/ Jahr zahlen sollte. Soviel zur AK. So ein mieser Verein.

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  • Kurz Lang am 09.02.2018 17:57 Report Diesen Beitrag melden

    Zwangsmitgliedschaft

    Die AK soll nicht zwangsverpflichtend sein. Gute Sache, was sie machen, soll aber freiwillig sein. Keine Zwangsmitgliedschaft.

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  • Jawollus am 10.02.2018 11:12 Report Diesen Beitrag melden

    Gleich und gleicher

    Tja, ist halt ein gebürtiger männlicher Österreicher, und die kann man ja ruhig schikanieren. Die sind halt weder politisch heikel, noch gelten sie in irgendeiner Weise als gesellschaftlich schützenswert. Man stelle sich vor was los wäre, würde eine Firma sich bei einer Frau, einem Neu-Österreicher oder einem Behinderten derartig über geltendes Recht hinwegsetzen. Da hätten wir innerhalb einer Stunde Schlagzeilen in allen Medien. So bleibt's halt bei einer Randerwähnung der ganzen Angelegenheit...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ehklar am 11.02.2018 19:29 Report Diesen Beitrag melden

    Nur ich

    Die AK hat ihre Existenzberechtigung. Jede Organisation macht auch Fehler, und viele solche genannte Fehler sind subjektive Erfahrungen. Ich habe selbst auch mit der AK zu tun. Ihre Forderungen habe ich jahrelang erfolgreich abgewehrt. Aber deshalb, weil die DN Unwahrheiten erzählt haben. Nach Aufklärung und Dokumentation der Sachverhalte hat die AK keinen einzigen Rechtsstreit begonnen.

  • Idefix am 10.02.2018 15:59 Report Diesen Beitrag melden

    die liebe AK

    Ich wurde 3 Tage vor einer Tumoroperation gekündigt, nach mehr als 10 Jahren im Betrieb. Das ist auch mit 50+ möglich und mittlerweile bin ich seit 2 Jahren arbeitslos - unvermittelbar :-( . Jobs gibt es genug, für Ausländer sogar geförderte. Im Dienstzeugnis meines Probejobs stand dann drinnen Frau x hat Kaffee gekocht, obwohl ich weit höhergradige Jobs erledigt habe, bis das ausgestanden war hat es 5 Monate gedauert (!!!) . Und ja, ich möchte arbeiten, aber nicht unter diesen Bedingungen. Danke liebe AK.

  • Robert am 10.02.2018 14:33 Report Diesen Beitrag melden

    Hilfslehrling

    Ja, ja so is das heute. Ich bin froh in der heutigen Zeit kein Lehrling zu sein. Ich konnte mir noch aussuchen was ich wollte. Die jungen Menschen heute haben da nicht mehr so viel Auswahl. Ich sehe es bei unserer Firma gegenüber dem Lehrling. Er wird ausgenutzt, und nach Ende der Lehrzeit und Kündigungsfrist "entsorgt". Ich sehe das so das der Lehrling heutzutage nur ein billiger Hilfsarbeiter ist. Zumindest was ich so mitbekomme. Und man kann dagegen nichts machen da sich alles im Rahmen befindet.

  • KarliBua am 10.02.2018 11:32 Report Diesen Beitrag melden

    belogen

    Die AK soll auch veröffentlichen wie oft sie verloren hat, weil sie belogen wurde und doch die Kosten getragen hat zum Schaden aller

  • Jawollus am 10.02.2018 11:12 Report Diesen Beitrag melden

    Gleich und gleicher

    Tja, ist halt ein gebürtiger männlicher Österreicher, und die kann man ja ruhig schikanieren. Die sind halt weder politisch heikel, noch gelten sie in irgendeiner Weise als gesellschaftlich schützenswert. Man stelle sich vor was los wäre, würde eine Firma sich bei einer Frau, einem Neu-Österreicher oder einem Behinderten derartig über geltendes Recht hinwegsetzen. Da hätten wir innerhalb einer Stunde Schlagzeilen in allen Medien. So bleibt's halt bei einer Randerwähnung der ganzen Angelegenheit...