Bezirk Tulln

08. Februar 2018 08:01; Akt: 07.02.2018 16:09 Print

Nach Schließung: Jetzt wird Tierheim verkauft

Im Oktober 2017 wurden die im Tierheim in Königstetten (Tulln) beherbergten Vierbeiner umgesiedelt. Seither brodelt die Gerüchteküche. Jetzt steht das Gebäude zum Verkauf.

Das bis kürzlich zum Teil als Tierheim betriebene Haus steht jetzt zum Verkauf. (Bild: Screenshot/willhaben, Heute/Schaler)

Das bis kürzlich zum Teil als Tierheim betriebene Haus steht jetzt zum Verkauf. (Bild: Screenshot/willhaben, Heute/Schaler)

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Ein Inserat auf der Online-Plattform "willhaben" gießt derzeit Öl ins Feuer der seit Monaten brodelnden Gerüchteküche rund um den Klosterneuburger Tierschutzverein und das dazugehörige Tierheim in Königstetten (Bezirk Tulln): Das Gebäude, in dem Obfrau Beatrice Aigner (Anm.: und bis vor Kurzem auch die Vierbeiner) eingemietet ist, wurde vom Besitzer zum Verkauf ausgeschrieben.

Knapp 500.000 Euro will man für das Mehrparteienhaus mit einer Grundfläche von 2.000 und einer Wohnfläche von rund 600 Quadratmetern haben.

Tiere im Oktober übersiedelt

Die Verkaufsabsicht des Hausbesitzers ist ein weiterer Schlag für die gesundheitlich angeschlagene Vereinsobfrau. Bereits seit Monaten hagelt es Kritik. Warum? Im Oktober 2017 waren die Tiere plötzlich ins Tierheim nach St. Pölten übersiedelt worden, auf Facebook kamen daraufhin hässliche Gerüchte auf. Eingefrorene Welpen seien im Zuge der Umsiedlung im Kühlschrank gefunden worden, hieß es dort. Eine halbe Stunde später war das Posting gelöscht. "Alles Blödsinn, wir sanieren. Bezüglich der Rufschädigung auf Facebook habe ich den Fall dem Anwalt übergeben", meinte Aigner bereits im Oktober zu "Heute".

Kein Verband, Anzeige

Auch dass die Tiere vernachlässigt worden seien, hieß es. Der Tullner Amtstierarzt prüft derzeit eine von einer Privatperson erstattete Anzeige gegen Aigner. Es gilt die Unschuldsvermutung. Und auch beim Tierschutzverband ist man kein Mitglied mehr. "Ein Verband ist keine Pflicht, es gibt genug eigenständige Tierheime", gibt sich die Obfrau gelassen.

Die Nachricht, das Tierheim werde verkauft ist also die nächste Hiobsbotschaft für Aigner. "Wenn der Mietvertrag ausläuft, muss ich wahrscheinlich ausziehen – sofern es einen neuen Besitzer gibt und er den Vertrag nicht verlängert", so Aigner auf "Heute"-Anfrage. Und weiter: "Derzeit fokussiere ich mich auf die Gesundheit meiner Familie. Man muss Prioritäten setzen."

Bereits nächsten Montag wird in Klosterneuburg ein neuer Tierschutzverein vorgestellt.

I. Nittner

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Helmut Dirk am 08.02.2018 09:15 Report Diesen Beitrag melden

    NGO, was sonst

    Wenn man es richtig anpackt, ist ein Tierschutzverein wie viele andere NGO`s ein gutes Geschäft. Eine Tante von uns hat zweimal 70 durch ein Fenster übergeben, aber keine Quittung erhalten, somit ist auch offen, was mit dem Geld geschehen ist. Offiziell keine Einnahme, daher auch keine offizielle Ausgabe.Natürlich gilt die Unschuldsvermutung.

  • Attila Attila am 08.02.2018 10:53 Report Diesen Beitrag melden

    Wahrheit

    Der Artikel entspricht leider in Teilen nicht der Wahrheit. Da mehrere Anzeigen anhängig sind,wird das geklärt werden . Sie sollten besser nicht einseitige gefärbte Artikel schreiben.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Attila Attila am 08.02.2018 10:53 Report Diesen Beitrag melden

    Wahrheit

    Der Artikel entspricht leider in Teilen nicht der Wahrheit. Da mehrere Anzeigen anhängig sind,wird das geklärt werden . Sie sollten besser nicht einseitige gefärbte Artikel schreiben.

  • Helmut Dirk am 08.02.2018 09:15 Report Diesen Beitrag melden

    NGO, was sonst

    Wenn man es richtig anpackt, ist ein Tierschutzverein wie viele andere NGO`s ein gutes Geschäft. Eine Tante von uns hat zweimal 70 durch ein Fenster übergeben, aber keine Quittung erhalten, somit ist auch offen, was mit dem Geld geschehen ist. Offiziell keine Einnahme, daher auch keine offizielle Ausgabe.Natürlich gilt die Unschuldsvermutung.