Niederösterreich

02. Januar 2018 11:32; Akt: 02.01.2018 12:16 Print

Spitäler stellen Ärzte für leere Hausarztpraxen ab

Das Land NÖ will Gemeinden helfen, die keine Hausärzte finden. Außerdem sollen künftig mehr Mediziner ausgebildet werden.

Pernkopf, Mikl-Leitner und Schleritzko (v.l.n.r.) präsentierten die Maßnahmen am Dienstag. (Bild: heute.at)

Pernkopf, Mikl-Leitner und Schleritzko (v.l.n.r.) präsentierten die Maßnahmen am Dienstag. (Bild: heute.at)

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In Niederösterreich gibt es 770 Hausarztpraxen, fünf stehen derzeit leer. "Statistisch gesehen mag das wenig sein, für uns ist es dennoch eine Warnung", so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (VP). In drei der betroffenen Gemeinden wird bereits seit langem vergeblich nach einem Arzt für die offene Stelle gesucht. In Gresten (Bez. Scheibbs) etwa, wurde die Stelle gar schon 24 Mal von der Gemeinde ausgeschrieben.

Für offene Stellen wie diese werden künftig Mediziner aus nahen Spitälern abgestellt. "Wenn eine Gemeinde ein Jahr lang niemanden findet, wird von den NÖ Kliniken ein Arzt zur Verfügung gestellt", erklärt Landesvize Stephan Pernkopf (VP). Diese betreiben die Praxen so lange provisorisch, bis ein fixer Hausarzt gefunden wird.

Bonus für neue Hausärzte

Neuen Hausärzten wird außerdem ein Bonus von bis zu 50.000 Euro in Aussicht gestellt, wenn sie eine Praxis übernehmen. Damit soll der Einstieg in die Selbstständigkeit erleichtert und die Einrichtung selbst modernisiert werden.

Um mehr Ärzte für Niederösterreich auszubilden wird außerdem die Kapazität der Karl Landsteiner Privatuni in Krems bis 2020 auf 450 Studierende erhöht. Landesrat Ludwig Schleritzko (VP) will aber vor allem auch die Bundesregierung in die Pflicht nehmen: "Es ist ein rasches Umdenken notwendig. Die Zahl der Studienplätze für Medizin muss in Österreich wieder aufgestockt werden", sagt er.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Leon Felinger am 02.01.2018 22:29 Report Diesen Beitrag melden

    Nix verstanden

    Die ÖVP kapiert es nicht. Das Geld ist bei den wenigsten Medizinern ein Thema. Wenn am Land nix los is, warum sollt ein junger Arzt dort hinziehen? Kein guter Job für die Frau? Keine guten Schulen für Kinder? Kaum Freizeiteinrichtungen usw.

  • Adalbert der Weise am 02.01.2018 22:55 Report Diesen Beitrag melden

    Unsinn.

    Wie soll das gehen? Spitalsärzte sind entweder Turnusärzte und dürfen nicht selbstständig arbeiten oder Fachärzte, also kein Hausarztersatz. Dienstrechtlich ist eine willkürliche Zuteilung zu einem anderen Dienstort nicht möglich. Und dem Spital fehlt dann ein Arzt.

  • Shabesleer am 02.01.2018 18:53 Report Diesen Beitrag melden

    Shabeskeer

    50.000 Bonus,aber gross.vom sparen reden und den armen nehmen,

Die neusten Leser-Kommentare

  • Adalbert der Weise am 02.01.2018 22:55 Report Diesen Beitrag melden

    Unsinn.

    Wie soll das gehen? Spitalsärzte sind entweder Turnusärzte und dürfen nicht selbstständig arbeiten oder Fachärzte, also kein Hausarztersatz. Dienstrechtlich ist eine willkürliche Zuteilung zu einem anderen Dienstort nicht möglich. Und dem Spital fehlt dann ein Arzt.

  • Leon Felinger am 02.01.2018 22:29 Report Diesen Beitrag melden

    Nix verstanden

    Die ÖVP kapiert es nicht. Das Geld ist bei den wenigsten Medizinern ein Thema. Wenn am Land nix los is, warum sollt ein junger Arzt dort hinziehen? Kein guter Job für die Frau? Keine guten Schulen für Kinder? Kaum Freizeiteinrichtungen usw.

  • Shabesleer am 02.01.2018 18:53 Report Diesen Beitrag melden

    Shabeskeer

    50.000 Bonus,aber gross.vom sparen reden und den armen nehmen,