Maria Enzersdorf

13. Juni 2018 17:01; Akt: 13.06.2018 14:17 Print

St. Gabriel: Ab 18. Juni werden Flüchtlinge verlegt

Die von FP-Landesrat angeordnete Umverteilung der über 100 Asylwerber aus St. Gabriel in Maria Enzersdorf (Mödling) startet nächste Woche.

Das Flüchtlingsheim St. Gabriel in Maria Enzersdorf. (Bild: Thomas Lenger)

Das Flüchtlingsheim St. Gabriel in Maria Enzersdorf. (Bild: Thomas Lenger)

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Der Meißel-Mord im Mai am Areal des Missionshauses St. Gabriel in Maria Enzersdorf (Mödling) war für Asyllandesrat Gottfried Waldhäusl ausschlaggebend, die Verlegung der über 100 teils psychisch beeinträchtigten Bewohner in andere Quartiere in NÖ anzuordnen.

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Vorwürfe gegen den Betreiber des Asylheimes, die Caritas Wien, wurden laut. Die FPNÖ beschuldigte die NGO der "Schlamperei, Ignoranz und Wurschtigkeit", wogegen sich die Caritas wiederum heftig wehrt.

18. Juni starten UMFs

Während die Partei unter FPNÖ-Klubchef Martin Huber und die Hilfsorganisation im Clinch liegen, werden die Vorbereitungen für die Umverteilung der Flüchtlinge getroffen. Am 18. Juni, also kommenden Montag, soll es losgehen. Zuerst werden die unbegleiteten, minderjährigen Asylwerber übersiedelt. Am 25. Juni und am 2. Juli folgen dann die restlichen Bewohner.

Heftige Kritik an der Maßnahme hagelt es nun von der Österreichischen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik (ÖGPP). Man sei "aus fachlicher Sicht verwundert und bestürzt", dass die über 25 Jahre geführte Einrichtung "aufgrund eines tragischen Vorfalls geschlossen werden soll".

Bei einem Tagsatz von 44 Euro pro psychisch schwer krankem Flüchtling sei davon auszugehen, dass "eine nicht einmal annähernd ausreichende Therapie und Versorgung" möglich gewesen sei. Das sei auch sämtlichen Behörden seit Langem bekannt.

Kritik von Ordensgemeinschaften

"Die Caritas hat in St. Gabriel über Jahre hinweg versucht, diese Menschen mit den vorhandenen Mitteln möglichst gut zu betreuen und dadurch auch Expertise gesammelt. Wenn man die Betroffenen jetzt auf zehn oder zwölf Einrichtungen verteilt, fehlt dort das Fachwissen", so ein Wiener Psychiater zur APA.

Auch die Präsidentin der österreichischen Ordensgemeinschaften, Schwester Beatrix Mayrhofer, (Anm.: Das Missionshaus in Maria Enzersdorf gehört den Steyler Missionaren), bedauert den Schritt und mahnt: "Immer deutlicher habe ich den Eindruck und die Befürchtung, dass staatliche Stellen die Fürsorge für geflüchtete Menschen nicht wollen. Es ist so, als ob dem Grundwasser der Solidarität in unserem Land das Wasser abgegraben und die tätige Nächstenliebe ausgetrocknet werden soll. Es steht uns eine menschliche Dürrekatastrophe bevor. Das Land braucht Staudämme der Solidarität, der Nächstenliebe."

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Michi am 13.06.2018 17:42 Report Diesen Beitrag melden

    Fürsorge für geflüchtete Menschen

    Nicht dann, wenn man selbst vor ihnen fliehen muss.

  • Auchnemeinung am 13.06.2018 17:39 Report Diesen Beitrag melden

    wie weit die Psychiater mit ihrem Fachwissen

    teilweise daneben liegen, kann man des öfteren in den Medien nachverfolgen. Leider gibt's des öfteren Unschuldige, die aufgrund von Sachverständigen Gutachten kein Problem (mehr), zum Handkuss kommen. Und was der Begriff Caritas bei manchen Österreichern mittlerweile auslöst, darüber darf ich mich hier sicher nicht äussern.

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  • shoot gun am 13.06.2018 18:27 Report Diesen Beitrag melden

    verlegung

    Ich bin für eine verlegung der Flüchtlinge, und das sofort in Ihr Heimatland.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Dodo2340 am 16.06.2018 01:05 Report Diesen Beitrag melden

    Gewalt auch gegen Betreuer

    In St. Gabriel gab es öfters Schwierigkeiten mit gewalttätigen Jugendlichen - auch gegenüber den Betreuern.

  • Anti Links am 14.06.2018 18:01 Report Diesen Beitrag melden

    Es gibt nur einen Ort

    Verlegung ja, aber alle zu Moslem-Mama Mikl nach Hause. Sie wollte alle hier haben und hat ihnen am Westbahnhof zugejubelt, also macht ihr doch die Freude.

  • Christine am 13.06.2018 20:42 Report Diesen Beitrag melden

    Es war unverantwortlich

    Aufgrund EINES tragischen Vorfalls..... Die Polizei war in St. Gabriel Stammgast. Es war unverantwortlich psychisch Kranke deren Krankheitsursache, sowie beim Meißelmörder, Drogensucht war, an der Grenze der Schulstadt Mödling, unterzubringen. Anstatt sie in der Einschicht einem Drogenentzugsprogramm zu unterziehen finden sie hier die optimale Möglichkeit vor, um Drogen zu dealen um ihre Sucht zu finanzieren und stellen so eine Gefahr für Tausende von Schülern dar. Der Bahnhof Mödling ist bereits Schutzzone.

  • Michi am 13.06.2018 19:00 Report Diesen Beitrag melden

    Was genau bedeutet

    "psychisch beeinträchtigt"? Das kann genausogut die Religion sein, in der Frauen nichts zählen genausowenig wie Ungläubige und man eingeimpft bekommt wie man mit Ungläubigen umgehen soll etc

    • YYYY am 14.06.2018 10:02 Report Diesen Beitrag melden

      @Michi

      Das bedeutet das wir die nie wieder los kriegen.

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  • Mia am 13.06.2018 18:58 Report Diesen Beitrag melden

    Verlegt

    1. Es sind keine Flüchtlinge, sondern Migranten. 2. Sie sollen verlegt werden ? Bitte aber dann startet die Herkules und verlegt sie in ihre Heimat.